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USA 2000 - Südwest - Teil 1


......und es geht weiter......

m Anfang wollten wir eigentlich gar nicht schon wieder in die Vereinigten Staaten reisen, wegen teuer und so. Aber da wir ja nun bekanntlich am Amerika - Fieber erkrankt waren, und  wir eines Tages an einem Reisebüro vorbeischlenderten, daß ausge- rechnet mit Amerika im Schaufenster warb, haben wir "einfach mal so" wieder Reisekataloge nach Hause geschleppt.

 


Zion National Park
Zion National Park

 

Nur mal gucken, Information kann ja nicht schaden nicht wahr. Kurze Zeit später stand dann fest,  wir fahren in den Urlaub nach ....... Amerika. Gleichwohl wir nicht wieder eine vorgefertigte Mietwagenrund- reise antreten wollten.

Diesmal stellten wir unser Reiseprogramm selbst zusammen. Wo mit der Rundreise beginnen, welche Parks ansehen, welche Mietwagenfirma, Hotel vorbuchen oder nicht, und fliegen mit Lufthansa. Nach einigem Hin und Her stand die Route fest, und alles wurde gebucht. Las Vegas, Glen Canyon, Rocky Mountains N. P., Yellowstone, Grand Teton,Salt Lake City, Bryce Canyon und Zion standen auf dem Plan. Also bei weitem nicht so viele Parks wie bei der ersten Reise.

Aber wir wollten diesmal lieber etwas länger an den einzelnen Orten bleiben und diese dafür besser erkunden. Mittlerweile hatten wir auch unsere Wanderausrüstung aufgestockt und an unserer Kondition gearbeitet. Unserem zweiten Amerikaabenteuer stand also nichts mehr im Weg.


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1.Tag - 12.08.2000 / Leipzig - Las Vegas
 
 

ir flogen also wieder via Frankfurt in die USA, diesmal mit einem weiteren Zwischenstopp in Washington. Dort erledigten wir alle Formalitäten (selbstverständlich haben wir uns beim gemeinschaftlichen Ausfüllen der Einreiseformulare im Flugzeug wenigstens 1x verschrieben), und auch das Durchchecken des Gepäckes, mit dem man ja auf dem ersten Flughafen auf amerikanischem Boden zum Zoll muß (jeder Amerikatourist kennt das) verlief völlig reibungslos.

Wir hatten nicht allzu viel Aufenthalt in Washington, und ich hatte mir ernsthaft Sorgen gemacht, ob wir das Einreiseprogramm  jemals in der Zeit schaffen würden.  Aber, alles easy, alles okay. Und schon saßen wir in der Maschine, die uns nach Las Vegas bringen sollte.

Ordnungsgemäß verstauten wir unser Handgepäck im Fach, und warteten auf den Start. Es legten noch andere was rein, wie das so ist, das Flugzeug war total ausgebucht. Als es losgehen sollte, schloß die Stewardess alle Klappen. Eine ging nicht zu. Ratet mal, welche Klappe das wohl war, genau unsere.

Nach kurzer Zeit wurde festgestellt, dass das Schloß kaputt war. Der Wartungsservice mußte ran. Schloß ausgebaut. Kurz darauf bemerkte man, dass kein Ersatzteil da war. So ging das eine ganze Weile hin und her, so ungefähr eine Stunde. Natürlich konnten wir dadurch nicht starten. Als auf dem ganzen Flugplatz kein Ersatzteil aufgetrieben werden konnte, entschloß man sich dazu, das Fach leerzuräumen, meine empfindliche Kameraausrüstung in ein völlig überfülltes anderes Fach zu stopfen und die kaputte Klappe mit Klebestreifen festzukleben.

Sofort griff Mark ein und rettete meine Fotokamera aus dieser "lebens- bedrohlichen" Situation. Den Rest des Fluges, den wir dann auch noch antraten, verbrachte sie bei uns. Unter meinen Sitz konnte ich sie nicht schieben, da knaute bereits eine Perserkatze. Das dann auch noch heftige Turbulenzen auftraten und die Fernseher kaputt waren, wundert sicher keinen mehr.

