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| USA
2002 - Nordwest - Teil 1

......und
es geht weiter......
m
Anfang stand wieder die Planung des ganzen Spektakels.
Frühzeitig wurde begonnen, da ziemlich schnell feststand, daß es dieses Jahr
wieder in die USA gehen sollte. Allerdings wollten wir es diesmal mit zwei
weiteren Reisegefährten versuchen. Sven und Christine hatten sich uns
angeschlossen. Amerikaneulinge!
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 Glacier
National Park
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Die Planung und Zusammenstellung aller
Komponenten übernahmen wir. Diesmal sollte es in den Nordwesten gehen. Das
stellte sich schnell als schwieriger heraus, als eine Tour im Südwesten zu
organisieren, da viele Reiseveranstalter, genaugenommen alle (die wir zur
Verfügung hatten), kaum Übernachtungsmöglichkeiten im Norden anboten. Zum
Glück gibt es ja noch das Internet, und
somit konnten wir Hotels auch direkt buchen. Den Flug nach Seattle,
Mietwagen und die restlichen Hotels (die wir aber auch tw. selbst ausfindig
gemacht hatten via Internet), buchten wir nach einigen Hin und Her, da schon
aus- gebucht und so weiter, über das Reisebüro.
Reiseführer gewälzt, Karten
besorgt, und schon konnte es losgehen. Unsere Flugzeiten und
Zwischenlandungsorte verschoben sich zwar x-mal, aber auch diese standen dann
irgendwann mal fest und unsere Tour von Seattle zum North Cascade, Glacier,
Yellowstone, in den Hells Canyon und zum Mt. Rainier und St. Helens stand
nichts mehr im Weg.
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1.Tag - 08.07.2002 / Frankfurt - Seattle |
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achdem wir am Tag zuvor mit dem Auto angerollt waren
(unsere Mitreisenden sind nämlich jetzt Frankfurter Würstchen), konnten wir uns
früh in aller Ruhe fertig machen und dann mit dem Taxi zum Flughafen fahren.
Dort angekommen, erwartete uns die erste Überraschung. Unsere Maschine nach San
Francisco war überbucht, und man bot uns einen Reisegutschein von 800 Euro an,
wenn wir erst mit der nächstmöglichen Maschine geflogen wären. Da das aber
unsere ganze Reiseplanung durcheinander gewürfelt hätte, lehnten wir dankend
ab. Zum Glück waren wir rechtzeitig genug da gewesen, dadurch konnten wir uns
das erlauben. Später wäre sicher alles voll gewesen, und wir hätten das
Nachsehen gehabt. Oder wie es ein ehemaliger Staatschef auszudrücken pflegte,
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Nun, wir waren nicht zu spät und hoben kurze Zeit später ab, Richtung
San Francisco.
Wir saßen in der letzten Reihe in der Mitte, und von Sven´s
Tisch war der Haltehebel abgebrochen und der Tisch war nur mit Klebestreifen
festgeklebt. Aber die Sicherheitsleute sagten, daß wäre okay. Sven hatte kurz
zuvor "Final Destination" gesehen, und fand das nicht. Nun, ja. Da ich das hier
schreibe, sind wir auch nicht abgestürzt, und über- haupt...ist ja nur ein Film
nicht wahr. Das die Klappe alle Nase lang runterschlug, war sicherlich nicht so
erfreulich, aber da man in den Transatlantikflügen ja eh ständig am Essen ist,
was soll`s.
Selbstverständlich kam was kommen mußte, das Einreiseprozedere.
Auch diesmal schafften wir es nicht, die Zettel auszufüllen, ohne uns zu
verschreiben, aber man hat ja Zeit.
Diesmal gab es außer Chicken und Pasta auch noch Fish, zur Auswahl, aber
im Flieger mußte das nicht unbedingt sein. Zum Glück war es kein Grüner Hering.
