|
ngesichts der Tatsache,
daß die USA ein Land von ungeheuren Ausmaßen ist, verblüfft sicher niemanden
die
Tatsache, das es dort nahezu alle möglichen Klimagebiete gibt.
Im Westen
findet man von Wüste, über Hochgebirgsregionen mit Tundrazonen und Gletschern
bis hin zum Regenwald (Kalifornische Küste) eine ziemliche Auswahl davon.
Deshalb sollte man sich schon vor der Abreise dorthin mit den Gegebenheiten
der zu bereisenden Region ver- traut machen. Nicht das man, übertrieben gesagt,
im Rocky Mountains N.P. mit Top und Shorts in knapp 4000m Höhe mit den Zähnen
klappert.
Dazu kommt, daß
die Gebiete oft fließend ineinander übergehen, auch aufgrund der Entfernungen,
die man zurücklegt, falls ein mobiler Unter- satz vorhanden ist.
Im Spätsommer, so
ab Mitte August, kann man auch immer mit Thunderstorm (Gewitter) am Nachmittag
rechnen. Vorallem bei längeren Wanderungen beachten, wir haben auch
schon öfters im strömenden Regen den Rückzug angetreten, und in Gebieten
oberhalb der Baum- grenze z.B. im Rocky Mountains N.P. oder Yellowstone
N.P., kann das gefährlich werden. Also, wenn Gewitter aufziehen, schleunigst
retour. Erfahrene Wanderer wissen das natürlich, aber es gibt ja auch viele
Leute die nicht soviel wandern, und denen mit dem einen oder anderen Tip
vielleicht geholfen ist.
Wenn
wir schon dabei sind - hier noch ein Tip! Bei solchen Wetterbe- dingungen
kann es auch zu Hypothermie (Unterkühlung) kommen. Vorallem wenn man vielleicht
nicht mehr herunter kommt, weil ausgetrocknete Flußbetten sich in reißende
Ströme verwandeln. Also die richtige Bekleidung anziehen, ggf. Wechselsachen
nicht vergessen.
Eine
weitere Gefahr sind sogenannte Flash-Floods - plötzliche Überflut- ungen.
Sie treten häufig in den Canyon - Gebieten auf, z.B. Zion N.P., Bryce Canyon
N.P., Glen Canyon N.R.A. usw.
Das
Tückische daran ist, daß es unter Umständen ganz woanders regnet, und man davon
nichts mitbekommt, und dann ist plötzlich die Flutwelle da. Daher immer
Wetterbericht in Funk und Fernsehen abhören. Diese informieren sehr gut
über die Wettersituation.
Bevor
man in entsprechende Wandergebiete aufbricht - ab in´s Visitor Center (Besucher
Centrum) oder zur Ranger-Station. Die Park Ranger sind sehr erfahrene Leute
und auf deren Rat sollte man unbedingt hören.
Mit
Tornados oder Hurrikans hat man eher selten in diesen Gebieten zu tun, kann
aber auch vorkommen. Soviel zum Wetter.
Nochmals,
hier soll niemanden Angst gemacht werden, und mit gesun- dem Menschenverstand
und entsprechender Vorsicht ist man immer auf dem richtigen Weg und kann
die tolle Natur sicher erkunden. Aber wir halten es doch für wichtig, auf
diese doch realen Gefahren hinzuweisen, denn mit seinem Leben sollte niemand
aus Unwissenheit oder Leichtsinn spielen.
Also,
mit Sicherheit mehr vom Leben. Viel Spaß.
|