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USA 2002 - Nordwest - Teil 2


 

 

 

10.Tag - 17.07.2002 / Yellowstone N.P.
 
 

a Sven und Christine ja noch nicht im Yellowstone waren, stand für heute der Grand Loop auf dem Programm. Zuerst beobachteten wir einen Bison, der den Fluß durchwatete, dann fuhren wir den Firehole Drive ab. Ein Osprey saß gleich an der Straße dekorativ auf einem Baumwipfel.

Weiter ging es Richtung Norden zum Norris Geysir Basin, das wir auch noch nicht kannten. Vorbei am Steamboat Geysir ging es zum Ecchinus, der auch just ausbrach. Danach fuhren wir weiter zum Grand Canyon of the Yellowstone,  wo wir vom Grandview - Point aus den Upper Fall des Yellowstone Rivers betrachteten.

Am Canyon Visitor Center snackten wir eine Kleinigkeit, bevor es weiter ging. Wir fuhren weiter Richtung Norden.Ich fotografierte Wildblumen, lag längelangs auf dem Boden (was man so alles macht für ein schönes Foto) und die anderen machten sich oben einen Scherz draus, mich dabei zu filmen. Lustigerweise hielten daraufhin gleich x Autos an, deren Insassen gleich dachten, sie hätten einen Bären oder so was gesichtet. Na, war nur ich.

Christine wünschte sich ja schon den ganzen Tag  "ich will einen Bären sehen". Na ja, das ist zwar möglich, aber das uns das passierte, hielten wir eher für unwahrscheinlich. Plötzlich war auf einmal Stau auf der Straße, und wir dachten erst, dass das 20 - jährige Straßenbaupro- gramm uns wieder ein Schnippchen geschlagen hatte, aber wir konnten nichts sehen.

Wie das immer so ist, wollten alle im Auto wissen was los war, aber keiner wollte gucken gehen. Also hüpfte ich aus dem Wagen und lief ein Stück nach vorn. Dort sichtete ich in einem schönen Wiesengrunde - einen Grizzly!

Diesmal hatte ich gleich meinen Fotoapparat dabei und schoß erstmal ein paar Aufnahmen. Leider hatte ich dieses Jahr mein 300 - Teleobjektiv zu Hause gelassen, da man sich nun mal entscheiden muß - Wandern oder Fotografieren, zumindest was die Ausrüstungsgröße angeht. Ich fotografiere schon auch auf den Wanderungen, beschränke mich dabei aber immer auf eine kleinere Ausrüstung - aus Gewichtsgründen. Außerdem ist nicht immer die technische Ausrüstung ausschlaggebend nicht wahr.

Zwischendurch wedelte ich wie verrückt und versuchte den anderen meine Entdeckung irgendwie begreiflich zu machen. Leider stand bei allen dreien irgendwer auf der Leitung, und die taten gar nicht so, als ob sie mal kommen würden. Also hechtete ich retour zum Auto und erstattete Bericht. Da hättet ihr sie mal springen sehen sollen.

Mittlerweile standen natürlich noch andere Parkbesucher da und beobachteten Meister Petz, der sich gar nicht kümmerte und weiter mampfte, bis er im Wald verschwand. Danach konnten wir dann auch unsere Fahrt fortsetzen.

Als wir anhielten um Pronghorns (Gabelantilopen) zu beobachten kam ein PKW angerauscht, und  erzählte uns, das ein Stück weiter ein Grizzly gesichtet worden sein soll. Na, den hatten wir ja schon gesehen, und außerdem war er jetzt eh weg. Christine freute sich natürlich, dass ihr Wunsch in Erfüllung gegangen war, und wünschte sich jetzt ununter- brochen "ich will einen Wolf sehen". Dieser fromme Wunsch wurde ihr allerdings nicht erfüllt.