Schließlich landeten wir in San Francisco, brachten die Einreise hinter uns und
flogen dann weiter nach Seattle. Am Gepäckband erwartete uns dann die nächste
Überraschung - Marks Koffer war, na sagen wir mal, nicht mehr in seiner
Ausgangsform. Ziemlich verwürgt und halb offen kam er angefahren. Zum Glück
sichern wir unsere Koffer immer zusätzlich mittels Koffergurt und so kamen
seine Unterhosen nicht einzeln angefahren. Dann holten wir unser Auto (diesmal
einen Van) von der Mietwagen- station ab und kurvten damit zum Hotel. Als sehr
nützlich erwies sich dabei gleich der Stadtplan, den ich schon in Deutschland
gekauft hatte. Da es schon abends war, liefen wir nur noch kurz in der Gegend
des Hotels rum, aßen eine Riesenportion Tortilla Chips und plumsten ins Bett.
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2.Tag - 09.07.2002 / Seattle |
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eute wollten wir Seattle erkunden. Aber zuerst
stand Frühstück auf dem Plan. Da Seattle ja Heimat von "Starbucks" ist, findet
man dessen Fillialen dort an jeder Ecke, und wir schlürften dort White Chocolat
Mocca, Caramel Macchiato und andere Kaffeeleckereien und mampften Muffins.
Dann
starteten wir unsere Sightseeing - Tour. Zuerst fuhren wir mit der Monorail zum
Space Needle, genossen von oben nach der rasanten Fahrt im gläsernen Fahrstuhl,
die atemberaubende Aussicht bei strahlendem Sonnenschein und bewunderten
anschließend den Souvenirshop im Untergeschoss, in dem man ganz
werbestrategisch clever gleich ausge- laden wird. Dort kann man den Space Needle
in allen Variationen erwerben. Als Nudelmischung, Kugelschreiber, auf Tassen,
als kleine Nachbildung, Lesezeichnung und und und. Danach fuhren wir zurück und
spazierten zum Pike Place Market. Dort herrschte schon reges Treiben, und man
mußte stellenweise aufpassen, daß man keine Scholle, Makrele oder welchen Fisch
auch immer, an den Kopf geknallt bekam, die die Fischhändler zielsicher durch
die Gegend schmissen. Irgendeiner von den Fischhändlern fing die immer auf, und
dann konnte man ein Riesen - Fischpaket käuflich erwerben. Ansonsten gab es
viel Obst und Gemüse (hmmm - lecker), Blumensträuße (herrlich), Imbißstände,
Schmuck und jede Menge anderen Kram. Wir arbeiteten uns dann auch noch in die
Untergeschosse vor, dort gibt es aber mehr Kurioses und Tineff.
Anschließend
gingen wir ins Aquarium. Natürlich haben wir auch das Flugzeugmuseum besichtigt
und die Air Force One von Kennedy inspiziert. Am späten Nachmittag fuhren wir
noch in einen Supermarkt und kauften Lebensmittel, Getränke und das wichtigste
- meine geliebten Butterfinger - Riegel! Die stopfe ich mir in jedem USA -
Urlaub kiloweise rein, die sind aber auch lecker. Mmh. Abends waren wir dann
noch schön essen bei einem Italiener.
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3.Tag - 10.07.2002 / Seattle - Mt. Vernon
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ach einem Frühstück bei "Starbucks" sausten wir
noch etwas in der Stadt herum, und fuhren dann los Richtung Norden. Ziel war
heute Mt. Vernon, das für die nächsten 2 Tage unser Standort für Touren in den
North Cascade N.P. sein sollte. Da es (für amerikanische Verhältnisse) gleich
um die Ecke war, erreichten wir es auch schon am frühen Nachmittag.
Nach dem
Einchecken ins Hotel hatten wir noch den ganzen Nachmittag vor uns, und da es
zum North Cascade zu weit war für die noch vorhandene Zeit, unternahmen wir
einen Ausflug in den Washington State Park. Das ist ein kleiner, aber
niedlicher Park direkt an der Puget Sound gelegen. Gleich im Eingangsbereich
gibt es Picknick- und Grillmög- lichkeiten. Man kann auch baden gehen, uns war der
Pazifik aber entschieden zu kalt. Also fuhren wir lieber den Loop Trail ab, und
hielten hier und da an, um die Landschaft zu genießen. Die einzige, die dabei
Schwierigkeiten hatte, war Christine. Sie saß nämlich hinten, und ihre Tür war
eine Errungenschaft der modernen Technik, die leider nicht funktionierte.
