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Mesa Verde N.P.




 
Park - Information
 
Park - Map (40kb)


Blick auf Cliff Palace
Cliff Palace

 

esa Verde bedeutet grüne Tafel, und grün ist es hier wahrlich ringsherum. Und er liegt auf einem Tafelberg. Der Mesa Verde N. P. ist weniger ein Landschaftspark als ein Park der zum Erhalt von Stätten und Ruinen der Anasazi erschaffen wurde. Damit ist er eine Ausnahme unter den Nationalparks der USA, und zählt auch zum Weltkulturerbe.

Die meisten der Ruinen (eigentlich sind sie noch gar keine Ruinen sondern erstaunlich gut erhalten) können nur während einer Führung mit einem Ranger erkundigt werden. Dabei erfährt man aber auch etwas über die Lebensgewohnheiten der Anasazi. Anasazi ist ein Wort der Navajo und bedeutet "die Alten"..

Die Anasazi sind in prähistorisches Indianervolk gewesen, deren Verschwinden bis heute noch Rätsel aufgibt. Auch über den Alltag und das Leben dieses Volkes ist nur bekannt, was durch Ausgrabungen und Ähnlichkeiten zu anderen indianischen Stämmen abgeleitet werden konnte. Man weiß das es ein Bauernvolk war, daß ursprünglich in Dörfern, sogenannten "Pueblos"  von ca. 500 n. Ch. bis 1200 n. Ch. gelebt hatte. Erst später ca. im 12 Jh. begann es mit dem Bau dieser Felsen- wohnungen, die wir jetzt im Mesa Verde N. P. bestaunen können.
 


Mesa Verde - die "grüne Tafel"
"grüne Tafel"


Cliff Palace
Cliff Palace

 

 


Cliff Palace
Cliff Palace


Mesa Verde NP - Blick auf "4 Corners" - hier treffen 4 Bundesstaaten aufeinander (einmalig in den USA)
"grüne Tafel"


Bemerkenswert ist, daß die Anasazi diese Behausungen schon nach ca. 75 Jahren wieder verließen. Warum sie das taten, ist bis heute nicht geklärt. Vermutet wird das z. B. eine Dürreperiode sie dazu veranlasste, an andere Orte zu ziehen. Im 13. Jh. verschwanden die Anasazi dann spurlos in der Geschichte. Übrig blieben solch beachtliche Bauwerke wie "Spruce Tree House"," Cliff Palace", "Balcony House", "Long House", "Far View House" und viele viele kleinere Felsenwohnungen.

Wenn man in den Mesa Verde Park einfährt sollte man, wie eigentlich in jedem Park, zuerst das Visitor Center besuchen. Dort kann man dann auch Tickets für Touren zu den großen Felswohnungen Cliff Palace, Balcony House und Long House erwerben. Die sind meist sehr begehrt, und rechtzeitiges Kommen sichert gute Plätze. Besser gesagt zeitige Plätze. Es kann sonst schon mal passieren, daß man auf die entsprechend noch vorhandene Führung ein paar Stunden warten muß. Außerdem kann man im Visitor Center schon einige Stücke der Anasazi wie Schmuck oder Töpfe bewundern. Weitere Einblicke in die Kultur dieses Volkes bietet das Chapin Mesa Museum, 8 km südlich vom Far View Visitor Center.

Gleich in der Nähe des Museums liegt Spruce Tree House, eine der Anlagen, die auch ohne Führer besichtigt werden kann. Das Spruce Tree House ist die drittgrößte Anlage, mit 114 "Zimmern" und 8 Kivas. Kivas sind runde unterirdische Räume, die wahrscheinlich für rituelle Handlungen benutzt worden sind, aber auch als eine Art Gemeinschafts- raum für die Dorfbewohner. Vieles ist hier sehr gut erhalten, u. a. ein Kiva, dessen Decke rekonstruiert wurde, und in den man hinabsteigen kann. 
 


auf der anderen Seite ist in der Felsspalte (links) eine Wohnstätte zu sehen
Felswohnungen


die "grüne Tafel"
die "grüne Tafel"


Vom Museumsgelände aus führt eine Strasse hinauf bis zum Sonnen- tempel, einem Kutplatz der möglichrweise nie fertig gestellt wurde. Von dort aus hat man einen tollen Ausblick auf Cliff Palace und andere kleinere cliff Dwellings.

