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Vorbereitung:
ie Immunabwehr des Menschen wird
auf Langstreckenflügen irritiert. Bei Fluggästen steigt die Zahl der Leukozyten
(weiße Blutkörperchen). Fliegen wird vom Körper als Stress eingestuft. Der
Organismus mobilisiert Lymphozyten. Sie prüfen, ob Gefahr für die Gesundheit,
zum Beispiel in Form von Bakterien, besteht. Falls dem so ist, würden weitere
Zellen zur Abwehr bereitgestellt. Bei Flugzeug- passagieren kommen die Lymphozyten
jedoch zur Überzeugung, daß Fliegen als "unbedrohlich" einzustufen ist und
produzieren keine zusätzlichen Abwehrzellen.
Da im Flugzeug über die Klimaanlage
trockene Luft verteilt wird, klagen viele Fluggäste später über Erkältungen.
Empfehlenswert: In den Wochen vor dem Abflug viel Obst, Gemüse und Salate
essen. Dadurch wird der Organismus optimal mit Nährstoffen versorgt und kommt
besser mit der Ausnahmesituation klar. An Bord die Nase feucht halten, da
Bakterien und Viren sonst ein leichtes Spiel haben.
Soviel
zur Theorie. Praktisch gesehen muß man als einigermaßen gesunder und fiter
Mensch eher keine Angst haben. Es ist zwar wirklich eine Belastung für den
Körper und jeder ist froh wenn er wieder aussteigen kann, aber im Allgemeinen
verkraftet man sowas ganz gut. Sollte man allerdings gesundheitliche Probleme
haben, sind solche Tipps nicht zu verachten, und sowieso die Risken ärztlich
abzuklären.
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Kleidung:
ie Kleidung sollte nicht
einengen, also möglichst weit und luftig sein. Locker sitzende, leichte Hosen,
keine eng anliegenden Hemden oder Blusen oder abschnürende Strümpfe.
Synthetik-Stoffe empfehlen sich nicht, weil sie Schweiß nicht so gut aufsaugen.
Während des Fluges wird
die Luft in der Regel herunterge- kühlt - etwa um 18°C. Am Fenster kann es dann
ein wenig zugig werden. Wenn Ihr leicht fröstelt, solltet Ihr einen
Pulli oder eine Strickjacke o. ä. ins Handgepäck mitnehmen. Ganz Empfindlichen
hilft auch ein Schal.
Jeder Platz ist von vornherein mit
einer Decke und einem Kissen ausgestattet. Falls zusätzliche Decken benötigt
werden - bloß die Flug- begleiter fragen.
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Handgepäck:
ls Handgepäck eignet sich ein
kleiner Rucksack sehr gut. Die meisten Airlines begrenzen auf
internationalen Strecken das offiziell erlaubte Handgepäck auf eine Bemassungen
von ca. 55x40x20 cm (Breite x Höhe x Tiefe) Umfang und 8 kg Gewicht.
First- und Business Class
- Passagieren werden meist 2 Handgepäck- stücke erlaubt.
Die jeweiligen Regelungen sollten bei Buchung erfragt werden. Dies ist je nach
Airlines verschieden.
Für Personen, die unter schweren Beinen leiden, oder auch
lymphatisch veranlagt sind - (morgens zum Beispiel ist das Gesicht häufig etwas
verquollen, weil die Lymphflüßigkeit langsam zurücktransportiert wird) wirken
Stützstrumpfhosen eventuell Wunder. Ist zwar ein klein wenig unkomfortabel, aber
allemal besser als angeschwollene Füße. Besonders wichtig: es dürfen keine
Strümpfe sein, das Abschlußband muß oberhalb der Hüfte sein.
Packt in Euer Handgepäck auch
ein bißchen Wasch- und Zahnputz- zeug plus ein kleines Handtuch ein. Auf der Toilette kann
man sich frisch machen, wenn einen die Schlange vor der Tür nicht nervös
macht. Für naßrasierende Männer können noch
Rasierutensilien dabei sein, obwohl so ein 1 - 3 Tage - Bart auch
attraktiv sein kann. Denkt auch daran, nach dem Flug
könnte Euer Gepäck abhanden gekommen sein. Deshalb ist das Wasch- bzw. Zahnputzzeug
auch in Notfällen sehr angebracht. Oder wenn der Anschlußflug weg ist, und
man übernachten muß, so wie wir bei unserer letzten Reise. Da unser Hauptgepäck
schon eingecheckt war, durfte es den Transitbereich nicht verlassen, und
wir standen in Chicago ohne alles. Zum Glück haben die meisten Hotels ja
Notfallsets. Uns war das jedenfalls eine Lehre und wir packen sowas jetzt
immer ein. Genau wie frische Wechselwäsche + T- Shirt (z. B. zum Schlafen).
Die Luft in den Maschinen ist
durch die Klimaanlage recht trocken - eine kleine Feuchtigkeitscreme schafft
Abhilfe laut Broschüre - muß aber nicht unbedingt sein, wenn man nicht gerade
eine Haut wie Imhotep die Mumie hat oder über Sydney nach den USA fliegt.