Weiter gings bis zu den Mammoth Hot Springs, wo wir erstmal die beiden absetzten, und dann zur Reitstation gleich auf der anderen Straßenseite fuhren. In der Zeit, in der Sven und Christine die Mammoth Hot Springs erkundeten, wollte ich eigentlich eine Runde auf dem Pferderücken drehen, leider war schon alles ausgebucht.

Also spazierten wir auch noch mal an den Hot Springs herum. Dann fuhren wir weiter zurück und es war auch schon wieder reichlich spät, so dass wir dann wieder aus dem Park rausfuhren, und noch etwas in West Yellowstone bummelten.

Wir hatten beschlossen, Woody, unseren Holzbären aus dem North Cascade per Postweg  nach Deutschland zu versenden, da er ja doch sehr schwer war, und als Handgepäck auch sehr unhandlich. Wir zur Post, erstmal Verpackungsmaterial besorgt. Ein Karton und diese Folie, die so Blasen hat wurden gekauft, zum Auffüllen der Leerräume kramten wir den Papierkorb leer. Danach entschieden wir noch auf welchem Wege der Bär seine Reise antreten sollte, und schon war es geschafft.

Luftpost war zu teuer, daher ging Woody auf Seereise. Insgesamt kostete uns der Versand nochmal runde 38 $ und reichlich Nerven, ob er wirklich jemals in Deutschland ankommen sollte. (Überraschender Weise stand schon nach knapp 4 Wochen der Postbote mit einem Paket aus Amerika vor der Tür).

Anschließend buchte ich gleich telefonisch eine Jet-Boot - Fahrt auf dem Snake River für uns, die wir am 20.07.02 antreten wollten. Den Abend liesen wir dann beim Essen ausklingen.


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11. Tag - 18.07.2002 / Yellowstone N.P.
 
 

eute wollten Sven und Christine sich das Upper Geysir Basin rund um den Old Faithful Geysir ansehen, und da wir das ja schon mal gesehen hatten, beschlossen Mark und ich eine Wanderung zu den Twin Buttes zu unternehmen.

Wir wanderten gemütlich vorbei an den Fairy Falls, bis zum Spray Geysir, wo wir auf Holzstämmen, die lose über heißem Wasser aus dem weiter oben liegenden Imperial Geysir lagen, kletterten.

Dann ging es weiter zu diesem und auf den Berg hinauf. Hier war nur noch ein Trampelpfad übriggeblieben. Außer uns war hier auch niemand mehr unterwegs. Auf dem Rückweg konnten wir am Wasserfall noch ein Nackedei ins Wasser hupsen sehen, der sich anscheinend völlig unbe- obachtet fühlte.

Es hatte sich zugezogen und mittlerweile donnerte es auch gewaltig. Als wir am Old Faithful Parkplatz ankamen, wo wir mit Sven und Christine verabredet waren, kam ein Wolkenbruch herunter, der sich gewaschen hatte. Und uns gleich mit. Na, wir hatten alle Regenjacken dabei. Daher blieben wir doch relativ trocken.

Die Regenperiode überbrückten wir mit einem kleinen Snack und dann fuhren wir noch mal zu einem Reitstützpunkt, aber alle Reittouren für diesen Nachmittag waren aufgrund der Wettersituation abgesagt.

Wir verliesen den Park und bummelten abends noch durch West Yellow- stone, und speisten in einem schönen Restaurant, wo Sven sein tollstes Essen in den USA zu sich nahm. War auch mit das teuerste. Essensmäßig hatte der Gute nämlich so seine Probleme. Ihr wißt schon, mäklig und so.


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12. Tag - 19.07.2002 / West Yellowstone - Riggins

 

eute lag wieder eine lange Fahretappe vor uns. Und damit ging der Tag auch hin. Allerdings führte uns unsere Route durch das schöne Idaho, und es ist wirklich ein toller Bundesstaat. Wieder ein Grund, noch mal hin zu fahren.