Nannte sich Power - Door, und öffnete sich auf Knopf- druck. Zumindest sollte sie
das tun. Aus welchen Gründen auch immer, versagte sie uns ihre Dienste, und es
war immer ein übelster Krampf, sie manuell zu öffen. Das war auch äußerst
schwierig. Im schlimmsten Fall mußte Christine zur anderen Seite rausklettern.
Abends gingen wir dann noch in Mt. Vernon essen und dann ab in die Koje.
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4.Tag - 11.07.2002 / North Cascade N.P. |
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ach dem Frühstück ging es los. Wir fuhren die immerhin noch
50 Meilen bis zum Park und besuchten wie immer zuerst das Visitor Center.
Bereits hier zeigte sich deutlich, daß der North Cascade ein relativ wenig
frequentierter Park ist. Es ist a) eher klein für ein Visitor Center in einem
so großen N.P. und b) waren kaum Leute da. Wir erkun- digten uns nach den
Wanderwegen und kauften eine Karte.
Dann fuhren in den Park rein bis zum
Colonia Creek Campground. Dort wollten wir den Thunder Woods Nature Trail
abwandern, und ein Stück des Thunder Creek Trails. Leider war hinter der
Holzbrücke die Wanderung auch schon vorbei. Dahinter stand das Wasser kniehoch
auf hunderte Meter weit. Teilweise war es sogar noch höher. Da wir nicht in dem
Wasser rumwaten wollten, gingen wir wieder zurück und fuhren weiter auf der
Pakstraße Richtung Osten. Wir hielten am (wunderschönen) Diablo Lake Overlook
und fuhren dann bis Rainy Lake Picnic Area, von wo aus wir eine Wanderung zum
Rainy Lake / Lake Ann starten wollten. Wir wanderten flott drauf los, und
schlugen den Weg zum Maple Pass ein. Der Trail stieg steil bergan, und es ging
über Schneefelder und Geröll. Nach diversen Höhenmetern stellte sich schnell
heraus, dass unsere beiden Mitwanderer nicht genügend Kondition hatten, um die
gesamte Runde in der noch vorhandenen Zeit zu schaffen. Darum gingen wir dann
wieder zurück, nachdem wir einen tollen Ausblick auf den Rainy Lake genossen
hatten. Schließlich wollten wir nicht die Gesundheit der beiden auf´s Spiel
setzen, und Christine hat sich sowieso geweigert, auch nur noch einen Schritt in die Höhe zu tun.
Sorry, Ihr 2 -
aber eine Wanderung in den Rocky Mountains ist eben doch
was anderes, als ein Spaziergang im Harz oder Taunus.
Na, wir fuhren dann
wieder zurück nach Mt. Vernon und entspannten dann noch unsere mehr oder
weniger müden Glieder im Whirlpool des Hotels. Schön abendessen und ab ins
Bett.
Übrigens, das mit dem Essen war auch immer sehr aufregend mit Sven.
Mark,
Christine und ich hatten schon längst gewählt, aber Sven mußte immer erst so
eine halbe Stunde lang mittels Wörterbuch die Speisekarte übersetzen. Jeder,
der schon mal in Amerika Essen bestellt hat, kann sich sicherlich das kommende
Drama beim Ordern vorstellen. "Möchten Sie ihr Steak durch, medium oder
angebraten?" Möchten sie als Beilage Pommes, Bratkartoffeln, Kartoffelbrei
...." und so weiter und so fort. Man bestellt nicht einfach Steak mit Pommes
und Bohnen, oh nein. Die Kellner und Kellnerinnen kennen eine Vielzahl von
Fragen, die sie jedem Restau- rantbesucher entgegenschleudern. Nichts für
Unentschlossene. Selbst bei McDonalds kommt man um diese Prozedur nicht herum.
