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m Herbst
1997 fing ich mit der Planung für meine 1998er USA-Reise an. Texas war in der
Überlegung... und Arizona. Enden sollte die Reise - wie immer - in Montana, wo
ich 2 Wochen auf der Schively Ranch verbringen wollte.
Nachdem die
meisten Arizona-Ranches aus Kostengründen ($1000 und mehr pro Woche) nicht für
uns in Betracht kamen fand ich durch Zufall eine kleine Anzeige einer Working
Cattle Ranch in der Nähe von Wickenburg. Nachdem ich mit zwei deutschen
Stammgästen telefoniert hatte und auch mit Carrol, der Rancherin, gesprochen
hatte stand für uns fest: unser USA-Urlaub 1998 beginnt in Arizona, auf der
Williams Family Ranch.
Wir, das waren Tanja, mit der ich 1995 schon
einmal Montana unsicher gemacht hatte und mit der ich auf einigen von mir
organisierten Wanderritten unterwegs war, Daniela, mit der ich gelegentlich auf
kleinere Ausritte gehe und ich, schwerst "Amerikanitis-infiziert".
Wie
immer übernahm ich die Planung und ich kann sagen, manchmal war es nicht leicht,
drei Leute unter einen Hut zu bringen. Aber irgendwie schaffte ich es dann doch.
Daniela hatte leider nicht so viel Zeit zur Verfügung wie Tanja und ich, aber
ich wollte nicht nach Arizona fliegen und gleich zur Ranch fahren. So kam
Daniela erst ein paar Tage später in Arizona an und mußte auch schon eine Woche
früher nach Hause.
Im Dezember buchte ich unsere Flüge nach Phoenix,
Arizona. Kurz darauf bekam ich Internetzugang und nun hätte ich am liebsten
alles wieder total neu organisiert, aber dann beließ ich es doch bei "Plan A".
Im Februar erhielt ich eine e-Mail... "Ich wohne in Arizona, habe einen Hund und
ein Pferd... schreib' doch mal..."... Tja, warum auch nicht? Und so lernte ich
Dan'l kennen, der inzwischen mein bester Freund ist. Dreimal dürft ihr raten, wo
er wohnt... Bingo!!! Phoenix, Arizona. So gab es gleich die Möglichkeit, ihn
persönlich kennen zu lernen.
Tanja wollte nur so ganz grob die
Reiseplanung wissen. Ranch in Arizona, Grand Canyon, Monument Valley, Schively
Ranch in Montana... das reichte ihr. Die "Feinplanung" überließ sie voll und
ganz mir. Als sie dann doch kurz vor der Landung fragte, wie wir denn eigentlich
zum Hotel kommen, sagte ich, daß wir abgeholt werden. "Ah, ja. Shuttle?" ...
"Hmmm... so was ähnliches." Tanja wunderte sich nur, daß ich ständig auf die Uhr
schaute und die Stunden und dann die Minuten bis zur Landung zählte. Und noch
mehr wunderte sie sich, als mir der vermeintliche Shuttle-Chauffeur gleich zur
Begrüßung um den Hals fiel...
Irgendwie war es schon ulkig, jemandem so
gegenüber zu stehen, mit dem man sich 6 1/2 Monate per Internet unterhalten hat.
Dan'l hatte den großen Pickup von der Firma dabei, da konnte er uns samt
Reisegepäck zum Hotel bringen. Seinen Hund Brianna hatte er zu Hause gelassen,
er sagte, es wäre zu warm, sie im Auto warten zu lassen. Als wir dann aus dem
klimatisierten Flughafen raus kamen konnten wir das verstehen... 1. September,
gegen 19 Uhr ... 45 Grad Celsius!!!
