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Mount Rainier N.P. -Teil 1




 
Park - Information
 
Park - Map (.pdf - 616kb)


Blick auf den Mount Rainier
Mount Rainier

 

er Namensgeber dieses Parkes in Washington ist, die Vermutung liegt nahe, der Mt. Rainier selbst. Allerdings ist nicht nur der Berg, sondern vorallem auch die wunderschöne Landschaft rund um diesen, einen kürzeren oder längeren Abstecher wert.

Der Mt. Rainier ist mit 4392m der höchste Berg der Kaskadenkette, und ein (wenn auch zur Zeit inaktiver) Vulkan. Seine 25 großen Gletscher bilden die größte geschlossene Eisfläche der USA außerhalb Alaskas, das hier, wie in vielen anderen Dingen, wieder eine Sonderstellung einnimmt.

Mit seinen knapp viereinhalbtausend Metern Höhe, ist er ein stattlicher Berg, und wer seinen Gipfel erklimmen möchte, sollte doch bereits alpine Bergsteigererfahrung besitzen, oder aber sich kundigen Bergführern anschließen

Aber keine Angst, alle anderen Naturfreunde werden in diesem Park ebenfalls auf ihre Kosten kommen. Man muß ja nicht gleich den Gipfelsturm ins Auge fassen. Vielmehr ist die Landschaft um diesen Berg selbst so schön, daß man getrost in niederen Gefilden bleiben kann. Vorallem die Wildblumenwiesen sind eine wahre Pracht, aber auch die Wälder und Wasserfälle, Feuchtwälder, Seen und Tundrazonen sind so herrlich, daß man so schnell nicht wieder weg möchte.
 

 

 


Wildblume
Wildblumen


Wildblume
Wildblumen


Die Ureinwohner nennen den Mt. Rainier übrigens Ta ho ma, das bedeutet der Wettermacher, und in der Tat macht der Rainier sein eigenes Wetter. Tagelang kann er sich hinter dicken Wolken verstecken, auch wenn auf die kleineren Nachbargipfel um ihn herum die Sonne scheint. Das hängt einfach mit seiner Größe und Lage zusammen. Die fechtwarme Luft aus den Tälern kühlt sich ab, wenn sie die Eisgebiete erreicht, und es kommt zu Regen- und Schneefällen, vorallem an der Westseite, da von dort feuchte Pazifikluft heranweht.

Daher sollte man sich auf Wetterumschwünge gefasst machen, und entsprechend variabel in Kleidung und Ausrüstung sein. Auch im Juli liegt in den höheren Lagen, einschließlich Paradise und Sunrise, noch Schnee.

Bei Sonnenschein liegt der Berg jedoch  in seiner ganzen schneeweißen Pracht vor einem, und dominiert beeindruckend die Szenerie.

Der Park hat 4 Eingänge, Nisqually Entrance im Westen, Carbon River Entrance im Nordwesten, sowie White River Entrance und Stevens Canyon Entrance im Osten. Die meisten Besucher werden den Park sicher aus der westlichen Richtung ansteuern, da das einfach die günstigste Verkehrsanbindung ist, und in dieser Richtung auch die großen Städte liegen.

Kurz vor dem Park kommt man dabei durch das Örtchen Elbe, das witzigerweise nach unserem Fluß Elbe benannt ist.Deutsche Einwanderer gaben ihm diesen Namen.

Nun aber zum Park an sich. Wenn man Nisqually Entrance passiert hat, kommt man nach einigen Meilen Fahrt durch mystisch-schönen Feucht- wald nach Longmire. Hier befindet sich ein gleichnamiges Museum und das Hiker Information Center, indem man sich Wanderauskünfte, Permits und Wetterinfos besorgen kann.

Auch der mit einer ½ Meile recht kurze Trail of the Shadows startet hier, ein Naturlehrpfad. Weiter geht's auf der Parkstraße, und nach wenigen Meilen biegt eine kurze Straße zum Ricksecker Point ab, von welchen aus man die Tatoosh Range erblicken kann. Diese Überreste von Lavaströmen sind noch viel älter als der Ta ho ma (klingt viel besser, oder nicht?) selbst. Auch der Nisqually Glacier ist zu sehen, allerdings in Richtung des Berges selbst. Der Gletscher ist mehr als 6km lang, und wandert recht forsch talwärts.
 