Am späten Nachmittag kamen wir dann in Riggins an, daß sich, na sagen wir mal, als eher klein entpuppte. Aber das Hotel war echt toll. Und auch die Gaststätten waren okay. Fanden zumindest Mark, Christine und ich. Unser selbsternannter Feinschmecker kam hier eher weniger auf seine Kosten. Aber, man kann nicht alles haben, nicht wahr.

Wir wollten noch zu einem Aussichstpunkt fahren, von dem aus man einen tollen Blick auf den Hells Canyon haben soll, allerdings war der Weg dort hoch nur was für Geländewagen. Die ersten 12 Meilen gingen ja noch - Schotterpiste (psst, nicht an Alamo verraten), aber dann wurde es hammerhart, tiefausgefahrene Waldwege die unser Wägelchen unmöglich schaffen konnte. Auf 8 Meilen Fußmarsch hatte auch keiner so rechte Lust, also gings wieder retour ins Tal. Es war eh schon abends und wir mußten morgen ja früh raus.


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13. Tag - 20.07.2002 / Hells Canyon N.R.A.
 
 

ür heute war ja unsere Jet-Boat - Fahrt auf dem Snake River geplant, und wir standen recht zeitig auf, da wir ja ein gutes Stück zu fahren hatten. Zuerst ging es auf dem Highway nach Süden, und wir hatten unserer Meinung nach genügend Fahrzeit eingeplant, entsprechend der Strecke die wir auf der Karte rausgesucht hatten.

Leider mußten wir bald feststellen, daß das wieder mal nicht so klappte, da 200 Kilometer in Amerika nicht zu vergleichen sind mit 200 Kilometer in Deutschland. Auf der Karte hatten wir eine Abkürzung auf einer klitzekleinen Landstraße ausgemacht, die wir ewig suchten, dann einen Anwohner fragten, und dieser uns mitteilte, daß die Straße unpassierbar war für PKW. Na prima.

Wir also weiter auf der Straße, und natürlich war der Umweg weiter. Hinzukam, daß wir dann etliche Kilometer im Canyongebiet auf Serpen- tinen fahren mußten, die es tierisch in sich hatten, und die man auf der Karte natürlich nicht als soche erkennen konnte. Alle guckten schon bange auf ihre Uhren. Um 10.00 Uhr sollte es losgehen, und wir waren noch meilenweit entfernt.

Mark fuhr was das Zeug hielt. 20 mph waren erlaubt, aber wir gaben Gas und es ging in tolldreister Fahrt um die Kurven. Schließlich wollten wir die Bootsfahrt nicht verpassen. Sven wurde mittlerweile schon ziemlich blass um die Nase und es kam wie es kommen mußte, der Gute mußte brechen. Wir ran an den Straßenrand. Dann gaben wir ihm eine Tüte, und es dauerte nicht lange da ergoß sich der nächste Schwall.

Wir pendelten derweil immer zwischen Oregon und Idaho hin und her, da der Hells Canyon die natürliche Grenze zwischen den Bundesstaaten darstellt, und je nach dem auf welcher Seite man fuhr, befand man sich eben in dem einen oder anderen  Staat.

Nach der nächsten Brechattacke von Sven stand für ihn fest, das er nicht mehr an der Bootsfahrt interessiert war. Wir restlichen 3 wollten aber noch fahren, und punkt 10.00 Uhr waren wir an der Bootsstelle. Ich sauste wie der Blitz los, und wir hatten Glück. Unser Boot war noch nicht abgefahren. Ich zahlte schnell, und die Leute auf dem Boot warteten dann auch, bis wir alle an bord waren. Sven ruhte sich derweil von der Fahrt aus.

