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San Francisco  (Kalifornien)



 


Blick auf Down-Town
 Willkommen in San Francisco
Kalifornien

 

anz im Gegensatz zu Kaliforniens Glamourcity Los Angeles ist man in San Francisco nicht unbedingt auf einen eigenen fahrbaren Untersatz (sprich Mietwagen) angewiesen. Hier findet man ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz, das von U-Bahn bis Bus alle Register zieht. Genaugenommen ist San Francisco ausgesprochen autounfreund- lich, was ziemlich unamerikanisch ist.

Befindet sich auch nur etwas halbwegs Sehenswertes im Umkreis von 3 Meilen, wird bei den Parkgebühren kräftig zugelangt. Stundenpreise von $5 bis $8 sind keine Seltenheit. Andererseits lohnt sich ein Wagen, wenn man mehr Zeit hat und den 49-Miles-Scenic-Drive abfahren kann. Dieser verbindet nämlich alle mehr oder weniger wichtigen Sehenswürdig- keiten der Stadt. Er ist auch gut ausgeschildert, was die ganze Sache etwas erleichtert.

Wer mit den berühmten Cable Cars fahren will, sollte entweder recht zeitig kommen, oder viel Geduld mitbringen. An den Haltestellen, besonders an den Start- und Endpunkten herrscht immer reger Betrieb.

Das Wahrzeichen der Stadt ist natürlich die Golden Gate Bridge. Möchte man diese mit einem Wagen befahren, kostet das natürlich auch etwas. Und zwar 3 Dollar (könnte jetzt schon wieder teurer sein - Preis im Jahr 1999). Zum Glück nur stadteinwärts. Aber ehrlich, die muß man gesehen haben. Wenn man San Francisco über die Brücke verläßt, ist gleich rechter Hand ein View-Point (Aussichtsunkt). Eine ganz tolle Sicht hat man aber, wenn man gleich dahinter rechts abbiegt, und dann die Straße nach links unterquert, und auf den Berg Richtung "Marinehead State Park" fährt. Dort genießt man entlang der Straße eine Aussicht auf Stadt und Brücke - sagenhaft. Wir waren gleich mehrmals dort, zu allen erdenklichen Tages- und Nachtzeiten, mit und ohne Nebel. Der Nebel ist sowieso ein Kapitel für sich, dazu später.
 


Palace of Fine Arts
Palace of Fine Arts


Golden Gate Bridge
Golden Gate Bridge


Eine andere Sichtweise auf dieses Bauwerk hat man von "Fort Point" aus. Das ist eine alte Befestigungsanlage unterhalb der Brücke. Kann auch besichtigt werden. Wie beschrieben steht man hier unterhalb der Brücke - auch eine tolle Perspektive. Im Film "Vertigo" stürzt sich hier Kim Novak in die Bay, um von James Stewart gerettet zu werden. Das nur am Rande, für alle Hitchcock-Fans. Zum Fort Point gelangt man über "El Presidio", ehemaliger Army - Stützpunkt.

Zum Verweilen läd der "Golden Gate Park" mit seinem See und den Museen ein. Einen tollen Blick auf San Francisco bieten auch die "Twin Peaks" - wenn nicht gerade von Nebel eingehüllt. Twin Peaks ist die höchste Erhebung San Franciscos. Und das ist wirklich ziemlich hüglich.

Auf dem "Telegraph Hill" steht der Coit Tower, ein Denkmal für die Feuerwehr, auf dem auch Aussichtsterassen sind. Wenn man davor steht, hat man aber auch schon einen tollen Ausblick - und insgesamt kann erwähnt werden, daß wenn man diesen Tower ausläßt, man nicht unbedingt etwas verpaßt hat. Bei knapper Zeit kann darauf getrost verzichtet werden.
 


Golden Gate Bridge - unten die Befestigungsanlage Fort Point
Golden Gate Bridge...


Golden Gate Bridge
Golden Gate Bridge


Unverzichtbar ist allerdings "Alcatraz". Dieses berühmt - berüchtigte Gefängnis sollte unbedingt besichtigt werden. Es jagt einem einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Die Räume in Verbindung mit den Geschichten, die einem über Kopfhörer zugeführt werden (auch in deutsch), hochinteressant. Rechtzeitig kümmern sollte man sich auf jedem Fall um Eintrittskarten, zumindest in der Hochsaison. 4 bis 5 Tage vorher muß man schon telefonisch reservieren, sonst besteht keine Chance auf eine Karte. Dann kann man nur noch in den sauren Apfel beißen und irgendeine Sightseeing-Tour buchen. Clevere Geschäfte- macher haben da nämlich mitgedacht, und bieten zu Ihren Touren noch Alcatraz - Karten an, jedoch nur in Kombination mit bereits erwähnten Touren, versteht sich.