Dan'l mußte den Firmentruck weg
bringen, das gab uns Zeit, unser Zimmer zu beziehen, zu duschen und ein kurzes
Nickerchen zu machen. Als das Telefon klingelte schreckten wir hoch. Waren es ja
nicht gewöhnt, angerufen zu werden. Es war Dan'l... wir sollten uns in die Spur
schwingen, er wäre gleich da... Wir sind essen gegangen und haben einen
gemütlichen Abend zusammen verbracht.
Unser erster Urlaubstag in Arizona
wurde unvergeßlich für uns. Dan'l holte uns im Hotel ab und fuhr mit uns zum
Frühstücken... War "nur so 60 Meilen"... Sein Hund Brianna wollte Tanja erst
nicht in den Jeep lassen, aber dann hatte sie schnell kapiert, daß wir Freunde
sind. Nach dem Frühstück gingen wir auf eine wunderschöne Jeeptour. Fragt mich
nicht, wo genau wir überall waren. Es war SUPER... Die Tour ging in Richtung
Camp Verde/Sedona...
Am zweiten Tag in Phoenix gab es etwas ganz
Besonderes: REGEN. Wofür WIR uns aber garnicht so begeistern konnten. Aber
wenigstens war es nun nicht mehr so heiß. Wir fuhren rüber nach Old Town
Scottsdale und machten die Western Stores unsicher. Nachmittags trafen wir uns
mit Dan'l, gingen zusammen essen und dann zeigte uns Dan'l noch ein bißchen von
der Stadt. Leider mußte er immer schon ziemlich früh auf Arbeit, so konnten wir
abends nicht viel unternehmen. Aber Dan'l sah zu, daß er so viel Zeit wie
möglich mit uns verbringen konnte.
Dann kam das Wochenende... Freitag
vormittags sammelte uns ein Fahrer von Tom's Shuttleservice ein und brachte uns
nach Wickenburg, wo wir unser Zimmer im Best Western Rancho Grande bezogen. Ein
Besuch in diversen Westernstores, ein Stadtbummel, dann verzogen wir uns an den
Pool.
Gegen Abend kamen Dan'l und Brianna nach Wickenburg. Sie holten
mich ab zum Zelten. Tanja blieb allein im Hotel zurück. Wir hatten nicht viel
Zeit zum einkaufen, Platz zum zelten suchen, alles aufbauen, da war es auch
schon dunkel. Wir hatten Feuerholz für ein Lagerfeuer gesucht, aber Brianna
spielte lieber mit dem Holz. Und da es eine klare Nacht war, der Mond und
unzählige Sterne leuchteten, verzichteten wir auf das Lagerfeuer. Brianna sorgte
noch für Aufregung: beim Spielen rannte sie in einen Kaktus, wollte den
pieksenden Kaktusball von ihrem Bein weg beißen und hatte so das ganze Maul
voller Kaktusstacheln. Und wir waren erst mal damit beschäftigt, der armen
Brianna die Stacheln aus Gaumen, Zunge und dem Gesicht überhaupt rauszubasteln.
Eine Nacht in der Wüste im Zelt schlafen wenn man ein $90 - Zimmer in
der nächsten Stadt gebucht hat, das ist schon verrückt. Aber was solls... Wir
machten am Morgen noch eine kleine Jeeptour und kamen erst am Mittag zum Hotel
zurück, wo wir Tanja am Pool (wo sonst!) fanden. Dan'l verabschiedete sich, wie
packten unsere Klamotten zusammen, verstauten alles im Office und machten noch
mal die Stadt unsicher.
Das Museum ist sehenswert, den riesigen Big D
Western Store sollte man unbedingt besuchen... am Nachmittag waren wir völlig
fußlahm . Das Restaurant "Berlin", wo wir eigentlich essen wollten, hatte noch
geschlossen. So landeten wir in einem kleinen, gemütlichen Cafe, wo wir Kaffee
und Kuchen kauften, uns in eine Ecke zurück zogen. Während sich andere Gäste mit
den ausgelegten Spielen beschäftigten und ich las schlief Tanja 'ne Runde in
ihrem gemütlichen Sessel.