Eine andere, ebenfalls mit vielen Serpentinen versehene Straße, bringt einen zu den anderen Felsanlagen und zwar erst zu Cliff Palace und Balcony House.

Cliff Palace ist die größte der Anlagen im Mesa Verde. Man geht nur ein kurzes Stück und hat einen tollen Einblick in das Felsenhaus. Wenn man an einer Führung teilnimmt, muß man ein steiles Stück glatter Felsstufen absteigen, um in die Felsenwohnung zu gelangen. Der Ranger erzählt und erklärt die Anlage, die man aus nächster Nähe besichtigen kann. Verlassen kann man die Anlage nur über Holzleitern, die man empor klettert. Wobei die vom Cliff Palace noch die harmlosesten sind. Genauso haben die Anasazi ihre Behausungen betreten und verlassen.

Hier gibt es 213 "Zimmer" (die man aber nicht alle besichtigen kann) und 23 Kivas. Interessant hier sind 2 Türme, eine Art prähistorische Hoch- häuser. Die Etagen konnten nur durch Leitern oder Steigen im Fels erreicht werden.

Die nächste Anlage ist das "Balcony House" - wohl vom Weg her die aufregendste Anlage. Um mit einer Führung dorhin zu gelangen, muß man 130 Felsstufen hinab, dann eine 10 m! hoher Leiter wieder hinauf und man hat die Anlage erreicht. Dann muß man als krönenden Abschluß auf allen vieren einen knapp 4m langen Tunnel  durchkriechen (ungünstig wären hier Shorts oder Minirock),  um dann wieder vor Felsstufen zu stehen, die nochmal 20 m in die Höhe führen. Balcony House ist eher mittelgroß, und benannt nach den Überresten eines Balkons in einem Hof.
 

 

 


hier wieder ein Weitblick
Weitblick


Kiva - Gemeinschaftsraum z.B. auch für Rituale benutzt
Kiva

 


Mark bei seiner Lieblingsbeschäftigung (ausgenommen Essen)
Video-Dreh


hier ein enger Aufstieg über große Holzleitern
enger Aufstieg

 


Von Balcony House aus kann man zum Aussichtspunkt auf "Square Tower House" gelangen, der höchsten Ruine im Park, die selbst nicht zugänglich ist.

Die zweitgrößte Felswohnung ist Long House, das man mittels Kleinbahn erreichen kann. Dazu muß man die Wetherill Mesa Road befahren, die zu einem Parkplatz führt, von wo aus die Bahn startet. Auch hier gibt es nur Führungen.

Ohne Führung kann man Step House besuchen, das sich nach einem kurzen Weg vom Parkplatz aus zu erreichen ist und ebenfalls über viele Stufen zur Anlage führt. Diese besteht aus Erdwohnungen und Pueblobauten, die später errichtet wurden.

Grundsätzlich ist noch zu sagen, daß die Besichtigung der Cliff Dwellings, besonders der großen doch tw. anstrengend ist, und nichts für Leute mit Höhenangst - das gilt insbesondere für Balcony House.

Vom Spruce Tree House aus kann man noch den sogenannten Petrogyph Point Trail abwandern, wo man Felsmalereien bewundern kann. Mit 2 1/2 Meilen eine leicht zu bewältigende Strecke.

Der Mesa Verde N. P. eignet sich also hervorragend, wenn man etwas über die amerikanischen Ureinwohner erfahren will, und ist wirklich sehr sehenswert. 

Gut kombinieren läßt er sich mit dem Grand Canyon N.P. und den National Parks Utahs.

Übernachtungsmöglichkeiten findet man im Park in der Far View Lodge, direkt am Visitor Center gegenüber, und auf einem Campingplatz. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten findet man in Cortez, einer kleineren Stadt unweit des Parkes , oder in Durango, das etwas weiter entfernt ist.



 

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