Die White Pocket im Vermillion Cliffs NM

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Die White Pocket im Vermillion Cliffs NM

Beitragvon americanhero » Donnerstag 19. Februar 2009, 22:38

White Pocket

Die White Pocket ist ein ausgewoehnliches Gebiet mit skurilen Formen und unglaublichen Farben und liegt im Vermillion Cliffs Wilderness NM in Arizona, nahe der Grenze zu Utah. Die Anfahrt zu diesem aussergewoehnlichen und sehr abgelegenen Gebiet ist nicht einfach und sollte nur mit einem SUV mit hoher Bodenfreiheit und 4WD Antrieb, sowie einem erfahrenen Fahrer unternommen werden. Sobald man mit einem Miet SUV auf Strecken abseits von Teer unterwegs ist, erlischt jeglicher Versicherungsschutz und alles Weitere geschieht auf eigene Verantwortung. Darueber muss man sich unbedingt im Klaren sein. Auch koennen sich Streckenbedingungen innerhalb kuerzester Zeit aendern bzw. Unpassierbar werden. Von daher ist es zwingend erforderlich, sich vor der Fahrt zur White Pocket im BLM Office ueber die aktuellen Strassenzustaende zu erkundigen.

Wie kommt man nun hin? Da das Gebiet nicht so einfach zu erreichen ist, steht auf alle Faelle eine laengere Fahrt auf diversen Backroads an, die teilweise sehr sandig sind. Von Page aus faehrt man auf der SR 89 etwa 34 Meilen nach Westen und biegt dann zwischen Milemarker 25 und 26 auf der linken Seite auf die Houserock Valley Road ab. Ein vorheriger Stop bei der Paria Ranger Station, um sich ueber die aktuellen Strassenzustaende zu erkundigen, sollte selbstverstaendlich sein. Die Houserock Vallet Road ist eine Dirtroad, die bei guten Wetterbedingungen auch mit Pkws befahrbar ist und unter anderem auch zum Trailhead fuer den Wirepass fuehrt, der gut 8 Meilen weiter suedlich liegt.

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Von Wirepass aus geht es weiter nach Sueden, vorbei an der Arizona-Utah Stateline, an der sich auch ein kleiner primitiver Campground befindet.Nun befindet man sich im Vermillion Cliffs NM.

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8 Meilen nach dem Wirepass Parkplatz kommt linkerhand ein Abzweig zum Lonetree Reservoir. Diesen kann man via Paw Hole nehmen, wovon ich aber absolut abraten muss. Die Strecke ist hier wirklich tiefsandig und dazu kommt eine nicht zu unterschaetzende Felsstufe bei Paw Hole. Hier haben sich schon einige eingegraben. Und Abschleppkosten in dieser abgelegenen Gegend duerften nicht ohne sein.
Stattdessen faehrt man noch weitere 4 Meilen nach Sueden auf der Houserock Valley Road, bis man dann den Abzweig zur BLM Road 1017 auf Hoehe vom Corral Valley auf der linken Seite erreicht.

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Diese Dirtroad faehrt man nun fuer gut 3 Meilen, dann kommt erneut eine Weggabelung. Hier nimmt man den linken Weg, die BLM 1066. Diese fuehrt nun nach Nordosten weiter. Teilweise gibt es sehr felsige Abschnitte mit vielen kleinen spitzen Steinen, hier ist Vorsicht geboten. Immer wieder kommen kleinere sandige Abschnitte dazu und wechseln sich mit den Felsplatten ab.

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Jede Menge Straeucher und Buesche wachsen am Wegesrand und lassen diesen teilweise recht eng erscheinen. Obwohl es hier schon recht sandig ist, laesst sich die Strecke noch sehr gut und ohne groessere Schwierigkeiten fahren.