Spät abends trafen wir dann in Las Vegas ein. Da wir ja alle Formalitäten erledigt hatten, dachten wir, wir könnten schnell ins Hotel, aber ein übereifriger Sicherheitsbeamter am Ausgang des Flugplatzes, hinderte uns am Verlassen des selbigen. Er kontrollierte noch mal alle Papiere und Pässe und wahr dann immer noch nicht zufrieden. Nachdem ich ihm dann auch schon leicht genervt klar machte, daß ich nicht wüßte, was er jetzt immer noch von uns wolle, hat er uns dann endlich passieren lassen. Zum Glück war das das einzige Mal, wo wir so unfreundlich behandelt worden sind. Sonst sind die Leute von den Pass- und Zollstellen, und auch die Sicherheitsbeamten immer alle sehr nett gewesen.

Totmüde kamen wir dann im Luxor an, einchecken und ab ins Bett.


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2.Tag - 13.08.2000 / Las Vegas - Lake Powell
 
 

ut erholt erwachten wir am Morgen und nach einem ausgiebigen Frühstück holten wir unser Auto ab und starteten unsere Rundreise. Diesmal hatten wir uns einen etwas größeren Wagen ausgesucht, und unser ganzes Gepäck passte in den Kofferraum.

Auf unserer Fahrt nach Page mußten wir natürlich tanken. Unser Auto war mit allen Schikanen ausgerüstet, unter anderem mit einer Fernbe- dienung. Mark hatte natürlich genau an der Tankstelle nichts anderes zu tun, als erstmal auf das rote Knöpfchen  mit der Aufschrift "Panic" zu drücken. Ein nicht zu überhörendes Hupkonzert begann. Nur wie das wieder stoppen. Also erstmal weg von der Tanke. Ich sah im Geiste schon die Cops anrollen und uns wegen Autodiebstahls verhaften. Ich dachte, wenn´s mit dem Knöpfchen angeht, muß es doch auch mit dem selben wieder ausgehen. Es war auch so, zum Glück. Weiter ging die Fahrt.

Am Nachmittag kamen wir dann in Page an und bezogen unser Hotel. Wir fuhren noch zu einem Aussichtspunkt am Lake Powell und zum Lone Rock. Beim Filmen des Lone Rock flog Marks neueste Errungenschaft (zumindest ein Teil davon, der Schaumstoffüberzug eines externes Mikrofons) durch die Gegend, was unheimlich lustig aussah. Zumindest wie er hinterhüpfte, um das "wichtige" Detail wieder einzufangen. Er konnte es auch wieder erhaschen, und so war der Abend gerettet.

Es hatte angefangen in Strömen zu gießen. Nach einem schönen Abend- essen kauften wir noch im Supermarkt ein und dann ab ins Hotel.


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3.Tag - 14.08.2000 / Lake Powell

 

n diesem Tag wollten wir früh  in den Antelope Canyon absteigen. Also fuhren wir los, und bogen gleich an der ersten Ausfahrt ab. Es stellte sich heraus das es einen Upper und einen Lower Antelope Canyon gibt. Hier mußte man erst noch mit dem Jeep fahren, genauer man wird gefahren, und da war bereits alles ausgebucht. Aber ein Stück weiter auf dem Highway  war noch die Einfahrt zu dem anderen Teil des Antelope Canyon und dort konnte man selbst absteigen.

Wir und noch eine deutsche Familie wurden von einem Navajo zum Abstieg hingeführt, und konnte dann allein den Slot Canyon erforschen.  Wir ließen der Familie den Vortritt an der schmalen Leiter, und die Tochter kletterte runter, nur um gleich wieder hochzukommen, mit den Worten "Eine Schlange, eine Klapperschlange". Diese hatte es sich gleich hinter der Leiter in einer Nische gemütlich gemacht und war wenig erfreut über die Störung.

Nach kurzer Diskussion kletterte die Mutter der Familie die Leiter herunter. Da die anderen Familienmitglieder noch zögerten, kletterten wir als nächste runter. Die Klapperschlange lag immer noch zusammengerollt in ihrer Nische und beobachtete das Treiben. Manitou sei dank, war sie noch nicht sehr groß. Ich weiß ja, dass das bei Giftschlangen nicht unbedingt ausschlaggebend ist, damals fand ich das aber irgendwie beruhigend.

Sie hatte keine Rückzugsmöglichkeit und warnte daher, ihr nicht zu Nahe zu kommen. Aber mal ganz ehrlich, wer ist da schon scharf drauf. Alle hielten gebührenden Sicherheitsabstand und so konnten wir unversehrt in den Canyon absteigen.