Das Schnellboot schoß durch den Fluß, und der Kapitän und die Begleiterin erklärten viel über das Canyongebiet. Der Hells Canyon ist der tiefste Canyon Amerikas. Wir hielten auch an, und besichtigten eine Wohn- und Kultstätte eines alten Indianerstammes. Es gab auch Höhlen dort, in der sich gern Klapperschlangen aufhielten. Die Reisebegleiterin stellte uns frei, ob wir mal rein gucken wollten. Na, ich war nicht scharf drauf, und Christine auch nicht. Wer allerdings unsere ersten beiden Reiseberichte gelesen hat, weiß wer unbedingt da reinkrappeln mußte - richtig - Mark. Er hat dann auch eine schlafende! Klapperschlange gefilmt.

Die Begleiterin erklärte uns dann auch noch, welche Felsformation welche Bedeutung hatte. Unter anderem sollte man ein Schattenmännchen sehen können, um diese Uhrzeit, das die Indianer veehrt hatten. Alle sahen es - ich konnte nichts erkennen. Dann bekam ich es noch mal extra von der Begleiterin gezeigt, und dann dachte ich das ich es gesehen hatte. Auf dem Video zu hause hab ich dann das Schattenmännchen erstmals wirklich gesehen. Manchmal ist man eben echt blind.

Zurück auf dem Boot gab es dann noch einen superleckeren Lunch, mit noch leckeren Brownies, und dann ging es den Fluß wieder hoch, zur Staumauer und zurück zum Anlegeplatz. Die Stunden gingen wie im Fluge vorbei, und auch Sven ging es mittlerweile etwas besser. Auf dem Rückweg nach Riggings konnten wir uns dann ja auch etwas mehr Zeit lassen, so daß bei niemandem mehr Brechreiz entstand.


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14 Tag - 21.07.2002 / Riggins - Chehalis

 

eute war wieder ein Fahrtag anberaumt, immerhin mußten wir ganz Oregon durchqueren um zu unserem nächsten Ziel - Chehalis zu gelangen, das Ausgangspunkt für Touren zum Mt. Rainier und zum St. Helens sein sollte.

Nachmittags kamen wir dann im Hotel an, und da es zu spät war, um noch in einen Park zu fahren, nutzen wir die restliche Zeit des Tages, um uns in den Malls umzusehen und zu bummeln. Abends stärkten wir uns noch für den nächsten Tag.


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15. Tag - 22.07.2002 / Mt. Rainier N.P.
 
 

a es ein herrlicher Tag mit blauem Himmel und Sonnenschein war, entschlossen wir uns, zuerst zum Mt. Rainier zu fahren. Schon beim Einfahren in den Park  bestaunten wir die üppige Natur, mit Regenwaldanteilen.

Ein Stopp an den Narada Falls zur rechten Zeit, und wir konnten uns am Anblick der Regenbögen erfreuen, die nur vormittags bei entsprechendem Sonneneinfall zu sehen sind. Weiter ging es in den Park und schon bald präsendierte sich der Rainier in seiner ganzen Pracht. Wir hatten echt tolles Wetter.

Am Visitor Center angekommen, besuchten wir dieses und unternahmen anschließend einen Spaziergang auf dem gleich anschließenden Natur- lehrpfad, der teilweise noch gut verschneit war. Eine Vielzahl an Wild- blumen waren schon am blühen, aber ich denke ein paar Wochen später ist es bestimmt noch toller gewesen. Außerdem kreuzte ein echt dickes Murmeltier unseren Weg.

Weiter ging es dann durch den Park an den Reflection Lakes vorbei bis nach Sunrise. Das ist ein wirklich herrlicher Parkteil mit vielen Blumen- wiesen. Im Visitorcenter fragte ich nach dem Wanderweg zum Burrough Mountain, da Mark und ich diesen bewandern wollten. Der Ranger zeigte uns die Stellen auf einer Karte, die noch verschneit waren, meinte aber, das er gut zu bewandern sei.