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Nach 9 Meilen auf dieser Piste erreicht man die Poverty Flat Ranch. Ein paar alte Gebaeude und ein Windrad deuten darauf hin. Hier wird die Strecke sehr sandig und ein SUV mit hoher Bodenfreiheit ist hier absolut von Vorteil. Wir waren mit einem Jeep Commander und einem Trailblazer unterwegs, der Trailblazer hatte manchmal schon Schwierigkeiten und sass in der Mitte auf dem Sand auf. Das hoerte man dann immer an einem ekeligen Kratzgeraeusch.

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An der Ranch ist Vorsicht angesagt, da sich hier unzaehlige Wege gabeln. Nordoestlich geht es am Windrad vorbei und dann nach rechts weiter. Hier geht es nur noch auf einer tiefsandigen Piste weiter. Vor allem muss man nun kurz darauf einen sandigen Huegel erklimmen. Hier heisst es, ordentlich Schwung zu nehmen, damit man nicht auf der Haelfte liegenbleibt. Von unten sieht der Huegel aber schwieriger und beeindruckender aus als es dann letztendlich gewesen ist. Aber unterschaetzen sollte man das auf gar keinen Fall.

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Diese sandige Strecke folgt man nun fuer weitere 1.8 Meilen, ehe man an einem Zaun erreicht. Etwas weiter vorher gibt es noch wunderschoene Felsen auf der linken Seite zu betrachten, die zu einem kleinen Fotostop einladen. Manchmal kann man in einem hoeher gelegenen Felsen dieser Gruppe einen Steinadler entdecken.

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Hier biegt die Strasse nach rechts ab und fuehrt ein wenig an einem Zaun entlang. Man faehrt hier in oestlicher Richtung weiter bis zu einem letzten Abzweig. Hier geht es nach Norden und noch einmal einen ziemlich steilen Sandhuegel hinauf. Wer sich diesen nicht wirklich zutraut, sollte schon hier unten parken und den Rest zu Fuss zur White Pocket laufen. Wir sind den Huegel hinaufgefahren, was auch bei unserem Besuch prima ging. Am Ende des Huegels geht es natuerlich gleich wieder so schoen bergab, und nur kurz darauf ist das Ziel auch schon erreicht. Teilweise ist es nicht so einfach, von der sandigen Piste herunterzufahren und sich einen Platz zum parken und naechtigen zu suchen. Aber letztendlich ist es uns doch gelungen und wir haben ein nettes, relativ windgeschuetztes Plaetzchen zwischen einigen Pinion Pines gefunden.


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Das eigentliche Ziel, die White Pocket, liegt nun direkt vor uns. Und dieser Anblick ist einfach ueberwaeltigend. Eine wahre Wunderwelt aus Sandstein liegt nun direkt vor uns, die Formen und Farben sind einfach unglaublich. So, als haette hier jemand einen riesigen Haufen Marmorkuchenteig liegengelassen, verquirlt und versteinern lassen. Wow!!!

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Nun kann man die Ecke erkunden, Wege in dem Sinne gibt es nicht. Man laeuft einfach herum. Hin und wieder entdeckt man einige interessante Brainrocks, die wirklich an Windungen eines Gehirns erinnern.

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Eine der schoensten Zeiten fuer Fotos ist natuerlich der Spaetnachmittag, dann steht die Sonne schon tief und laesst die ganzen Felsformationen und Swirls so richtig leuchten. Hin und wieder entdeckt man hier auch einige Moqui Marbles, jene Konglomerate aus Eisenoxid und Sandstein, die bei Sammlern sehr begehrt sind.
Wer hier vor Ort uebernachtet, wird mit einem wunderbaren Farbenspiel am Morgen ueberrascht, das saemtliche Vorstellungen bei Weitem uebertrifft. Denn dann leuchtet die eigentliche White Pocket, ein Berg in der Naehe, in einem dermassen intensiven Rotorange, das man beinahe das Gefuehl hat, der Berg wuerde in Flammen stehen.