Wir liefen los, hörten aber noch, dass auch die anderen dem Beispiel ihrer Mutter gefolgt waren. Der Canyon war sehr schön und wirklich teilweise ganz schön eng. Die Lichtspiele waren irre. Am Ende hatte man die Wahl an der Wand hochzuklettern, oder über Leitern nach oben zu steigen. Wir entschieden uns für letztere Variante, da wir ja auch noch den Rest der Reise antreten und nicht als Skelette eine weitere Attation des Canyons darstellen wollten.

Mittags  wollten wir in der Paria Canyon Wilderness wandern gehen, fuhren aber erstmal in die falsche Richtung. Nach 2 Stunden waren wir dann an der richtigen Stelle, nur um an der Warntafel zu lesen, dass eine Flasch Flood Warnung herausgegeben wurden war. Wir überlegten noch, ob wir es trotzdem wagen sollten, als ein Ranger kam. Wir befragten ihn nach der Situation, und er meinte, dass wir auf keinen Fall reinwandern sollten, das wäre viel zu gefährlich und leichtsinnig . Die Gefahr von der Flutwelle weggespült zu werden sei viel zu groß, und da auch der Weg bis zum Startpunkt nur eine Schotter- und Sandpiste war, hätten wir da mit einem normalen PKW auch schlechte Chancen gehabt, wieder wegzukommen. Er sagte noch, dass das jetzt die ungünstigste Zeit zum Wandern im Paria Canyon sei, da fast jeden Nachmittag schwere Gewitter kamen. Also zogen wir unverrichteter Dinge wieder ab.

Wir wußten so recht nichts mit unserer gewonnenen Zeit anzufangen, und fuhren erstmal zum Hafen. Dort spazierten wir etwas am See herum, und dann fuhren wir nochmal zu einem tollen Aussichtspunkt, dem "Horseshoe Bend", dort schlengelt der Colorado River sich um eine Superkurve herum. Nachmittags donnerte es dann wirklich und abends regnete es.


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4.Tag - 15.08.2000
Lake Powell - Rocky Mountains N.P.

 
 

er heutige Tag war als reiner Fahrtag eingeplant, da es bis Loveland (was für ein Name) knappe 600 Meilen waren, die es zu bewältigen galt. Nach etwa 4 Stunden waren wir noch ganz fröhlich, nach 8 sah das schon ganz anders aus.

Uns wurde wieder einmal bewußt, daß 600 Meilen auf der Karte und 600 Meilen im Auto ein gehöriger Unterschied waren, noch dazu, wenn man nicht  schneller als 70 mph fahren darf. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, kamen dann in den Bergen auch noch sintflutartige Regenfälle dazu und bei Aquaplanning auf der Interstate hörte der Spaß dann gänzlich auf.  Zum Glück ist nichts passiert, und nach 12 Stunden Autofahrt kamen wir dann erschöpft in unserem Hotel an.

Wir hatten einen Bärenhunger und suchten noch ein Restaurant. Wir kamen in eine urige Westernkneipe namens "Lone Star". Ganz in der Tradition des gleichamigen Bundesstaates Texas gab es hier riesige Steaks und leckere Potatos. Das erweckte unsere Lebensgeister wieder und gut gestärkt fielen wir in unsere Betten.


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5.Tag - 16.08.2000 / Rocky Mountains N.P.

 

a es zum Park noch ein gutes Stück zu fahren war, brachen wir früh auf. Als erstes wollten wir die Trail Ridge Road abfahren, um uns einen Überblick zu verschaffen. Wir hielten hier und da, schauten uns tolle Ausblicke an, spazierten das eine oder andere Stück, und staunten über die vielen Wildtiere, die es hier zu sehen gab. Das war das erstemal, das wir soviele Tiere zu Gesicht bekamen. Rehe, Hirsche, Bighorn Schafe.

Am Alpine Visitor Center angekommen, war es ganz schön kalt. Wir fuhren noch ein Stück weiter, und dann wieder zurück. Am Nachmittag machten wir eine Wanderung zum Bear Lake, vorbei am Nymph Lake zum Dream Lake hinauf. Das ist wirklich ein traumhaft schöner See, und da es mittlerweile wieder regnete, waren wir auch ganz allein dort oben. Leicht durchnäßt kamen wir wieder am Auto an.