Um auf die Gefängnisinsel zu gelangen, muß man mit dem Schiff fahren. Diese starten allesamt an der "Fisherman´s Wharf", dem Touristen- zentrum San Francisco´s. Souvenirshops, Boutiquen und Restaurants beherrschen das Bild. Fischer und Werften sieht man hier nicht mehr.

Ganz niedlich sind noch die Seehunde an Pier 39.
 


Blick auf Alcatraz - ehemalige Gefängnisinsel
Blick auf Alcatraz - ehemalige Gefängnisinsel


Alcatraz - Zellen der Gefangenen
Alcatraz - Zellen der Gefangenen

 

 


Alcatraz - Gefängnistrakt
Alcatraz - Gefängnistrakt
 


Alcatraz - Hof für die Gefangenen
Alcatraz - Hof für die Gefangenen


Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte unbedingt die "Lombard Street" runter kurven - im wahrsten Sinne des Wortes. Die `kurvenreichste` Straße der Stadt ist toll mit Blumen geschmückt. Ebenfalls sehenswert ist der "Palace of Fine Arts", ein tempelähnliches Bauwerk mit Museum. Die Häuser ringsrum sind Millionen Wert, nur aufgrund der Aussicht auf dieses Gebäude. Es befindet sich in der Nähe des Marina BLVD.

In der Innenstadt findet man noch Civic Center und City Hall und in der Nähe noch das Trans America Building, ein pyramidenähnliches Hoch- haus, von anderen Wolkenkratzern umringt. Diese und andere Punkte verbindet hervorragend der bereits genannte "Scenic Drive". Aber auch mit Bus und Bahn erreicht man die meisten touristischen Ziele. Nicht vergessen wollen wir Chinatown. Hinter dem "Dragon Gate"  beginnt eine eigene Welt mit unzähligen Läden und Restaurants. Freilich wird hier viel Nippes angeboten, aber man kann durchaus auch Schnäppchen schlagen.

Sehr interessant sind auch die Häuser an sich in San Francisco. Es gibt sehr schöne, teilweise viktorianische Bauten, die auch sehr farbenfroh gestaltet sind. Es lohnt sich einfach mal durch die Straßen zu bummeln. Weiterhin gibt es auch viele Kirchen, die durch ihr Erscheinungsbild hervorstechen.
 


Lombard Street - die kurvenreichste Straße der Stadt
Lombard Street


Lombard Street - die kurvenreichste Straße der Stadt
 Lombard Street


Nun nochmals zum Nebel. Reist man im Sommer nach San Francisco ist er eigentlich immer präsent. Klare Tage, ja Stunden, sind rar. Auch Temperaturen um magere 18°C muß man schonmal verkraften. Aber das ist für wettergeplagte Mitteleuropäer sicher das kleinere Übel. Also es kann durchaus passieren, daß man bei einem 4 bis 5 tägigen Aufenthalt die Stadt nicht einmal in voller, sonniger Schönheit gesehen hat. Aber auch der Nebel hat seinen Reiz. Ein Einheimischer hat uns gesagt, die schönsten Monate in San Francisco sind Oktober - Dezember. Für uns schwer vorstellbar, nicht wahr?

Unterkunfts- und Essensmöglichkeiten gibt es wie Sand am Meer. Von billig bis Luxusklasse. Fischrestaurants gibt es viele in Fisherman´s Wharf, und asiatisch ißt man natürlich in Chinatown.
 


Cable Car
Cable Car


Eingang Chinatown durch das "Dragon Gate"
Eingang zu China-Town

 

 


Golden Gate Bridge - Blick vom  "Marinehead State Park"
Golden Gate Bridge...


typische Bauweise in San Francisco
typische Bauweise der Häuser


Einkaufen fanden wir eher enttäuschend. Günstig ergattern kann man Jeans im "Forecast" an der Wharf. Dort findet man noch ein paar andere Boutiquen, wo man das eine oder andere Stück findet. Die Innenstadt Center waren alle eher Oberklasse oder Tand. Ausprobieren. Das ändert sich ja auch häufig.

In San Francisco sieht man häufiger als in anderen Städten des amerik. Westens (zumindest direkt in Touristenzentren) Armut. Viele Menschen bitten um Almosen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, was man ansonsten häufiger in den Städten des amerikanischen Ostteils findet. Aber auch das ist amerikanische Realität und es ist doch auch noch härter, als in unseren deutschen Großstädten.

Zu guter Letzt noch ein Tipp zum Parken. An abschüssigen Straßen - Räder immer zur Bordkante einschlagen und Handbremse anziehen. Sonst gibt es ein Knöllchen.

Let´s go to San Francisco.
 


 

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