Und jeder der Sveni kennt, weiß wie er gelitten hat.
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5.Tag - 12. 07.2002 / North Cascade N.P.
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ür heute war eigentlich eine Wanderung zum Cascade Pass
geplant, aber nach dem gestrigen Tag war ziemlich klar, daß das verworfen
werden mußte. Darum beschlossen wir, zum Ross Dam und am Ross Lake zu wandern.
Das war für alle zu schaffen und eine sehr schöne Wanderung.
Wir überquerten
den Ross Dam und wanderten etwas oberhalb des Sees entlang zum Ross Lake Ressort. Dort sollte es so eine Art Fährservice geben, der
einen wieder auf die andere Seite brachte. Aber nichts zu sehen. Ich malte mir
schon aus, wie Tini mich schlachtete, wenn wir hätten zurück laufen müssen,
also ließ ich mir erstmal nichts anmerken und marschierte schnurstracks in die
Lobby und fragte einfach ob es eine Möglichkeit gäbe, dass uns jemand über den
See bringt. Und das ging auch, 1$ pro Person und schon saßen wir entspannt im
Motorboot und düsten über den Ross Lake.
Zeit für einen Lunch am See. Den
Aufstieg zum Auto gingen wir dann paarweise jeder in seinem Tempo, und
dementsprechend zeitversetzt kamen wir auch an.Aber das ist vollkommen in
Ordnung, jeder hat ja sein eigenes Gehtempo.
Dann fuhren wir noch Richtung Mt.
Baker und haben uns dort noch umgeschaut. Auf dem Rückweg nach Mt. Vernon kamen
wir an so einer Holzschnitzer - Bude vorbei, die man häufiger dort oben sieht.
Wir hielten und spechteten mal drin rum. Eigentlich wollte ich gar nichts
kaufen, aber so ein niedlicher Bär, der aus einem Baumstamm grinste, hatte es
mir sofort angetan. Ich zahlte also stolze 55 $ und er gehörte mir.
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6.Tag - 13.07.2002 / Mt. Vernon - Whitefish |
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a sich die Probleme mit der Power - Door nicht
gegeben hatten, entschlossen wir uns auf unserer heutigen reinen Fahretappe
noch einmal die Autovermietstation in Seattle anzusteuern und den Wagen
nachsehen zu lassen. Die Leute von Alamo waren echt nett und wir bekamen einen
neuen Wagen gleichen Typs.
Los gings Richtung Montana. Wir fuhren durch riesen
Wüstengebiete, von denen wir nie gedacht hätten, daß es die hier gibt.
Unterwegs snackten wir bei Burger King und wir zwei Weiber nahmen jede
Rast- stätte mit einem Toilettenhäuschen mit. Da jeder weiß wie rar die in den
USA gesät sind, kann man das sicher verstehen.
Abends kamen wir dann in
Whitefish an. Das Hotel hatten wir via Internet gebucht, und es gab auch keine
Probleme beim Einchecken. Etwas später wollten wir noch essen gehen. Ein
interessantes Restaurant gab es auf der anderen Straßenseite. Eine mehrspurige
Straße trennte uns allerdings davon. Da ja in Amerika kaum jemand zu Fuß geht,
gab es auch keine Fußgängerampel. Wir wollten aber nach dem langen Tag im Auto
ein Stück zu Fuß laufen, und mußten uns wohl oder übel über den Highway
stürzen. Glücklicherweise war es ja schon abend und nicht mehr ganz so viel Verkehr.
Nach dem schmackhaften Abendmahl ging es dann zurück ins Hotel.
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7.Tag - 14.07.2002 / Glacier N.P.
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ür den heutigen Tag war erstmal die Erkundung des
Glaciers geplant. Nach dem Frühstück ging es los. Wieder lag eine gute Stunde
Autofahrt vor uns, bevor wir den Nationalpark überhaupt erreichten. Wie immer
führte unser erster Weg in das Visitor Center, diesmal ins Apgar V.C. Dort
informierten wir uns über Wetter und Wegbe- schaffenheit, und dann fuhren los auf
der "Going - into - the - sun" Road.