Den Abend ließen wir beim Shopping gemütlich in Loveland ausklingen.


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6.Tag - 17.08.2000 / Rocky Mountains N.P.
 
 

eute hatten wir eine Wanderung im Wild Basin geplant. Das ist ein weniger stark frequentierter Teil des Parkes, und ein tolles Wandergebiet. Wir wanderten bei strahlendem Sonnenschein los.

An den Ouzel Falls machten wir ein Picknick, und ein freches Streifen- hörnchen klaute erstmal das Salatblatt von unserem Sandwich. Wir wanderten noch ein Stück weiter, da es sich aber wieder eingetrübt hatte, und in der Ferne donnerte, beschlossen wir den Rückweg anzutreten.

Unklugerweise, wie sich später herausstellen sollte, gingen wir nicht den selben Weg zurück, sondern wollten auf einem anderen Trail das ganze als Rundweg beschließen. So marschierten wir anstatt runter erstmal wieder rauf. Wir waren natürlich just oberhalb der Baumgrenze als das Gewitter uns eingeholt hatte. Zum Zurückgehen war es allerdings auch zu spät, also gingen wir straff weiter, und erreichten dann auch die Baumgrenze schadlos.

So stapften wir weitere 3 Stunden durch den strömenden Regen. Zu allem Überfluß hatte ich mich auf der Karte verguckt (da wir keine Regenhülle hatten mußte ich ziemlich schnell gucken), und wir hatten dementsprechend den längsten Weg gewählt.

In Marks Wanderschuhen bildeten sich langsam kleine Seen, meine an- geblich wasserdichte Uhr gab ihren Geist auf und unsere Hosen klebten an den Beinen. Zum Glück hielten unsere Regenjacken den Rest trocken. Einschließlich der Rucksäcke. Ziemlich angefeuchtet kamen wir dann zum Auto, und fuhren zum Hotel. Seit diesem Erlebnis führen wir immer ausreichend Regen- und Wechselsachen im Rucksack mit.

Unseren letzten Tag in Loveland wollten wir wieder im "Lone Star" ausklingen lassen. Dort war jedoch ein Riesenandrang, also ließen wir uns auf die Warteliste setzen. Nach einer ¾ Stunde waren wir dann dran. Wir hatten wieder eine supernette Bedienung, die allerdings unsere Drinks ohne Strohhalm brachte. Wer schon einmal in den USA war weiß, daß die zu 2/3 aus Eis bestehen, und man die nicht ohne so eine Trinkhilfe schlürfen kann.

Wir versuchten auf herkömmliche Weise zu trinken, aber das war aufgrund der Eismenge einfach unmöglich. Ich zerbrach mir den Kopf, wie die Trinkröhrchen wohl auf englisch hießen. Drink Pipe für Röhrchen, oder doch eher Stick für Stäbchen? Oder noch anders????? Ich hatte selbstverständlich ein Wörterbuch mit, nur leider lag das im Hotelzimmer. Ich entschied mich dann dafür, bei der Kellnerin Drinking Sticks zu bestellen. Nach kurzem Unverständniss das sich auf ihrem Gesicht breitmachte, wußte sie dann was wir wollten, und lachte erstmal herzhaft. "Do yoe mean straws?" Straw - die Dinger heißen Straw - Strohhalm, ich hätte nie gedacht, daß die Amerikaner das auch so nennen. Strohhalm ist also ein internationaler Begriff für Trinkröhrchen. Man lernt nie aus.  Lachend brachte sie dann unsere "Drinking Sticks", wie sie noch einmal amüsiert bemerkte, und auch wir mußten ganz schön kichern.


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7.Tag - 18.08.2000
Rocky Mountains N.P. - Yellowstone N.P.


 

eute war wieder ein reiner Fahrtag anberaumt, und zwar waren es wieder c. 500 Meilen bis nach West Yellowstone. Nach einer ruhigen Fahrt quer durch Colorado und Wyoming (halt, ganz so ruhig war es auch nicht, schließlich wurden Augenzeugen einer Verfol- gungsjagd. Ein Polizeiwagen jagte einen Raser auf der Interstate, der außerdem auch noch bis unters Dach vollbeladen mit allem möglichen Zeug war) kamen wir gegen 19 Uhr am Osteingang des Parkes an.

