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USA 1999 - Südwest - Teil 1


Wie alles begann......

ach langem Hin und Her hatten wir uns entschlossen, dieses Jahr unseren Traum Wirklichkeit werden zu lassen und nach Amerika reisen. Eigentlich hätte ich nicht damit gerechnet, da Mark unter Flugangst leidet, und daher nicht unbedingt einen Fuß in so eine fliegende Untertasse setzen wollte.

 


Kathrin und Mark am Delicate Arch
wir am "Delicate Arch"
Arches National Park

 

Ich staunte also nicht schlecht, als er mit 3 USA-Katalogen um die Ecke bog. Er wollte sich überwinden, da eine Überfahrt mit dem Schiff ob unseren knapp bemessen Urlaub von 3 Wochen nicht in Frage kam, und einen Landweg gibt es ja bekanntlich nicht nach Amerika.

Also auf ins Reisebüro unseres Vertrauens, indem wir sehr kompetent beraten worden sind über die verschiedenen Möglichkeiten, die die Reiseveranstalter so anbieten. Heraus kam eine Mietwagenrundreise namens "Canyonlands", die viele Sehenswürdigkeiten miteinander ver- band und zu der wir noch Verlängerungstage in Los Angeles und San Francisco buchten. Da wir Amerikaneulinge waren, fanden wir das eine gute Idee und sehr praktisch mit der fix und fertigen Reiseroute.

Als nächstes wurde massenhaft Reiseliteratur gewälzt, Kartenmaterial besorgt und Routenplanung betrieben. Als es dann Juli wurde, waren wir gut informiert über unser Reiseziel und fieberten unserem Urlaub entgegen.

Hier nun ein kurzer Abriss unserer ersten TOUR durch Amerika.


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1.Tag - 19.07.1999 / Leipzig - Los Angeles
 
 

ir flogen früh ab Leipzig los, über Frankfurt/Main nach L. A. Wir waren total aufgeregt. Ich (Kathrin) machte mir ständig Gedanken, ob meine Englischkenntnisse ausreichten, und mich im entscheidenden Augenblick auch nicht verließen, und Mark kämpfte mit seiner Flugangst. 

Nach insgesamt ca. 16h kamen wir dann doch wohlbehalten, wenn auch etwas zerknittert, in Los Angeles an. Auf zu den Formalitäten! Nachdem wir ja schon im Flieger gemeinsam mit allen anderen Passagieren unsere Einreiseformulare ausgefüllt hatten (natürlich nicht ohne uns nicht mindestens 1x zu verschreiben, was prompt einen neuen Zettel zur Folge hatte, den es auszufüllen galt), ging das überraschender Weise alles sehr problemlos über die Bühne. Noch rasch das Gepäck geholt und dann hatten wir es geschafft - wir waren in Amerika!!! Es war mittags und schön warm. Als nächstes galt es unser Mietauto abzuholen.

Mit einem Shuttlebus ging`s zur Vermietstation (mit Sack und Pack) und da traf uns der erste Schock. Eine Menschenschlange und wir ganz hinten. Na ja, was soll`s, wir haben geduldig gewartet und nach 2 Stunden waren wir ja auch am Schalter. Wieder Papierkram und dann bekamen wir unseren fahrbaren Untersatz für die nächsten 3 Wochen. Ein  Dodge mit zu kleinem Kofferraum für unser viel zu viel Gepäck. Aber das stellt sich ja sowieso immer erst hinterher raus. Aber auf der Rückbank war ja auch noch Platz. Unsere ersten Versuche, die hohen Bordsteinkanten zu meistern, endeten mit einem lauten Kracher. Rums, aufgesetzt - und das auch noch in Sichtweite der Vermietstation. Zum Glück war nichts passiert, alles noch dran. Und dann ins Hotel.

Es dauerte eine Weile bis wir uns an den amerikanischen Großstadt- verkehr gewöhnt hatten, aber dann kamen wir gut klar. Ist ja auch ganz einfach, wenn man es begriffen hat, nicht war? Einchecken, noch etwas umsehen, und dann war es Gott sei dank abends, und wir konnten in unser großes Bett fallen. Juchhu, Schlafen in Amerika!