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Im weichen Licht der aufgehenenden Sonne bietet das Gebiet der White Pocket mitsamt seinen Swirls, Sandsteinformen, Knoten und Brainrocks ungeahnte Fotomotive. Man kann nahezu minuetlich sehen, wie die Schatten wandern und neue beeindruckende Motive hervorbringen. Selbst einen kleinen Hoodoo gibt es hier zu sehen.

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Die Gegend hat mich jedenfalls so tief beeindruckt, sowas habe ich selten erlebt. Diese ganzen Sandsteinformationen, die gestreiften, gequirlten und geknotenen Areale, das ist wie ein grosser Abenteuerspielplatz. Hinter jeder Ecke gibt es was Neues zu entdecken.
Allerdings ist die Strecke bis hierher wirklich nur was fuer erfahrene SUV Fahrer. Man sollte auf alle Faelle schon einige Backroads gefahren sein, vor allem eben auch sandige Pisten. Um den Sand kommt man hier einfach nicht herum. Nach Moeglichkeit sollte man versuchen, die Strecke mit mehreren Fahrzeugen zu fahren, so dass man sich im Fall des Falles helfen kann.
Eine weitere Option, um dieses Wunderland aus Sandstein einmal zu sehen, waere eine gefuehrte Tagestour. Die Paria Outpost Station bietet dieses Touren unter anderem an, die in der Regel auch mit einem Besuch der Coyote Buttes South verbunden ist.
Weitere Infos gibt es hier: http://www.paria.com/


Laenge: von der SR 89 bis zum Abzweig Corral Valley an der Houserock Valley Road etwa 20 Meilen
von der Houserock Valley Road bis zur White Pocket etwa 15 Meilen
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer, das groesste Problem ist hierbei der tiefe Sand und erfordert einen
erfahrenen Fahrer
Fahrzeug: SUV mit High Clearance und 4WD unbedingt erforderlich
Strecke: teilweise sehr sandig mit einigen anspruchsvollen Passagen, sehr sehenswert und
abwechslungsreich
Zeitbedarf: Anfahrt etwa 2-3 Stunden, vor Ort unbegrenzt
beste Tageszeit: Spaetnachmittag sowie direkt nach Sonnenaufgang


Weitere Infos, topographische Karten und GPS Koordinaten gibt es auf diesen Websites:

http://www.isaczermak.com/arizona-white-pocket.html

http://www.zionnational-park.com/paria-white-pocket.htm


Wir haben 2007 die Topomap von Isa genutzt und sind ohne GPS hervorragend dort hingekommen. Allerdings sind gewisse Kenntnisse in Backcountry Navigation nicht schlecht, da viele kleine Wege kreuzen und schnell verwirren koennen.
Bei einer gefuehrten Tour entfaellt das natuerlich und man kann sich voll und ganz der wundervollen Landschaft widmen
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Re: Die White Pocket im Vermillion Cliffs NM

Beitragvon Scotty » Freitag 20. Februar 2009, 11:29

boaaaaahhhhhhhh, den habe ich noch irgendwann mal auf dem Programm, super Bilder aber bei den Sandpisten, wird es mir ganz anders, da ist vorsicht geboten, Ppreche aus eigener Erfahrung :a-lach:
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Re: Die White Pocket im Vermillion Cliffs NM

Beitragvon americanhero » Freitag 20. Februar 2009, 18:06

Scotty hat geschrieben:boaaaaahhhhhhhh, den habe ich noch irgendwann mal auf dem Programm, super Bilder aber bei den Sandpisten, wird es mir ganz anders, da ist vorsicht geboten, Ppreche aus eigener Erfahrung :a-lach:




komischerweise habe ich die Strecke gar nicht so schlimm in Erinnerung. Wir hatten Spass an den Sandpisten. Anfang Juni sind wir wieder dort, mal schauen, wie sehr sich die Strecke dorthin verschlechtert hat. Spaten und Kompressor werden auf alle Faelle mitkommen :hihi:
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Re: Die White Pocket im Vermillion Cliffs NM

Beitragvon Scotty » Samstag 21. Februar 2009, 16:29

für was brauchst du denn einen Kompressor :a-sternchen:
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Re: Die White Pocket im Vermillion Cliffs NM