Los ging es auf dem Burrough Mountain Trail. Sven und Christine zogen es vor, in der Nähe des V.C. zu spazieren. Wir wanderten am Frozen Lake vorbei bis zum First Burrogh Mountain, und genossen den tollen Ausblick auf die Gletscher des Rainiers, u. a. auch auf den Emmond Glacier, den größten am Berg.

Normalerweise wären wir noch bis zum Second Burrough Mountain gelaufen, aber das hätte doch etwas zu lange gedauert, und die beiden unten hätten noch länger auf uns warten müssen. Also ging  es wieder bergab. Eine etwas knuffigere Passage war noch zu überqueren, der Weg war eng und noch mit Schnee und Eis bedeckt und dadurch glatt und rutschig an dieser Stelle, und man konnte nur hintereinander gehen, da es rechter Hand hunderte Meter in die Tiefe ging. Aber es waren nur vielleicht 100 Meter und danach konnte man wieder unbeschwert laufen.

Unten angekommen fanden wir Sven und Christine in dem Schnellres- taurant, aßen daher auch eine Kleinigkeit und dann verließen wir den Park auch schon wieder, da es wieder bereits später Nachmittag war. Abends stöbertern wir noch im Supermarkt herum, und wurden von einem Verkäufer "verfolgt", der ständig wissen wollte, wie wir die Buchstaben in Deutschland aussprechen. Mußte woll gehört haben, wie wir uns unterhalten haben, und war schwer am deutschen ABC interessiert. Lustig. Immer wenn wir dachten, wir hätten seine Neugier befriedigt, kreuzte er in einer anderen Regalreihe unsere Wege, und schon ging`s wieder los.


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16. Tag - 23.07.2002 / Mount St. Helens N.M.

 

ür heute war eine Tour zum St. Helens geplant, und es war irgendwie passend (fand ich) zu diesem Berg bewölkt.

Wir fuhren in den Teil mit dem Namen "Windy Rigde", da man von hier eine gute Sicht in den Krater des Vulkans haben sollte. War auch so. In dem umliegend Waldgebiet ist es üppig grün, und wenn man dann in die zerstörten Regionen kommt, findet man die reinste Mondlandschaft vor. Ziemlich abgefahren. Und eine Stille herrscht hier. Schaurig. Ich meine, auch im Bryce Canyon in Utah ist es total still, aber das ist noch anders. Hier ist es die Kombination aus Landschaft und Stille.

Ich meine, vor 22 Jahren war hier oben auch alles grün und mit Tieren bevölkert, und dann kam der Vulkanausbruch und der Tod. Innerhalb von Minuten. Da werden einem die Kräfte der Natur erst wieder richtig ins Bewußtsein gerückt. So, jetzt ist es aber genug mit ernsthaften Gedanken, sonst holen noch einige Leser ihre Taschentücher hervor, und das wollen wir ja nicht. Daher erwähne ich auch gleich, daß die Natur dabei ist, alles wieder ins Lot zu bringen, und zwischen den vielen Baumleichen sprießen schon jede Menge junge Bäume und Pflanzen  und auch die Tiere kehren wieder zurück.

Wie sagte Jeff Goldblum so schön in "Jurassic Park": Das Leben sucht sich einen Weg". Und um mit Herrn Wowereit abzuschließen: "Und das ist auch gut so!!" (Inzwischen dürfte auch dem Letzten aufgefallen sein, daß wir fleißige Kinogänger sind, nicht wahr, :-) ! Also der Letztgenannte ist Berlins derzeitiger Bürgermeister, nur um Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen, nicht daß noch einer behauptet hier steht der wäre ein Schauspieler, :-) grins)

So,  nun aber endgültig zurück zu unseren Erlebnissen. Also, wir sind alle die (wirklich) vielen Treppenstufen zum Aussichtspunkt emporgeklommen, sollte jeder tun, es lohnt sich. Dann haben wir noch hier und da angehalten und die Gegend bestaunt, und anschließend fuhren wir noch zur Ape Cave.