Narada Fall - mit Regenbogen
Narada Fall


Narada Fall
Narada Fall


Wieder auf der Parkstraße steuert man gleich den nächsten Höhepunkt an, die Narada Falls, wo sich der Paradise River über 50m in die Tiefe stürzt. Ist man zur rechten Zeit vor Ort, im Sommer  so gegen 10 Uhr morgens, kann man vom Aussichtspunkt unterhalb der Brücke (ein kurzer Abstieg) einen Regenbogen vor den Wasserfällen betrachten. Sehr hübsch.

Von hier aus ist es dann nicht mehr weit, bis zum Henry M. Jackson Memorial Visitor Center in Paradise. Das Visitor Center wurde nach einem Vetreter des Bundesstaates Washington im US-Senat benannt, der sich zeitlebens für den Schutz der Natur und der Errichtung von Wilderness Areas eigesetzt hat. Es ist erstaunlich groß, und verfügt über Informationsstände, Ausstellungen, Souvenir- und Buchshops, ein SB- Restaurant und sogar über eine Poststelle.

Der Name Paradise hingegen ist Programm. Vorrangig natürlich in den 3 Sommermonaten Juli bis September, in denen die Blumenwiesen in ihrer ganzen Vielfalt und Farbenpracht erblühen. Ebenfalls hier befindet sich das Paradise Inn, ein Hotel mit angeschlossenem Restaurant. Gleich hinter dem Visitor Center, und in der Nähe, starten diverse Wanderpfade.

Der Nisqually Vista Trail ist ein lohnenswerter, leicher Naturlehrpfad  (ca.1,2 Meilen - 1,9 km) durch die Landschaft am Fuße des Ta ho ma.

Auch der 5 Meilen ( 8 km ) lange, schon anstrengendere  Skyline Trail beginnt am Visitor Center, und führt zum großartigen Panorama Point. Wer nicht ganz so weit gehen will, kann auf diesem Trail bis zu den Myrtle Falls wandern, das ist ein leichter Weg von 1 Meile (1,6 km) hin und zurück. Von dort kann man auch zum Panorama Point über den Golden Gate Trail abkürzen.

Auch zum Aussichtspunkt auf den Paradise Glacier führt ein Trail, allerdings hat der Gletscher sich mittlerweile arg zurückgezogen. Es gibt natürlich noch viele andere Wege, z. B. den Moraine Trail oder Dead- horse Creek Trail, die beide mehr oder weniger an den Skyline Trail anschließen, und zu Tageswanderungen kombiniert werden können.

Deadhorse Trail stellt auch eine kürzere Alternativroute zum Panorama Point dar. Oder aber man bewandert die Trails in Richtung Reflection Lakes/Louis Lake, alternativ den Pinnacle Peak Trail, der zu gleich- namigen Berg führt, aber schon zu den doch anstrengenderen Touren gehört. Es gibt auf jeden Fall genügend Möglichkeiten.
 


bei Paradise
bei Paradise


hier ist der Nisqually Gletscher zu sehen
Nisqually Gletscher


Wen man sich in Paradise und Umgebung genügend umgesehen hat, kann man auf der Parkstraße weiter fahren Richtung Sunrise (allerdings das letzte Stück hinauf nur von Juli bis Oktober), der nächsten, höchstgelegenen Ortschaft im Park.

Dabei passiert man kurz hinter Paradise die Reflection Lakes, die an schönen, ruhigen Tagen den Rainier wiederspiegeln. Danach folgen Stevens Canyon und Box Canyon, wo man halten kann, aber nicht muß. Am letzteren Canyon beginnt ein kurzer Weg Canyon Stroll genannt, der einen nach einer halben Meile zu einer ca. 30m tiefen Schlucht bringt, die ein Ausläufer des Cowlitz Rivers in das Gestein geschnitten hat.

Weiter geht's an den Cougar und Silver Falls vorbei, und kurz vor Stevens Canyons Entrance beginnt der Naturlehrpfad Grove of the Patriarchs,der einen zu einer Insel im Ohanapecosh River bringt. Der Weg ist mit 1 1/3 Meilen nicht sonderlich lang, und auf der Insel stehen Bäume, darunter Riesen - Lebensbäume, die bis zu 1000 Jahre alt sind.

Hinter Stevens Canyons Entrance sollte  man in nördliche Richtung abbiegen, wenn man auf direktem Wege nach Sunrise fahren möchte. In südliche Richtung befindet sich das Ohanapecosh Visitor Center, das man aber nicht unbedingt besuchen muß, da man ja in Paradise ausreichend Informationen einholen konnte. Sollte man aus südlicher Richtung kommen, wäre sicher dieses Visitor Center erster Anlaufpunkt.

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