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n diesem Tipp geht es vorwiegend um den Hund, evtl. noch um
die Katze. Natürlich sind auch Pferde, Kühe, Meerschweinchen etc. Haustiere,
die man aber ja nicht einfach so mitnehmen kann, und für die auch spezielle
Regelungen gelten, schon was den Transport betrifft. Und im allgemeinen wird ja
auch von den meisten Tierbesitzer der Hund mit in den Urlaub genommen. Daher
beschränken wir uns hier auf diese 2 erstgenannten Spezies. Seinen geliebten Vierbeiner mit in den USA - Urlaub zu
nehmen, stellt im ersten Moment eigentlich kein größeres Problem dar, außer man
reist nach Hawaii, Amerikanisch Samoa oder Guam. Man muß sich nur an die
gültigen Einreisebedingungen halten. Diese sind auch nicht spektakulär, man muß
nur über einen gültigen, nach Möglichkeit internationalen Impfausweis für das
Tier verfügen, der nicht älter als 1 Jahr sein darf, aber mindestens 30 Tage
vor der Abreise ausgestellt wurde.
Wichtig ist vor allem der
Tollwut-Impfschutz. (Entfällt für Katzen) Das dürfte keine große Schwierigkeit
darstellen, da jeder sorgfältige Tierbe- sitzer ja 1x jährlich mit seinem
Liebling zum Impfen geht. Wer keinen internationalen Impfausweis besitzt,
sollte sich eine englischsprachige Übersetzung besorgen, oder eben jenen
internationalen. Das erspart unnötigen Ärger bei der Einreise. Im allgemeinen
geben die Tierärzte aber heutzutage ja eh meist den gleich den internationalen
Impfausweis aus. Wir haben jeweils gleich das entsprechende Exemplar
bekommen.
Wer keinen gültigen Tollwutschutz nachweisen kann, muß sein Tier an
einen Ort seiner Wahl in Amerika bringen lassen, wo es nach 4 - 10 Tagen
geimpft, und dann 30 Tage in Quarantäne verbringen muß. Das gleiche gilt für
Tiere, die nicht mindestens 30 Tage vor Einreise in die USA geimpft wurden
sind. Auch sie müssen die 30 Tage Zeitraum bis nach der Impfung sozusagen
"absitzen".
Tiere die jünger als 3
Monate sind, dürfen nicht in die USA eingeführt werden. Hund und Katze müssen
frei von Krankheiten sein, die auf Mensch oder Tier übertragen werden könnten.
Das kann man zur Sicherheit mit einem Gesundheitszeugnis belegen, daß dann aber
nicht älter als 7 - 10 Tage sein darf, und außerdem sowieso von vielen
Fluglinien verlangt wird. Man ist jedenfalls auf der sicheren Seite und erspart
sich gegebenenfalls Zeit und Kosten, und dem Tier unnötigen Streß, wenn man
dann vor Ort noch etliche Untersuchungen über sich, bzw. über den Hund ergehen
lassen muß. Ansonsten sind Leine und Maulkorb mitzuführen.
Jetzt noch mal zu Hawaii und den anderen
Inselgruppen. Das sind tollwutfreie Gebiete, und daher müssen Tiere die dort
hin einreisen wollen auf jeden Fall in Quarantäne, auf Hawaii zur Zeit 120
Tage. Soviel zu den bürokratischen Hürden, die es zu überwinden gilt. Diese
sind ja anundfür- sich nicht sehr hoch, wenn man bedenkt wie schwierig es ist,
schon innerhalb Europas mit seinem treuen Vierbeiner zu verreisen, z. B. nach
Norwegen, Schweden oder Großbritannien.
Da sich solche Daten ja oft ändern,
verweisen wir darauf sich im Zweifelsfalle noch einmal bei einem amerikanischen
Konsulat zu erkundigen, ob Neuerungen in der Gesetzgebung erschienen sind. Auch
beim ADAC kann einem da meist gut weitergeholfen werden.
Jetzt noch was zur praktischen Seite bei der ganzen
Angelegenheit. Tiere die unter 8 kg wiegen, quasi alle Katzen (Schwergewichte
können ja noch fix 1 - 2 kg abspecken) und ganz kleine Hunde ala Chiuaua,
Malteser und co. dürfen im Personenbereich der Flugzeuge mitfliegen. Alle
anderen, die mehr wiegen kommen in speziell klimatisierte Gepäckbereiche. Dort
sitzen sie dann in entsprechenden Transportboxen je nach Flugzeit zwischen 8 -
12 Stunden. Dazu kommt ja noch die Zeit in der sie "aufgegeben" werden,
Wartezeit etc.
Günstig ist es, seinen Hund dann schon ein paar Wochen vorher an
seine "Box" zu gewöhnen, und ihm eine Lieblingsdecke oder ähnliches mit
hineinzulegen, damit der arme Kerl sich nicht gar so verlassen vorkommt.
Außerdem sollte man ihn unmittelbar vor dem Transport nicht mehr zu füttern,
und ihm noch mal die Möglichkeit geben sich zu lösen.