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2.Tag - 20.07.1999 / Los Angeles
 
 

ut ausgeruht und gestärkt, nach einem klassischen amerikanischen Frühstück (wobei Mark erst mal zum Erstaunen der Hostess am ca. 1x1 m großem "Wait to be seated - Schild" vorbei und auf den nächsten freien Tisch zu stürzte - wir wollen es gnädigerweise auf mangelndes Sehvermögen und nicht auf mangelnde Englischkenntnisse zurückführen), starteten wir unsere Entdeckungstour durch die Stadt der Engel.

La Brea Tar Pits, George C. Page Museum, Hollywood Walk of Fame, St. Monica Pier, Ocean Front Walk, Observatorium, Rodeo Drive und Down Town. Toll! Den ganzen Tag waren wir in der Stadt unterwegs. Abends schön gespeist und dann noch mal zum Strand gefahren - man, dass im Urlaub die Tage immer viel kürzer sind. Und dann ab insBett, Schließlich sollte es am nächsten Tag mit unserer Rundreise losgehen.


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3.Tag - 21.07.1999 / Los Angeles - Las Vegas

 

evor wir unsere Fahrt nach Las Vegas antreten wollten, statteten wir dem botanischen Garten "Huntington Library and Botanical Garden" in Pasadena noch einen Besuch ab. Es war nicht ganz einfach diesen zu finden, da er nur sehr klein ausgeschildert ist, aber wir haben es geschafft. Das ist eine tolle Anlage, und wer sich für Botanik interessiert, sollte unbedingt dorthin fahren.

Danach haben wir unsere Tour nach Las Vegas angetreten, auf der es nicht allzu viel zu sehen gab, außer staubtrockenes Land. Bis plötzlich Las Vegas am Horizont auftauchte. Nachdem wir im Sahara eingecheckt hatten, haben wir uns auch gleich wieder auf die Strümpfe gemacht. Zuerst natürlich wohin? - richtig, ins Casino.  Ich 2x am einarmigen Banditen und zack, 10 $ gewonnen, was mich gleich größenwahnsinnig werden ließ und puff, 10 $ waren wieder weg, grrrrrr. Daraufhin war meine Glücksspiellust wie weggeblasen, und wir erfreuten uns am zusehen. Roulette, Black Jack, Poker, Baccara, unzählige Automaten - Hilfe.

Da war so ein Abendessen im sündhaft teuren Stratosphere Tower - Restaurant schon was anderes. 60 $ für 2 halbe Hühnchen und 2 Glas Wein, man gönnt sich sonst nichts. Die Aussicht war jedenfalls klasse und es hat super geschmeckt. Dann haben wir uns in den Trolley Bus gesetzt und sind zu Ende des Strip gefahren, um diesen rückwärts abzulaufen.

Luxor, Excalibur, New York New York (Achterbahn - nein danke), M & M´s World und Coca Cola World, Treasure Island, Bellagio mit Wasserfondänenshow, Vulkanausbruch am Mirage - Puuuuuuuuuh, Schluß für heute. Dank meiner Hackenschuhe (extra für Vegas eingepackt) hatte ich wunde Füße, und bin barfuß retour zum Hotel.


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4.Tag - 22.07.1999 / Las Vegas - Grand Canyon
 
 

eute endlich nun sollte es losgehen mit Wild America. Wieder durch wüstenartige Gebiete fuhren wir los. Ein kurzer Zwischenstop am Hoover Dam, und ab nach Arizona. Nach hunderten von Kilometern waren wir dann spät nachmittags am Ziel. Einchecken, und dann nichts wie hin zum Grand Canyon. Einfach grandios. Abends sind wir dann noch durch Tusayan geschlendert.


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5.Tag - 23.07.1999 / Grand Canyon N.P. - Lake Powell
(Glen Canyon N.R.A.)

 

ufstehen um 4.30 Uhr! Schließlich wollten wir uns den Sonnenaufgang am Grand Canyon nicht entgehen lassen. Am Mather Point eine schöne Stelle ausgesucht, zum Glück waren noch nicht viel Leute da, Stativ aufgebaut und gewartet. 5.32 Uhr war es dann soweit. Das war wirklich ein tolles Erlebnis und das frühe Aufstehen wert.