Das ist eine Höhle, besser gesagt eine Lava - Röhre, die etliche Kilometer lang ist, und die man auf eigene Faust oder mit Führung erkunden kann. Wir waren für die erste Variante, liehen uns fix Petroleumlaternen aus, und marschierten los.

In der Röhre herrschte eine völlige Dunkelheit, nur unsere Laternen spendeten uns Licht. Zur Sicherheit hatten wir noch 2 Taschenlampen mitbekommen, die aber nicht wirklich ausreichend Licht abstrahlten. Na, war ja auch nur Notbeleuchtung. In der Höhle war es echt frisch, aber wir hatten ja alle Pullover mit.

Wir gingen erst 2 Meilen in die untere Röhre bis diese zu ende war, d. h. es ging noch weiter, aber da hätte man auf dem Bauch roben müssen, also ging es wieder zurück und noch ein Stück in die obere Höhle. Die hatte noch einen Ausgang an ihrem Ende, aber der war über 4 Meilen entfernt, und außerdem lag ein riesen Geröllhaufen auf dem Weg, den wir überklettern hätten müssen.

Wir kletterten auch etwas darauf herum, aber so richtig fanden wir keinen sicheren Weg, der Haufen nahm kein Ende, Christine wollte nicht klettern, und die Zeit wurde knapp. Die Höhle schloß nämlich schon 16.00 Uhr und das war es fast. Wir wären also niemals rechtzeitig hinten angekommen. Also beliessen wir es dabei und verließen die Röhre wieder. Zurück nach Chehalis dauerte es auch noch eine ganze Weile, und so war es wieder abends als wir im Hotel ankamen. Ab in den Pool, und dann essen.


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17. Tag - 24.07.2002 / Chehalis - Seattle

 

a unser Aufenthaltsort nicht weit von Seattle entfernt war, hatten wir eigentlich ursprünglich geplant, noch mal in einem Park eine längere Tour zu wandern. Da das aber nicht so ganz das richtige für die beiden Großstädter war, verwarfen wir diesen Plan und beschlossen, gleich nach Seattle zu fahren und noch etwas in einer großen Mall zu shoppen.

Leider hat ihnen das auch nicht so richtig gefallen, so was hätten sie in Frankfurt schließlich auch, aber für uns aus der Provinz wäre das ja was anderes. Naja, da kann man geteilter Meinung sein, wir finden Shopping in Amiland wesentlich cooler als bei uns, die haben echt coole Klamotten, die man so schnell nicht hier findet. Aber Geschmäcker sind eben verschieden, da kann man nichts machen.

Also, fuhren wir gleich weiter zum Hotel, wo wir dann noch warten mußten, da es völlig überfüllt war, und das Reinigungspersonal nicht hinterherkam mit dem Fertigmachen der Zimmer. Eigentlich nicht schlimm, aber die anderen waren irgendwie genervt. Also ging ich allein zum Starbucks und holte mir erstmal einen Frozen Cafe.

In der Hotel - Lobby war die Stimmung am Boden und jeder muffelte so vor sich hin. Dann war endlich unser Zimmer fertig und wir erstmal hoch. Ich war fest entschlossen meinen letzten Tag in USA nicht im Hotelzimmer zu verbringen, und Mark sah das auch so.

Sven war der Meinung er hätte in Seattle ja schon alles gesehen, aber sie entschlossen sich dann doch mitzukommen. Ich denke, das haben sie nicht bereut, denn mal ehrlich, wer kennt schon nach 1 Tag und 3,4 Sehenswürdigkeiten  eine ganze Stadt?! Wir besuchten noch den Queen Ann Hill, und spätestens als wir die herrliche Aussicht auf Downtown genossen, war wieder alles in Butter auf dem Kutter.