Abends saßen wir in der Hotelrezeption und
lauerten auf Daniela. Natürlich hatte sie am Flughafen nicht daran gedacht, daß
sie uns anrufen sollte. Ich fragte bei Tom nach und mir wurde gesagt, Daniela
sei unterwegs nach Wickenburg. Nun war nur noch abzuwarten, ob die Ranchleute
wie verabredet erscheinen. Bei Anrufen auf der Ranch hatte ich nur den
Anrufbeantworter dran...
Dann fuhr ein Auto vor... Daniela war da! Kaum
fuhr ihr Shuttle weg tauchte ein riesiger Pickup auf. Carrol und Roy von der
Williams Ranch! Das gab vielleicht ein Hallo, daß alles so gut geklappt hat.
Tja, Timing ist alles...
Inzwischen war es stockdunkel und so konnten
wir leider nicht viel von der Landschaft sehen. Obwohl es nur ca. 16 Meilen bis
zur Ranch ist brauchten wir mehr als eine Stunde. Kurz vor der Ankunft hörten
wir, daß noch drei Frauen aus Deutschland da sind. WAS? NOCH MEHR DEUTSCHE? Wie
waren erst mal nicht sehr begeistert.
Carrol und Roy setzten uns am
Bunkhaus ab. Eigentlich hatten wir mit Abendbrot im Ranchhaus gerechnet, aber
die anderen Gäste pennten schon und auch drüben im Ranchhaus war nach kurzer
Zeit alles dunkel. Da wollten wir nicht stören, suchten unsere Keksvorräte
zusammen und teilten schwesterlich.
Die Williams Ranch empfing uns mit
einer stürmischen Nacht. Solch' ein Gewitter hatte ich überhaupt noch nicht
erlebt. Und wir grübelten, ob wir am Bunkhaus einen Blitzableiter gesehen
hatten. Nachschauen wollte allerdings keiner.
Am nächsten Morgen lernten
wir Claudia und Regina kennen. Sie übernahmen es, uns in die Gepflogenheiten auf
dieser Ranch einzuweisen. Unser Tagesplan fing so an: 6.30 Uhr auf 'ne Tasse
Kaffee im Ranchhaus vorbei schauen, dann Pferde und Rinder in den Paddocks
füttern. Anschließend gemütliches Frühstück mit der Familie mit Lagebesprechung
für den Tag. WAS, NUR CA. 4 STUNDEN REITEN UND DANN ERST ABENDS WIEDER? Aber wir
hatte nicht mit den Temperaturen gerechnet! Wir waren später heilfroh, wenn wir
uns nachmittags in den Fluß packen und faulenzen konnten.
Die Williams
Ranch ist keine der edlenGuest Ranches. Sonst hätten wir sie uns finanziell auch
nicht leisten können! Carrol erzählte uns, daß sie die Ranch verkauft hatten und
als sie die Ranch zurück kauften lebte eine Kommune von mehr als 60 Leuten auf
der Ranch. Unglaublich, was die an Müll und alten Autos auf die Ranch geschleppt
hatten. Keine Ahnung, wie die Leute es geschafft haben, Schulbusse und riesige
Wohnwagen durch die Berge zur Ranch raus zu schaffen! Nun ist die Williams
Familie damit beschäftigt, alles wieder zu entsorgen, Ordnung auf ihrer Ranch zu
schaffen. Ich hatte mich auch schon schwer gewundert, wie eine Familie das Haus
so ordentlich haben kann und im Hinterhof ein leichtes Chaos. Nun, wer sich
davon nicht abschrecken läßt, der kann eine schöne Zeit auf der Ranch verleben.