Wir mußten "nur noch" den Yellowstone durchqueren, und schon wären wir da. Doch wer den Yellowstone kennt, weiß, dass das leichter gesagt als getan ist. Wir fuhren noch nicht allzu lange auf der Parkstraße als wir erstmals vom "20-jährigen!!" Straßenausbauprogrammes des Parks gestoppt wurden.

Dann kamen wir zum Yellowstone Lake. AH und OH. Ein Stück weiter bogen wir um eine Kurve und ein entgegenkommendes Fahrzeug flackerte uns mit Lichthupe an. Sekunden später kam der Grund auf uns zu - ein Bison. Ausweichen - Kinnlade hochklappen - Weiterfahren.

Dann die ersten heißen Quellen. Wieder anhalten - booh. Stückchen weiter - stopp!  Auf den herrlichen Wiesen im stimmungsvollen Abendlicht grasten Bisons mit ihren Jungtieren. Aber jetzt fahren wir durch. Juchu Wapitis. Halt mal an. So ging das weiter bis wir endlich den Westausgang des Parkes erreicht hatten. Gegen 21.30 Uhr checkten wir in unser Hotel ein. Noch was essen und ab in die Falle.


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8.Tag - 19.08.2000 / Yellowstone N.P.

 

eute wollten wir erstmal den Grand Loop abfahren, und uns einen Überblick über den Park verschaffen. Wir starteten nach einem ausgiebigen Frühstück noch recht zeitig am Morgen. Im Park herrschte eine herrliche Stimmung, da es recht frisch war, und die heißen Quellen wie verrückt dampften und dadurch Nebel entstand.

Zuerst steuerten wir das Visitor Center am Old Faithful an, und wir hatten auch Glück. Der Geysir sollte alsbald ausbrechen. Wir sahen uns noch etwas um, und suchten uns dann einen schönen Platz am Geysir. Es war ein tolles Schauspiel, vor strahlend blauem Himmel. Danach wanderten wir noch das Upper Geysir Basin ab, snackten eine Kleinigkeit und fuhren weiter zum Yellowstone Fall.

Auf der Fahrt dorthin kamen wir wieder durch das Hayden Valley und diesmal weidete eine riesige Bisonherde direkt neben der Straße. Es ist beeindruckend, diesen Tieren, natürlich mit gehörigem Sicherheitsab- stand, zu beobachten. Im Yellowstone Canyon angekommen besuchten wir zuerst den Upper Fall, und dann den Lower Fall. Eine kurze Wanderung zum Inspiration Point und Grand View Point folgte, wo wir den herlichen Ausblick genossen.

Weiter gings zum Tower Fall, wo wir aber kaum etwas sehen konnten, da gerade eine Horde Japaner ihre Fotoaufnahmen machen mußten, und ohne Rücksicht auf Verluste drängelten was das Zeug hielt. Wir traten den Rückzug an und erfreuten uns kurze Zeit später am Anblick eines Osprey, der auf seinem Horst saß. Diesen hätten wir aber ehrlicherweise nie gesehen, wenn nicht ein netter Tierfotograf ihn uns gezeigt hätte.

Wir fuhren weiter durch die Northern Range bis zu den Mammoth Hot Springs. Es war sehr heiß an diesem Tag, und Mark hatte sich wie immer einen Sonnenbrand eingefangen, da er der Meinung war, sich nicht eincremen zu müssen. Seine Erfahrungen zwecks Kopfbedeckung aus dem letzten Jahr waren auch vergessen gewesen, und daher waren Nase und Nacken rot wie bei einem Krebs. Das trübte die Stimmung schon gewaltig, gänzlich hin war sie dann, als bei unserem Rundgang an den (übrigens traumhaft schönen) Sinterterrassen, sein geliebter Schaum- stoff des externen Mikrofons (ihr erinnert euch sicher noch an Lake Powell) nun für immer durch einen Windstoss davongetragen wurde. Wir suchten noch eine Weile, er blieb aber auf ewig verschollen. Ich fand die ganze Angelegenheit eher lustig als tragisch, aber natürlich wurde unsere verlorengegangene Neuerwebung gebührend betrauert.