Frühstück, weiter geht's.  Wir hatten gelesen, dass kostenlose Busse zum Hermit´s Rest fuhren, und nach kurzer Suche wähnten wir uns am Ziel - sprich an der Haltestelle. Es war ja auch ein Bus da. Noch mal kurz nachgefragt, ob das der Bus zum West Rim ist, ja - alles klar. Reingehüpft und los. Kontaktfreudig wie die Amerikaner so sind waren wir auch gleich in ein Gespräch verwickelt, und fuhren durch das Canyon Village noch hier hin und da hin. Zwischendurch erzählte die Fahrerin interessante Geschichten, sie war eine Hopi, und erwähnte auch öfters Tickets, die sie später einzusammeln gedachte?! Mir schwante schon, dass da was nicht stimmen konnte. Natürlich kam was kommen musste, der Bus füllte sich und kurz bevor es richtig losging, kam die nette Fahrerin zum Ticket einsammeln. Wir hatten keins, oops. Wie sich dann herausstellte, hatten wir uns einer geführten Bustour angeschlossen, die man im Visitor Center buchen konnte, und nicht etwa den kostenlosen Shuttlebus ausfindig gemacht. Na, wir hatten die Lacher auf unserer Seite und wurden von allen Anwesenden herzlich verabschiedet.

Immerhin hatten wir uns auf diese Weise der tatsächlichen Shuttlebus- haltestelle angenährt, und konnten dann diesen wenig später besteigen. Das sind ulkige Gefährte von Straßenbahnwaggongröße und ohne Scheiben. Am Hopi Point hüpften wir raus und wanderten am Canyon Rim retour. Leider hatten wir keine Zeit mehr, in den Canyon abzu- steigen, das hätten wir nicht mehr geschafft, außerdem war es sehr heiß und wir auch nicht besonders gut ausgerüstet für solche Touren. Das haben wir sehr bedauert, und uns vorgenommen, dieses irgendwann noch nachzuholen.(Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch nicht so gute Wanderer, was sich aber nach diesem Urlaub schlagartig änderte, da wir noch viel mehr Naturschönheiten in Amerika entdecken wollten, und das geht ja bekanntlich am besten zu Fuß. Für unsere nächste Urlaubstour waren wir dann auch viel besser gerüstet.)

Wir fuhren noch zum East Rim, aber dort ist es wesentlich überlaufener als am West Rim, da man praktisch alles mit dem PKW abfahren kann, und man hat schöne, wenn auch nicht ganz so tolle Einblicke in den Canyon wie am West Rim, finden wir jedenfalls.

Die restliche Zeit des Nachmittags verbrachten wir im Auto auf der Fahrt nach Page, Lake Powell im Glen Canyon. Später sind wir noch zum Lake, haben uns dort umgesehen und eine 2-stündige Bootsfahrt gemacht. Die war sehr schön, da das abendliche Licht alles in sehr schöne Farben getaucht hat und wir dabei auch durch kleine Canyons geschippert sind. Abends in den Supermarkt, danach essen und ab in das Hotel.


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6.Tag - 25.07.1999 / Lake Powell - Mesa Verde N. P.
 
 

uf der Fahrt in den Mesa Verde N. P. durchquerten wir das Monument Valley, wo wir uns auch etwas umgesehen haben. Leider war es bewölkt, und die Sonne ließ sich nur gelegentlich blicken. Dann noch beim Mexican Hat vorbeigeguckt und ab nach Colorado.

Da wir die Zeitzone wechselten, verloren wir eine Stunde - auch das noch. In Cortez kurz ins Hotel, Gepäck abgeladen und rasch zum N. P. Leider waren die Attraktionen dieses Parkes, die Wohnstätten der Anasaszi schon geschlossen, genauso wie das Visitor Center. Es war schon kurz nach 17.00 Uhr.

Daraufhin unternahmen wir eine kurze Wanderung zu einem Aussichtspunkt - Park Point und haben uns so noch etwas im Park umgesehen. Abendessen und Schlafen.


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7.Tag - 26.07.1999
Mesa Verde N.P. - Canyonlands N.P.

 

rotz der Fahrstrecke die es heute zu bewältigen galt, entschlossen wir uns, noch mal zum Mesa Verde N. P. zu fahren, um wenigstens 1 Cliff Dwelling zu besichtigen. In Anbetracht unseres Zeitmangels und kurzer Diskussion (Mark hatte keine Lust durch einen Tunnel zu robben und 10 m hohe Leitern empor zu klettern - ich schon), entschlossen wir uns für Cliff House, der größten Anlage im Park, da gleich früh dort eine Führung stattfand und es zwar Leitern aber keinen Tunnel gab, der goldene Mittelweg also.