Dann ging es endlich (!!!) zum ersten Ritt los. Da die Gästesaison noch
nicht so richtig begonnen hatte waren nur wenige Pferde auf der Ranch. Aber kein
Problem, für jeden etwas Passendes zu finden. Claudia ritt Switch, ein gutes,
eifriges Ranchpferd. Und Regina, die vor dem Ranchurlaub nur ein paar
Reitstunden genommen hatte, kam mit ihrem Twister auch gut klar. Tanja erwischte
ein völliges Unikum: einen alten Tigerschecken. Ein RIESIGES Tier. Hieß nicht
nur Sequoja sondern sah wirklich so stachlig aus. Daniela bekam eine nette
Fuchsstute namens Dogood. Und mir wurde gesagt, ich könnte Tadpole reiten, eine
kleine, kugelrunde Stute. Die machte erst mal etwas Streß beim einfangen, dann
war sie aber lieb. Elaine, eine Verwandte, die grad' zum Helfen auf der Ranch
war, ritt meine kleine Tadpole ein paar Runden und meinte, sie wäre ok. Dafür
flippte ihre Chocopop dann aus und setzte Elaine in den Sand. Chocopop war erst
2 oder 3 Mal geritten worden und war so noch "etwas lustig drauf". Zum Glück ist
Elaine nichts passiert. Aber sie hat uns in den nächsten Tagen gern beim Tore
öffnen den Vortritt gelassen, sodaß wir dann schon lästerten: "Ja, am ersten Tag
vom Pferd springen und dann braucht man keine Tore auf und zu machen...".
Von den Pferden waren wir begeistert. Sie meisterten das wirklich
schwere Gelände ohne Probleme. Unsere eigenen Pferde hätten sich sicher alle
Gräten gebrochen, wenn wir sie in diesem Gelände geritten hätten. Die "Arbeit"
bestand hauptsächlich darin, Zäune und Tore zu checken, eine Kuh mit Kalb auf
Abwegen brachte Tanja, Daniela und mich zu einem wilden Ritt über Stock und
Stein (und Kaktus!!!), aber dann hatten wir die beiden, wo sie hin gehörten.
Claudia und Regina reisten nach einigen Tagen ab. Nun waren wir traurig,
daß die nette Gesellschaft weg war. Wir waren 'ne dufte Truppe. Aber auch ohne
die Beiden gab es noch viel Spaß. Inzwischen waren noch ein paar mehr Pferde
angekommen und so konnten wir unseren "alten" Reittieren etwas Ruhe gönnen und
auch mal das eine oder andere neue Roß ausprobieren. Tanja hatte viel Spaß mit
Switch, Daniela ritt einen kleinen Palomino namens Snip und ich hatte den
Twister für 2 Tage. Aber meine kleine Tadpole war doch das beste Pferd!
Hier auf der Williams Ranch erfüllte ich mir einen Traum... Rinder
treiben durch einen Canyon mit Fluß... Durch das Wasser reiten, am sandigen Ufer
entlang... Aber viel Zeit zum Träumen blieb uns nicht, dann wären die Rinder weg
gewesen! Die Hunde leisteten unglaubliche Arbeit. Ohne sie hätten wir es sicher
nicht geschafft.
Nach den Ritten hatten wir etwas Zeit zum Staub
abkratzen, dann ging es zum Essen ins Ranchhaus. Die Nachmittage verbrachten wir
im schattigen Bunkhaus oder liefen die paar Meter zum Fluß runter. Zum Schwimmen
zu flach gab es aber eine schmale Stelle, wo die Felsen einen "natürlichen
Whirlpool" bildeten. Und das wurde dann unser Stammplatz.
Abends, wenn es
wieder etwas kühler wurde, waren wir wieder bei den Pferden. In der großen Arena
durften wir mit unseren Pferden arbeiten, wann immer wir wollten. Es dauerte
nicht lange und meine kleine Tadpole rannte nicht mehr wie von der Tarantel
gestochen herum, wenn sie merkte, daß sie eingefangen werden sollte. War noch
etwas zu tun ging es noch auf einen kleinen Ritt. Dann versorgten wir wieder die
Tiere in den Paddocks und trafen uns anschließend zum gemeinsamen Abendessen.