Nachdem Mark sich ob des "schweren Verlustes" wieder gefangen hatte, fuhren wir am Golden Gate vorbei, spazierten an dem Obsidian Cliff entlang und hörten den Fumarolen des Roaring Mountains zu. Kurz hinter Norris Jct. standen wir wieder im Stau. Das gab uns Gelegenheit wieder Wapitis zu beobachten.

Spät abends fuhren wir aus dem Park, und schlenderten noch in West Yellowstone herum. Nach dem opulenten Abendmahl des vorherigen Abends schoben wir uns diesen Abend ein paar Burger bei McDonald´s in die Figur.


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9. Tag - 20.08.2000 / Yellowstone N.P.

 

a wir am Tag zuvor den Park größtenteils mit dem Auto erkundet hatten, wollten wir diesmal wieder zu Fuß starten. Wir brachen noch eher auf, um vor Sonnenaufgang im Park zu sein.

Am Fountain Paint Pot war wieder diese tolle Nebelstimmung, und wir wollten ein paar Aufnahmen davon machen. So zeitig war keiner weiter da, und wir konnten in Ruhe dort herumspazieren, fotografieren und filmen.

Wir waren auf dem Rückweg zum Auto schon auf dem Parkplatz angelangt, als eine Busladung japanischer Touristen ankam, die aus dem Bus sprangen, zum Pot rasten, knipsten und gleich darauf wieder im Bus verschwanden. Wir waren froh, zeitig genug vor Ort gewesen zu sein. Nach der Attacke waren alle Wildtiere verschwunden. Es ist schon merkwürdig mit anzusehen, was Japaner so unter Reisen verstehen. Ich meine, man weiß ja, dass sie nicht viel Urlaub im Jahr haben, und viel sehen wollen, das ist auch in Ordnung. Jeder kann ja Urlaub machen nach seiner Fasson, aber teilweise sind sie dabei dermaßen rücksichtslos gegenüber Reisende (siehe Tower Falls) oder Umgebung, daß ich das nicht mehr in Ordnung finde. Nicht, das sich nun alle Deutschen vorbildlich im Ausland verhalten, schön wär´s, aberbei Japanern ist uns das sehr gehäuft aufgefallen, sozusagen ein Massenphänomen. Das aber nur am Rande bemerkt.

Nach unserem Fotostopp fuhren wir noch zum Canyon Visitor Center, um uns nach unserm Wanderweg zu erkundigen. Wir hatten vor, auf den Mt. Washburn zu wandern. Auch dort war immer noch nahezu kein Betrieb, und wir fuhren los.

An der Kreuzung standen 2 Herrschaften, und versuchten ein Auto anzuhalten. Wir stoppten, und sie fragten uns, ob wir sie bis zum Startpunkt ihrer Tour mitnehmen könnten. Ich unterhielt mich mit ihnen auf englisch, wie in den USA üblich, und da es zufällig der gleiche Startpunkt wie für uns war, sagte ich das fix Mark. (auf deutsch, klar oder). Wir wollten sie mitnehmen, die Frau hörte uns zu, und meinte dann, dass wir uns ja dann auch auf deutsch unterhalten könnten.

Brigitte und Hajo waren auch deutsche Urlauber, nur (beneidenswerter Weise ) mit mehr Zeit ( 3 Monate wollten sie durch den Westen reisen). Ihre Tour war keine Rundtour, und daher mußten sie irgendwie zum Startpunkt kommen.

Auf der Fahrt unterhielten wir uns gut, und sie schlugen uns vor, ihre Tour mitzugehen. Wir wollten es uns überlegen, bis zum Gipfel des Mt. Washburn führte jedenfalls der gleiche Weg. Nach oben ging jeder für sich, aber nach einer Rast auf dem Gipfel entschieden wir uns, mit den beiden mitzuwandern.

So wanderten wir insgesamt 27 km durch den Yellowstone Park, und auf 20 km davon trafen wir keine Menschenseele. Und das in der Hochsaison. Es war toll. Kleine heiße Quellen, Schlammtöpfe und Wald, Wald, Wald.

Abends, als wir dann wieder angekommen waren, fuhren Brigitte und Hajo uns mit ihrem Wohnmobil dann wieder zu unserem Auto. Hey, falls Ihr 2 Euch mal auf unsere Seite verirrt......Schönen Gruß. Ziemlich fußlahm fuhren wir dann zum Hotel und nach dem Essen schliefen wir wie die Murmeltiere.

 

 

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