Die Rangerin namens Jennifer erklärte ausführlich die Anlage und das Leben der Indianer, wie es sich für uns heute darstellt. Sehr interessant. Danach mussten wir diesen schönen Park auch schon wieder verlassen, leider, und unsere Reise zum Canyonlands N. P. fortsetzen.

Nachmittags in Utah angekommen, bogen wir gleich noch auf der Fahrt zum Needles Overlook ab. Von dort hatte man herrliche Aussichten in das Canyonlandsgebiet. Und außer uns nur noch 2 Menschen. Dafür kreuzten Antilopen unseren Weg. Sehr beeindruckend war auch die Stille.

Nachdem wir uns losreißen konnten fuhren wir nach Moab, bezogen unser Hotelzimmer und fuhren gleich weiter zum Haupteingang des Canyonlands N. P. und dann rein in den Park. Genauer gesagt zum Island in the Sky District. Erst mal zum Grand View Overlook Point. Dann unternahmen wir eine Rimwanderung  entlang des Canyonrandes und genossen die Aussicht und die Stille. Wir waren vollkommen allein.

Dann war es auch schon wieder dunkel und wir mussten den Park verlassen. Wie immer mussten wir feststellen, dass wir einfach viel zu wenig Zeit hatten. Wir blieben zwar noch 1 Tag in Moab, aber da war ja auch noch der Arches N. P.


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8.Tag - 27.07.1999 / Arches N. P.

 

eute wollten wir also in den Arches N. P. Wir waren hin und her gerissen, zwischen den beiden Parks. Letztendlich entschieden wir uns dann für den Arches. Bereits beim Einfahren stellten wir fest, dass hier viel mehr Menschen unterwegs waren.

Wir fuhren zum Beginn des Devils Garden Trailhead, denselbigen wollten wir nämlich be- wandern. Zuerst ging es mit Massen an Menschen einem gemütlichen Spaziergang bis zum Landscape Arch. Danach waren zum Glück nicht mehr so viele Leute unterwegs. Der Weg wurde auch schwieriger, es ging über Stock und Stein bis zum Double - O - Arch, einschließlich Abstecher zum Navajo und Partition Arch. Am Double - O - Arch gab´s ein leckeres Picknick, und dann ging´s zurück.

Inzwischen kam die Sonne raus und es wurde brütend heiß. Wenn man denn nun schon mal vor Ort ist, will man ja auch zum Delicate Arch. Ab Wolfe Ranch begann der Aufstieg über glatten Fels. In der Hitze war das ganz schön anstrengend, vor allem wenn man wie Mark partout keine Kopfbedeckung aufsetzen will, erst wenn´s zu spät ist, und dann anschließend mit (zum Glück) leichtem Sonnenstich wieder runter muß.

Der Bogen ist aber wirklich einer des schönsten im Park. Zum Abschluß sind wir dann noch zur Window Sektion gefahren, um gleichnamige zu bewundern, und den Double Arch. Mit Rücksicht auf Marks Kopfschmerzen sind wir dann aber nach Moab zurück, es war ja auch schon wieder abend. Nach kurzer Erholungsphase sind wir dann dort noch etwas durch die Geschäfte gebummelt, bevor wir tot müde in die Betten gefallen sind.


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9. Tag - 28.07.1999 / Arches N.P. - Bryce Canyon N.P.

 

ieder etliche Kilometer weiter erreichten wir Tropic, ein kleines Örtchen in dem wir Quartier bezogen. Anschließend ging es wie schon die letzten Tage, gleich in den Park. Wir besuchten das Visitor Center und spazierten vom Sunrise Point zum Inspiration Point am Rim entlang.

Anschließend wollten wir ein Stück den Queens Garden Trail entlang wandern. Mark war noch mal kurz zum Wagen, und ich saß auf einer Bank, neben mir gleich ein kleines Chipmunk. Süß. Als ich natürlich mit dem Fotoapparat wedelte, sprang es weg.