Scherz beiseite, für Leute mit extrem trockener Haut ist das schon ratsam,
alle anderen werdens auch ohne überstehen.
Kontaktlinsenträger sollten ihre Linsen nicht länger als 4 Stunden tragen. Da
man - außer mit der Concorde vielleicht - in dieser Zeit höchstens
amerikanischen Luftraum erreicht, nicht jedoch auch nur annähernd amerikanischen
Boden, sollte man lieber gleich die Brille aufsetzen.
Auch die Nase kann auf die trockene Luft empfindlich reagieren: Gegen das
Eintrocknen der Schleimhäute hilft eine Nasensalbe oder besser ein Meerwassersalz-Nasenspray, das
alle zwei bis drei Stunden gesprayt wird, manchmal auch in geringeren Abständen,
je nach Befinden. Darauf sollten Ihr besonders achten,
wenn Ihr "leicht verschnupft" in die Maschine steigt.
Falls Ihr die Schuhe ausziehen
möchtet (empfehlenswert, damit es keine dicken Füße gibt), denkt bitte an
ein paar dicke Socken zum Laufen, die jedoch nicht zu warm sein sollten und
an Euren Nachbarn, das heißt nicht erst nach 6 Stunden aus den Turnschuhen
pellen.
Wer
möchte nimmt ein aufblasbares
Nackenkissen (Sleep-over) mit, damit Ihr bequemer schlummern könnt.
Für absolute Dunkelheit sorgt eine Schlafbrille, die aber nach aussen gewölbt
sein sollte, damit die Augen nicht zugedrückt werden. Wer während des Fluges
ein bisschen schlafen möchte, und sehr geräuschempfindlich ist, sollte"Oropax" eingepackt
haben.
Zitronenbonbons halten die
Ohren «offen», da sie zu häufigem Schlucken zwingen. Diesen Ratschlag
gibt die Zeitung "Ärztliche Praxis". Wer die nicht mag und lieber
Pfefferminz- oder Kirschbonbons lutscht kann dies auch tun, Hauptsache ist
das der Speichelfluß und das Schlucken angeregt werden. Nach Angaben der Zeitung bereitet der
Druckausgleich jedem 100. Flugzeugpassagier Probleme. Besonders häufig hätten
Erkältete und Patienten mit Nebenhöhlen-Entzündungen damit zu kämpfen.
Betroffene sollten sich von ihrem Hausarzt ein soge- nanntes Dexamethason-Spray
mit Zwölf-Stunden-Wirkung verordnen lassen und außerdem während des Fluges
abschwellende Nasentropfen verwenden.
Dem Druckausgleich bei der Landung
kann man auch ohne Chemie nachhelfen: durch den Mund ausatmen, Nase zuhalten und
gegen diesen Widerstand einatmen. Auch gut gegen Ohrensausen: Kaugummis.
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Essen & Trinken:
eit Ihr
Vegetarier? Oder
müsst Ihr eine bestimmte Diät durchführen? Die meisten Fluglinien bieten
spezielle Menüs an, die aber im Voraus reserviert werden müssen.
Wer ohne Stop-Over nach Amerika
durchfliegt, bekommt innerhalb von ca. 6 bis 12 Stunden zwei bis drei
Mahlzeiten. "Chicken or Beef" oder "Chicken or Pasta" ist
die Frage schlechthin die Ihr während des Fluges beantworten müßt.
Viel Saft (Achtung: Es
gibt immer jede Menge Eis dazu, wer`s nicht mag muß das extra sagen, andererseits
mit Eis reicht der Drink länger, grins) und kohlensäurearmes bzw. -freies Mineralwasser. Faustregel: Pro
Flugstunde min. 0,25 l Wasser trinken, wieder viel Theorie, besser trinkt was
ihr kriegen könnt, Flüssigkeit ist wichtig für den Körper.
Das Koffein in Kaffee und Schwarzem Tee entwässert,
schmeckt aber gut. Fürs schlechte Gewissen kann ja im Anschluß eine Dose
Wasser mehr bestellt werden.
Alkohol senkt die Sauerstoffsättigung des Blutes. Deshalb nur geringe Mengen
trinken - das Ergebnis spürt Ihr sonst erst nach der Ankunft, denn die Flughöhe
verzögert die Wirkung des Alkohols zusätzlich erheblich.
Vitamine und Mineralien helfen die Zeitumstellung besser zu verkraften
- angeblich, solche Wirkung konnten wir noch nicht feststellen. Wir
(Kathrin zumindest) essen immer viel Obst und Gemüse und haben trotzdem
Jetlag.
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Tipps für die
Fitness:
teht immer wieder nach zwei
bis drei Stunden auf, um die Füsse zu vetreten. Idealerweise kann man so etwas
auch mit einem Gang zur Toilette verbinden, um sich etwas frisch zu machen. Wer
schon öfter geflogen ist weiß, das das meist auch die einzige Möglichkeit
ist sich zu bewegen, aufgrund meist längerer Warteschlangen hat man
dann auch genügend Gelegenheit zum Stehen.