Wir fuhren am Lake Mc Donald entlang bis
zum Campground am Avalanch Creek. Von dort bewanderten wir den Trail of the
Cedars und weiter bis zum Avalanche Lake. Das ist wirklich ein toller See, der
von den umliegenden Gletschern gespeist wird. Wir wanderten am Seeufer weiter
und wurden von irgendwelchen Stechmücken oder Bremsen attackiert, aber weiter
hinten am See ließ das dann gottseidank nach. Wir machten ein lüttes Päuschen
uns snackten etwas.
Danach ging es retour und wir fuhren weiter auf der
Parkstraße. Mit diversen Stopps ging es weiter bis zum Logan Pass Visitor
Center, wo noch eine beträchtliche Menge Schnee lag. Mark und ich starteten
eine kurze Wanderung zum Aussichtspunkt Hidden Lake, Sven und Christine hatten
ihr Wandersoll für diesen Tag schon hinter sich gebracht, und zogen es daher
vor, am Visitor Center rumzuspazieren und auf uns zu warten.
Wir marschierten
also los, auf immer noch meterhohem Schnee entlang, teilweise auf ziemlich
engen und glatten Trampelpfaden, die nur einzeln und hintereinander belaufen
werden konnten. Auf einer Seite ging es hunderte Meter in die Tiefe, und ich
war froh über meine Wanderschuhe. Am Overlook war es auch ganz schön kalt, und
es pfiff ein kühles Lüftchen. Wir spähten nach Bergziegen, konnten aber keine
sichten. Dafür ein Murmeltier und die nun schon fast dazugehörenden Chipmunks
und Squirrels.
Dann machten wir uns an den Rückweg und trafen dann am
Besucher- zentrum Sven, Christine und - Bergziegen. Die tummelten sich unter den
Massen an Besuchern, wo es ihnen anscheinend besser gefällt als in der freien
Wildbahn und ließen sich nicht stören.
Wir fuhren dann noch weiter auf der
Parkstraße bis zum Jackson Glacier Overlook und fuhren dann wieder zurück. Es
war schon Nachmittag und wir mußten ja auch wieder die ganze Strecke zurück. Es
zeigte sich wieder einmal, daß die Parks riesig groß sind, und man schon gut 2
Stunden damit verbringt, durch den Glacier durchzufahren, ohne anzuhalten
versteht sich. Eigentlich wollten wir noch zum Parkteil Many Glacier, aber das
war zu weit von unserem Standort Whitefish aus. Abends fuhren wir dann noch in
die Innenstadt, bummelten dort herum und verdrückten Pizza.
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8.Tag - 15.07.2002 / Glacier N.P.
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owohl die geplante Grinell - Gletscher -
Wanderung, als auch die Wanderung zum Cracker Lake mußten verworfen werden, da
das Gebiet einfach zu weit weg war von Whitefish. Da könnt ihr mal wieder
sehen, daß uns gar nichts anderes übrig bleibt, als immer wieder in die USA zu
fahren. Schließlich müssen wir das ja unbedingt noch nachholen. Immer wieder
dasselbe, man kommt einfach nicht davon los. Aber zurück zum Thema.
Da das
Gebiet um den Glacier Park tollstes Rafting - Gebiet ist, ent- schlossen Sven und
ich, eine Rafting - Tour zu unternehmen. Mark und Christine war das nichts,
die wollten nicht naß werden. Angsthasen!
Wir hatten bei der gestrigen Anfahrt
schon diverse Anbieter gesichtet, und fuhren zur Glacier Rafting Company gleich
am Parkeingang. Es waren auch noch 2 Plätze frei und wir buchten. Die Wartezeit
gestaltete sich sehr lustig, da Sveni leicht aufgeregt war und alle paar
Minuten Richtung Toilette entschwand. Wir hatten schon Bammel, daß er auf dem
Klo den Start verpassen würde. Aber als es dann losging, war er auch da.