Das sind alles knallharte Fakten, nun noch unsere
persönliche Meinung. Auch wir besitzen einen großen, lebhaften Hund und einen,
na sagen wir mal, nicht ganz schlanken Kater, der auch schon ein paar Jährchen
auf dem Buckel hat. Und ich würde weder dem einen noch dem anderen eine derart
anstrengende Reise zu muten.
Es gibt Leute, die sagen, das würde den Tieren
nichts ausmachen. Mag sein, so recht können wir uns das aber nicht vorstellen.
Jeder weiß wie er sich fühlt, während eines Fluges, und wenn man dann bedenkt,
daß vielleicht ein Hund, der ja nicht weiß, das er in einem Flugzeug sitzt und
seinem langersehnten und wohlverdienten Sommerferien entgegen fliegt,
stundenlang in eine kleine Box (aufgehängt an der Decke eines riesigen
Metallkolosses) gesperrt ohne seine geliebte Familie gar nicht weiß was mit ihm
passiert, kann sich vielleicht vorstellen daß das Tier auch Angst bekommt. Ganz
zu schweigen von solchen unbekannten Situationen wie Start, Landung,
Turbulenzen, in denen der Hund hin und her schwankt, oder dem Lärm der Motoren,
unbekannte Räume, Dunkelheit, kaum Möglichkeiten sich zu bewegen oder zu lösen.
Das ist Streß für die Tiere.
Jeder muß mit sich selbst ausmachen, ob er das
seinem Tier zu muten möchte. Es gibt sicher vielleicht auch Hunde, denen das
weniger ausmacht, auch Tiere sind verschieden. Aber jeder Tierhalter sollte
doch überlegen, ob es günstig ist, mit Hund oder Katze in die USA zu reisen.
Sicher sind in vielen Nationalparks Hunde erlaubt, aber sie müssen immer! an
der Leine geführt werden, ggf. mit Maulkorb. Es gibt auch Wander- wege, zum
Beispiel in Bärengebieten, da sind Hunde generell nicht erlaubt.
Auch die
klimatischen Veränderungen, die Zeitverschiebung und Veränderungen im alltäglichen Ablauf sollten bedacht werden.
Und nicht zu letzt wird in Amerika viel mehr als bei uns auf Ordnung und
Sauberkeit geachtet, obwohl das eigentlich auch hier selbstverständlich sein
sollte, daß man Hinterlassenschaften seines Hundes auf Bürgersteigen etc.
wegräumt. Diese Aspekte, vor allem aber der lange und anstrengende Flug sollten
jeden Hundebesitzer noch mal seine Urlaubsplanung überdenken lassen. Vielleicht
hat man ja eine gute Möglichkeit sein Tier hier in guter Betreuung zu lassen.
Wir sind in der glücklichen Lage, daß mein Vater im selben Haus wohnt, und
unsere beiden Tiere nicht ihr zu Hause verlassen müssen, und dann auch noch
eine Bezugsperson aus der Familie sie versorgt. Das ist natürlich der
Idealfall, und uns ist klar, daß nicht jeder das so günstig hat. Aber es gibt
ja meist jemanden in der Familie, der das oder die Tiere betreuen kann, und es
gibt ja auch gute Tierpensionen. Wobei das für uns nie in Frage käme, aber das
ist nicht so wichtig. Viele Leute haben schon sehr gute Erfahrungen mit solchen
Pensionen gemacht, und die Tiere sind da sicher gut aufgehoben. Wer diese
Möglichkeit nicht hat, sollte vielleicht aus Liebe zu seinem Tier auf eine
Reise in die USA verzichten, und ein Ziel mit seinem Vierbeiner ansteuern, daß
man leichter erreichen kann. Das ist jedenfalls unsere Option.
Wir fahren
leidenschaftlich gern nach Amerika, aber wir würden darauf verzichten, wenn wir
keine Möglichkeit hätten, Moritz und Mephisto gut versorgt zurückzulassen. Das
bedeutet, daß man vielleicht nicht gleich das erstemal ohne Tier soweit reist.
Schließlich muß man die Möglichkeit haben schnell wieder nach Hause zu kommen,
wenn es die Situation erfordert. Es gibt nämlich auch Tiere, die das nur schwer
verkraften, ohne ihr Frauchen oder Herrchen zu sein. Da sollte man eine
schnelle Rückkehr ermöglichen können.
Wer also auf ausgedehnte Fernreisen nicht
verzichten kann, sollte sich lieber kein Haustier anschaffen, daß auf unsere
Fürsorge angewiesen ist. Die Tiere sind uns treu, also sollten wir es auch
sein. Aber das ist nur unsere persönliche Meinung, und stellt keinen Anspruch
auf Allgemeingültigkeit dar.
Genaue Auskünfte (auch zur Einfuhr anderer Tiere): USDA-APHIS Veterinary
Services National Center for Import and Export (NCIE), Unit 40 4700 River Rd.,
Riverdale, MD 20737-1231 Tel. (301) 7 34 78 30;
APHIS.Web@aphis.usda.gov
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