Diese
tollen Tipps aus Büchern und Zeitschriften kann man nämlich meist kaum in
die Praxis umsetzen, weil alle Nase lang die Flugbegleiter mit ihren Wägelchen
durchgeschoben kommen oder in den Zwischenver- bindungsgängen ihren ohnehin
schon streßigen Job verrichten müssen, und man dann entweder den Weg
versperrt oder hundert Jahre nicht mehr in seine Sitzreihe vordringt, kurz
gesagt stört es meist. Vorallem wenn man dann auch noch den Fensterplatz
oder so inne hat, und dann immer seine Mitreisenden auf und nieder scheuchen
muß, wenn diese grade ihr Schläfchen antreten wollen, dem Bordprogramm folgen
oder sonst irgendwelche Dinge verrichten. Außerdem wäre es ein ganz schönes
Gedränge, wenn alle 300 Passagiere einer Transatlantikmaschine in den 2
schmalen Gängen spazierengehen wollten.
Besser
ist da schon ein wenig Gymnastik am Sitzplatz zu machen
machen.
Das
Reisemagazin "GEO SAISON" hat ein kleines Fitnessprogramm zusammengestellt:
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Natürlich
muß jetzt kein Sportmuffel in Panik verfallen, es reicht im Allgemeinen
durchaus wenn man mal die Beine durchrüttelt, sich räkelt und etwas bewegt.
Man muß keine rythmische Sportgymnastik draus machen.
Das
sind alles nur Tipps die man so oder ähnlich durchführen kann, aber nicht
muß. Es gibt tausende Menschen die auch ohne solche Verren- kungen gesund und
munter in fernen Ländern landen. Nichtsdestotrotz ist es aber keine schlechte
Sache, und wer mag kann ja ruhig die eine oder andere Übung so oder so weit
wie möglich mal ausprobieren, ohne dabei seinen Sitznachbarn k.o. zu schlagen,
selbstverständlich.
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Thrombose &
Vorbeugung:
inige Forscher halten es für erwiesen, daß das stundenlange Sitzen auf den
kleinen Flugzeugstühlen mit angewinkelten Beinen einen Blutstau in den Adern
begünstigt. Diese Blutgerinnselbildung kann lebensgefährlich sein. 10 bis 20
Prozent aller tiefen Venenthrombosen können zu Komplikationen wie der
Lungenembolie führen. Vorbeugung ist also in jedem Fall besser.
Allgemein - nicht nur beim Fliegen -
steigt die Thrombose-Gefahr bei älteren und übergewichtigen Passagieren,
Diabetikern und auch Schwangeren, Personen mit Krampfadern und Frauen, die die
Antibabypille nehmen und rauchen.
Wer zu einer der oben genannten
Risikogruppen gehört, sollte vor einer Reise den Hausarzt konsultieren.
Eine ärztlich begleitete Prophylaxe mit Heparin oder
die Einnahme von blutverflüssigenden Mitteln - wie z.B. Aspirin oder
Herz-ASS, kann weitere
Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll unterstützen.
Auch
das Tragen von medizinischen Kompressionsstrümpfen ist eine
effektive Massnahme, um dieser Gefahr vorzubeugen. Dabei wird gewarnt vor handelsüblichen Stützstrümpfen oder sogenannten "Support
Stockings". Im Gegensatz zu klinisch getesteten Kompressions- strümpfen sind diese
zur Vorbeugung von Flugreisethrombosen nicht geeignet. Diese Stützstrümpfe haben
meist einen gleichmässigen Druckverlauf und sind am Oberschenkel am engsten.
Medizinische Kompressionsstrümpfe sind am engsten am Fesselbereich, da dort der
Druck besonders wichtig ist. Hier werden die Sprunggelenks- und
Wadenmuskelpumpen unterstützt, die für den Ruecktransport des Blutes zum Herzen
die meiste Arbeit leisten.
Fluggesellschaften müssen vor dem Kauf eines Flugtickets über den
geringen Sitzabstand und das damit verbundene Thrombose-Risiko informieren.
Unterlässt die Fluggesellschaft eine solche Aufklärung der Fluggäste, läuft sie
Gefahr, im Falle einer Thrombose-Erkrankung auf Schadensersatz in Anspruch
genommen zu werden.
Die United Airlines bietet Vielfliegern und Vollpreiszahlern als eine der ersten
Fluggesellschaften in einer sogenannten "Economy Class Plus" mehr Beinfreiheit
an. Der Sitzplatzabstand beträgt dort 91 cm. Bisheriger Höchstabstand in der
Economy waren bei vielen Airlines 86 cm.
Wichtig
ist auch hier wieder zu betonen, daß das alles vorwiegend auf
gesundheitlich eingeschränkte Personen zutrifft, die dann meistens sowieso
schon über das erhöhte Risiko Bescheid wissen. Also keine Panik auf
der Titanic. Im Normalfall hat ein durchschnittlicher gesunder Mensch wenig
zu befürchten. Sicher liest man immer mal wieder von solchen Erkrankungen
auf Flügen in der Zeitung, aber auf die Gesamtzahl der Menschen die
mit Flugzeugen reisen betrachtet ist das doch eher eine geringe Menge an
Fällen.
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