Dann begannen wir unsere Wanderung, nur um kurze Zeit später dieselbige wieder abzubrechen, da ich mit meinen (jetzt bitte nicht lachen) Turnschuhen ausrutschte und mir den Knöchel verknackste. Was natürlich nur daran lag, dass Eddie, mein Eisbär und Glücksbringer - sonst immer dabei, noch im Hotelzimmer lag. Und vielleicht, ein klitzekleinesbißchen auch am falschem Schuhwerk. Jedenfalls beschloß ich in diesen schmerzhaften Moment, mir ein paar gut Wanderschuhe zu besorgen, was ich auch tat und diese auch nicht mehr missen möchte. Also sind wir erst mal ins Hotel, Fuß bandagieren.

Abends haben wir uns dann noch ein Rodeo angesehen. Natürlich ein reines Touristenspek- takel, aber trotzdem ganz lustig. Es wurden auch keine Tiere verletzt oder gequält, und die Rinder hatten es dort richtig gut, auf den Weiden. Ansonsten waren es eher Reitvorführungen, mit Tonnenreiten, Rinder einfangen mit Lasso, und so. (Kleine Anmerkung, falls Tierschützer sonst gleich die Hände über den Kopf zusammen- schlagen). So was würden wir auch nicht besuchen, wo Tiere vorsätzlich gequält werden oder getötet.


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10. Tag - 29.07.1999 /  Bryce Canyon - Zion N.P.

 

er Zion N. P. war genaugenommen nur Zwischenstation auf unserer Fahrt nach St. George, wo sich unser nächstes Hotel befand. Glücklicherweise liegen Bryce und Zion nicht weit auseinander und wir konnten dort einen Tag verbringen. Damals konnte man noch mit dem PKW den gesamten Park befahren, was jetzt nicht mehr möglich ist.

Zuerst fuhren wir ein bisßchen rum, und wanderten dann zu den Emerald Pools, und zwar zu allen dreien. Dann spazierten wir den Riverside Walk entlang, bis zum Beginn des Gateway to the Narrows. Das mussten wir auch probieren! Im Fluß wandern ist bestimmt aufregend.

Wie sich das für Touristen gehört hatten wir natürlich weder alte Schuhe noch Stöcke mit. Letztere gibt es zum Glück dort zum Ausborgen genug, (wir waren sichtbar nicht die einzigen Holznasen),  sie stehen an der Wand am Beginn der Wasserwanderung, und wer brauch schon Schuhe im Wasser!

Wie angebracht diese doch waren, merkten wir bereits nach wenigen Metern. Das Wasser war zwar nicht kalt, die Steine im Fluß aber furchtbar klitschig und viele auch spitz. Man musste ganz schön aufpassen, wo man hin trat. Außerdem reichte das Wasser teilweise pohoch.

Nach gut einem Kilometer betrachtete Mark schon besorgt den Himmel, an dem immer mehr graue Wolken sich auftürmten. Daraufhin wollte er unbedingt zurückgehen, was wir dann auch taten, obwohl ich das wieder übertrieben vorsichtig fand. Aber da es barfuß auch kein wirkliches Vergnügen war im Fluß herumzuwaten, war ich einverstanden.

Wieder auf dem Trockenen, sahen wir auch schon Ranger herannahen. Als wir wieder am Auto waren ging es dann los. Ein Wolkenbruch, einschließlich Gewitter, übelster Sorte brach über uns herein. Wir konnten kaum was sehen, die Straßen waren schon halbe Flüsse, doch zum Glück kamen wir noch bis St. George.

Im Hotel sahen wir später fern, und es wurde berichtet, dass die Straße vom Zion N. P. nach St. George gesperrt werden musste. Wie man sieht, kann man also gar nicht vorsichtig genug sein, in solchen Canyons ist man nämlich ganz schön aufgeschmissen, wenn eine Flash Flood angeschossen kommt. Wie froh ich war, nicht mehr in den Narrows zu sein, kann sich ja jeder vorstellen, nicht war. Trotzdem war er jetzt für unseren nächsten Amerikaurlaub fest eingeplant. Mittlerweile waren wir nämlich so begeistert von diesem Land, das längst feststand - hey, Amerika! Du wirst uns nicht mehr los, wir kommen wieder!!! In St. George nutzten wir die uns verbleibende Zeit zum Shopping.

 

 

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