Beitragvon americanhero » Donnerstag 26. Februar 2009, 23:28

Scotty hat geschrieben:für was brauchst du denn einen Kompressor :a-sternchen:




damit du, wenn du bei extrem tiefsandigen Strecken faehrst, etwas LUft aus den Reifen lassen kannst. Die musst du ja wieder rein tun, wenn es zurueck auf den Asphalt geht :D :D :D
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Re: Die White Pocket im Vermillion Cliffs NM

Beitragvon americanhero » Montag 28. Juni 2010, 22:34

Hier mal unser aktueller White Pocket Bericht:

Da es seit fast 8 Wochen in der Ecke nicht mehr geregnet hat, ist alles furztrocken und der Sand ist dermassen soft und tief und weich, das man mit einem normalen SUV arge Probelme bekommen wuerde. Direkt nach der Poverty Flat geht es los mit dem tiefen Sand. Die Strecke hat viel mehr Bumps und Holes im Sand, und nicht nur der letzte huegelige Anstieg kann zu einem Festfahren im Sand fuehren.
Wir mussten dieses Mal komplett im 4WD LO hinfahren und selbst da hatte unser Rubicon an einer Stelle beinahe Probleme bekommen.
Des Raetsels Loesung: Deflate your Tires!!!!
Auf der Rueckfahrt haben wir den Reifendruck bis auf 20 PSI heabgesenkt und die Strecke war dadurch hervorragend zu machen.
Empfehle ich moemntan jedem, der dort hinfahren moechte. Es erleichtert das ganze erheblich.

Uebrigens hat die Paria Contact Station eine Air Hose, wo man dann kostenfrei wieder aufpumpen koennte. Zu deren Oeffnungszeiten natuerlich.
Ansonsten gibt es auch in Greenehaven an der Tanke eine kostenlose Air Hose.
Das war jetzt mein dritter vollstaendiger Besuch an der White Pocket und so soft wie dieses Mal war der Sand bisher nie und auch die Strecke war bisher in einem viel besseren Zustand gewesen als dieses Mal.

Hier noch mal ein paar Impressionen von unserem diesjaehrigen Beschh an der White Pocket:


Mit besten Wetter, wenn auch arg windig, wurden wir diess Mal begruesst. Der Spaetnachmittag ist ein Traum an der Location und kann ich jedem nur waermstens empfehlen. Die Farben sind einfach gigantisch und der teilweise eher weisse Sandstein faengt an, rotarange zu leuchten.

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Nach Sunset ist es auch nicht schlecht:

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Campieren kann man direkt am Trailhead zwischen ein paar Juniper Trees und Pinion Pines. Ist besonders scoen, wenn man dann fruehmorgens von einem Kojoten Heulkonzert aufgeweckt wird Das fand ich eines der eindrucksvollsten Erlebnisse dort vor Ort.

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Sehr schoen ist auch der Sunrise mit den wunderschoenen sanften Farben. Da konnte ich nicht genug von bekommen:

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Es gibt am Trailhead mittlerweile einen grosszuegig angelegten Parkplatz sowie einen sandigen Trail bis zu den ersten Sandstein Formationen. Hier konnte man frueher noch direkt mit dem Auto hinfahren. Fuer Uebernachtungen vor Ort muss alles selbst mitgebracht werden. Camping Gear, ausreichend Wasser, Schaufel, Grill, usw.
Bitte unbedingt nach dem Grillen die Kohlen orderntlich mit Wasser loeschen und dann mit Sand ueberdecken. Die ganze Gegend ist ebstueckt mit Junipers und Pinion Pines. Ein Funke genuegt, um da aus UNachtsamkeit ein Wildfire zu entzuenden.
Es ist wie gesagt, nicht ratsam, unerfahren zur White Pocket zu fahren. Der Sand ist extrem tief und locker, ein Festfahren ist sehr schnell moeglich.
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