Dann ging es noch nach West Seattle, in den Schmitz Park und an den Alki Beach. Abends wollten wir dann noch in Pegasus Pizza & Pasta essen, da war allerdings zur Zeit alles voll. Also ließen wir uns auf die Warteliste setzen, spazierten noch eine halbe Stunde an der Strandpromenade entlang und dann konnten wir es uns schmecken lassen.

Zu guter Letzt drehten wir noch eine Runde auf Mercer Island, und bestaunten die Traumvillen die dort stehen. Es war schon dunkel als wir ins Hotel zurückkehrten.


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18.Tag - 25.07.2002 / Seattle - Frankfurt

 

ür heute stand also unser Rückflug auf dem Programm. Wir schliefen aus und liessen uns Zeit beim Duschen und so, unser Flieger sollte ja erst Mittag starten. Wir bummelten rum und so gegen 8. 30 Uhr guckte Mark noch mal zufällig auf die Tickets. Schock!

Unser Flugzeug sollte schon in 2 Stunden starten! Ungläubig starrten wir auf die Tickets - und dann gings los. Zum Glück mußten wir großartig nichts mehr packen, das hatten wir schon abends noch erledigt und ja sowieso die ganze Zeit aus dem Koffer gelebt. Schnell alles zugemacht - für Marks Koffer hatten wir noch ein zusätliches Kofferband besorgt, ausgecheckt uns los gings.

Wir mußten ja noch eine Tankstelle suchen, wurden zum Glück auch fündig und ab zum Flughafen. Auto abgegeben - wie immer problemlos und zum Terminal. Einchecken, Sven wurde extra scharf gefilzt - Buh, geschafft. Wir konnten sogar noch ne Kleinigkeit zu essen holen und schon sassen wir im Flugzeug Richtung Denver.

Irgendwie muß uns der richtige Zeitpunkt durch die ständigen Verschiebungen durch die Lappen gegangen sein. Zum Glück ist Mark ein Kontrollfreak - und kontrolliert alles tausendmal. Ich hätte um 10.40 Uhr noch im Hotel gehockt und von nichts ne Ahnung gehabt, das könnt ihr wissen. Na, das war ja noch mal gut gegangen.

In Denver hatten wir etwas Aufenthalt, bevor es weiter ging nach Chicago. Schließlich waren alle im Flugzeug, aber wir hoben nicht ab. Computerprobleme - es geht gleich los. Nach einer Stunde glaubte das keiner mehr, und da waren es dann auch schon Probleme mit der Maschine. Noch ne Stunde später - standen wir wieder im Flughafen- gebäude von Denver.

Unsere Maschine war kaputt und konnte nicht starten. Also zum Sevice - Schalter. Wir hatten die Wahl. Entweder in Denver übernachten, und früh erst nach Chicago und dann weiter nach Deutschland, oder noch nach Chicago und da übernachten. Fest stand, daß wir heute nicht mehr bis Frankfurt kommen würden. Wir entschieden uns wenigstens bis nach Chicago vorzudringen, und mußten gleich darauf rennen, denn die Maschine dorthin war schon beim Boarding.

Spät abends kamen wir dann in Chicago an, und holten am Service unsere Übernachtungsscheine und Essensgutscheine ab. Immerhin wird man bestens versorgt, das steht fest. Dann warteten wir diverse Zeit am Gepäckband auf unsere Koffer. Das Band leerte sich und zum Schluß drehten noch ein paar einsame Koffer ihre Runden, nur unsere nicht. Wir warteten, aber nichts kam. Also zum Koffer - Schalter, wo uns gesagt wurde, das Koffer, die schon durchgecheckt sind für den Transit, den Tranistbereich nicht verlassen dürfen.

Klasse, da standen wir also in Chicago ohne Zahnbürste, Kamm oder Schlafzeug. Naja. Es war schon bereits nach 22.00 Uhr, und wir gingen zum Bussteig für die Hoteltransfers. Wir warteten, aber es kam kein Bus für unser Hotel. Drinnen hatten wir so eine Telefonwand gesehen, von der aus man alle diese Flughafenhotels anrufen konnte. Also versuchte ich dort mein Glück, und siehe da, ich erreichte jemanden, der prompt den Bus losschickte und ein paar  Minuten später ging es Richtung Hotel.