Zuerst
brachte uns ein Bus zum Startpunkt der Rafting - Tour (Mark und Tini im Auto
hinterher), und im Bus wurden die Guides vorgestellt, und das Wichtigste zum
Thema Rafting erläutert. Ryan, unser Bootsführer, erklärte uns, das Wichtigste
sei, im Boot zu bleiben, und wie man im Falle eines Falles in der Rückenlage im
Wasser treiben soll. Alle lachten, keiner dachte ernsthaft, daß später bitterer
Ernst daraus wurde.
Am Startpunkt bekamen wir unsere Rettungswesten, und ich
sah aus wie ein Luftballon kurz vorm Platzen. Zum Glück ging das allen mehr
oder weniger so, und schon gings los. Wir klemmten auf dem Schlauchboot- rand und
hielten uns an unserem Paddel fest. Üben stand auf dem Stundenplan. Vorwärts,
Rückwärts, Drehen. Zu meinem Erstaunen paddelten wir nicht auf den flachen
Passagen, so wie ich das ange- nommen hatte, nö - da ließen wir uns treiben.
Paddeln mußten wir in den Stromschnellen, weil es da ja so "einfach" war, das
Paddel überhaupt ins Wasser zu kriegen. Aber es machte tierisch Spaß. Schon
nach der ersten Stromschnelle war ich naß. Sven kicherte sich kaputt, er war noch
trocken. Das änderte sich erfreulicherweise wenig später. So fuhren wir dahin,
und die ersten 2, 3 Stromschnellen ging alles prima. Dann fuhren wir die
nächste an, und auf einmal passierte es - das junge Mädchen vor mir verlor das
Gleichgewicht - und weg war sie! Zum
Glück reagierte ihr Vater, der vor ihr saß, geistesgegenwärtig und packte sie
sofort, so daß sie nicht abgetrieben wurde, und gleich wieder ins Boot gezogen
werden konnte. Mir ist fast das Herz stehen geblieben. Mann, daß hätte keiner
gedacht. Aber so schnell kann es gehen. Dann mußten wir noch ihr Paddel wieder
einsammeln, und weiter gings.
An der größten Stromschnelle stand dann auch eine
Fotografentruppe, die uns toll ablichtete, wie wir da durchschossen. Mark und
Christine hatten auch einige Abenteuer zu bestehen, die beiden sind nämlich mit
dem Auto hinterhergefahren, und haben uns gefilmt. Dabei wurden sie beinahe vom
Zug überrollt, da sie auf den Schienen rumgeturnt sind. Na, die Züge fahren da
zum Glück nicht so schnell und sie konnten recht- zeitig zur Seite hüpfen.
Dann
waren die knapp 4 Stunden auch schon wieder vorbei. Das ist Fun ohne Ende.
Unbedingt empfehlenswert. Nachmittags
machten wir dann noch eine Wanderung an den McDonalds - Falls, vorbei an den
Cascade Falls zum John Lake und zurück (dabei mußten wir bergeweise
Pferdemisthaufen umrunden, da wir einmal zu früh abgebogen waren und auf dem
hauptsäch- lich von Reitergruppen frequentierten Weg gingen) und abends gingen
wir dann wieder schön speisen.
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9. Tag - 16.07.2002 / Whitefish - West Yellowstone
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eute stand wieder ein Fahrtag auf dem Programm, es
ging in Richtung Yellowstone N.P.
Zwischendrin ging ein schlimmes Gewitter nieder, aber wir sassen ja im
Auto. Am Nachmittag kamen wir dann in West Yellowstone an, und nachdem wir im
Hotel eingecheckt hatten, düsten wir noch in den Yellowstone N. P.
Wir
sichteten aus weiter Ferne einen Elch, (der Buschfunk meldete eine
Bärensichtung, war ja dann aber doch ein Elch), und spazierten die Runde im
Midway Geysir Basin ab. Natürlich sahen wir gleich jede Menge Wild, wie sich
das gehört im Yellowstone. Wapitis, Bison und Murmeltiere. Abends kehrten wir
dann in der besten Pizza - Bude der Stadt
ein, und liesen es uns schmecken.
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