An der Rezeption schnorrten wir "Erste Hilfe - Kosmetik - Pakete" mit Zahnbürste, Kamm und Rasierzeug drin. Zum Glück haben Hotels ja sowas vorrätig. Dann gingen wir noch was essen in dem Restaurant um die Ecke und weit nach Mitternacht fielen wir totmüde ins Bett.


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19.Tag - 26.07.2002 / Chicaco - Frankfurt

 

ir konnten wieder ausschlafen, diesmal ging unser Flug wirklich erst Mittags. Nach einem tollen Frühstück gings zum Flughafen, wo wir noch rumbummelten, eincheckten - wieder wurde Sven rausgefiltert und gründlichst durchsucht (kleiner Tipp -  zieht Euch keine Multifunktionsweste an mit tausend Taschen wenn ihr nach Amerika ein- oder ausreist und immer freundlich gucken) und dann ging es los.

Diesmal sassen wir Economy Plus - mit mehr Beinfreiheit. Anscheinend eine kleine Entschädigung für unseren verpassten Flug. Echt tolle Sache. Buchen wir jetzt auch, wenn es geht.

Durch die Zeitverschiebung war es dann schon Samstagmorgens, 27.07.02 als wir in Frankfurt ankamen. Nun noch ein Taxi organisiert wo wir alle reinpassten, einchließlich Gepäck, und schon waren wir wieder im 7. Stock eines Frankfurter Hochhauses. Das Wetter war trüb und regnerisch.

Nach einer Tasse Kaffee schwangen wir uns in unser Auto und düsten dann noch die restlichen Kilometer bis nach Hause und schon war unser Amerika - Abenteuer 2002 auch wieder vorbei.

Bye Bye, Amerika!


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Fazit..............

 

er Nordwesten ist so schön, und wir haben viel zu wenig davon gesehen. Wir werden wohl nie nach Australien kommen, wenn das so weiter geht, :-) !

Anders bei unseren 2 Mitreisenden. Das sind die beiden ersten, die nicht am Amerika - Fieber erkrankt sind, eher im Gegenteil. Aber so ist das nun mal. Entweder erwischt es einen total und lebenslänglich ,oder eben gar nicht. Vielleicht lag es aber an der Reiseform, die wir so lieben - unabhängig und auf eigene Faust. Das war glaube ich nicht so das Wahre. Eine geführte Tour im Bus hätte den Beiden sicher besser gefallen, da haben sie auch schon gute Erfahrungen gemacht. Na, buchen wir auch mal unter der Rubrik Erfahrung ab.

Fest steht daß, auch wenn man sich so gut versteht, es in einem Urlaub nicht immer so gut funktioniert, da die Interessen und Ansprüche eben doch manchmal zu unterschiedlich sind.  Darüber sollte man sich im Vorherein im Klaren seien. Innerhalb einer Zweier - Gruppe hat man Sachverhalte schnell geklärt und ausdisskutiert, in einer Vierer - Gruppe geht das nicht so schnell und unproblematisch. Man muß dann schon sehr auf der gleichen Wellenlänge schwimmen, und dessen sollte man sich dann auch sicher sein.

Trotzdem denke ich , war es ein schöner Urlaub mit tollen Erlebnissen im noch tolleren nördlichen Amerika. Wir fahren auf jeden Fall wieder hin. Bis dahin......


God bless america! (Das bezieht sich auf Land und Leute, dem wir sehr verbunden sind, nicht auf politische Meinungen einer hoffentlich zeitlich begrenzten Regierung)

 

 

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© 1999 - 2008  Kathrin & Mark Sommer | Hettstedt | Sachsen-Anhalt                                               Impressum / Glossar