Carrol ist eine wundervolle Köchin und das Essen war einfach SUPER. Mit
Schrecken dachten wir an die nächsten 2 Wochen bei Fastfood und
Kneipenessen.
Alles hat ein Ende und dann war es wieder Sonnabend und wir
wurden nach Wickenburg zurück gebracht. Noch mal ein Besuch beim Westernstore,
dann holte uns Tom's Shuttle Dienst wieder ab und brachte uns nach Phoenix. Wir
sammelten unseren Mietwagen ein und "Plan A" war, daß wir uns noch mal mit Dan'l
zum Mittagessen treffen. Aber bei seinem Funktelefon ging nur der
Anrufbeantworter an. Wir erledigten unsere Einkäufe, versuchten es noch
mehrmals, immer mit dem gleichen Mißerfolg und schließlich machten wir uns auf
den Weg in Richtung Norden. Ich war traurig, daß ich Dan'l nicht noch mal sehen
konnte... Tja, manchmal läuft halt alles nicht so ganz, wie man sich's
erhofft.
Unser erstes Ziel hieß Grand Canyon! Ich hatte uns eine Cabin
bei der Bright Angel Lodge gemietet, direkt am Canyon. Wir schafften es grad'
noch, den Sonnenuntergang zu sehen, besuchten das Imax Kino. Am nächsten Morgen
machten wir 'ne kleine Bustour am Rim entlang und nach dem Auschecken dockten
wir auf unserer Tour in Richtung Monument Valley noch an diversen
Aussichtspunkten an.
Ich hatte das Glück gehabt, für uns ein Zimmer in der Gouldings Lodge direkt im
Valley mieten zu können. Dachte ich jedenfalls. Aber dann hatten wir nicht nur
ein ZIMMER sondern eine der beiden CABINS, die am Berghang am Rande des
Hotelkomplexes lagen. Mit herrlichem Blick über das Monument Valley! natürlich
machten wir gleich einen Ausflug ins Tal und besuchten auch kurz den Reitstall
von Ed Black, wo wir für den nächsten Morgen einen Ritt gebucht
hatten.
Als wir pünktlich zum Ritt wieder beim Stall waren beschloß
Chris, der Head Wrangler, daß er selbst mit uns ausreitet. Eine Gruppe, die
reiten kann, ist wohl nicht so oft da. Nun brachte er mir mein Pferd. Ich
schaute mir das Pferd an und sagte: "Das ist Boulder, den möchte ich nicht
reiten." Mein Freund Ralf, mit dem ich 1996 auf einem Ritt durchs Valley war,
hatte Boulder geritten. Und fand ihn nicht so toll. So hatte Tanja das Pech, an
Boulder hängenzubleiben. Daniela bekam ein flottes Schimmelchen und ich wurde
gefragt, welches Pferd ich 1996 hatte. "Jack." Ich konnte Chris sogar zeigen,
welcher der Rappen es war. Aber ich bekam nicht Jack sondern White Socks, einen
großen Fuchs. Der wunderbare weiche Gänge hatte, aber erst mal gezeigt haben
wollte, wer der Boss ist. Als ich hinter Chris und Daniela vom Hof reiten wollte
beschloß Socks, erst mal nach der Seite in die nächste Anfängergruppe
abzudriften. SO NICHT! Als ich energisch wurde machte er einen Wahnsinns-Salto,
alle aus der anderen Gruppe angelten blitzschnell nach den Sattelhörnern, aber
ihre Pferde standen wie die Blöcke. Und mein Socks marschierte dann doch
friedlich SEINER Truppe hinterher.
Chris bot uns einen herrlichen Ritt. Zeit, um sich die wunderschöne
Landschaft anzuschauen, aber auch lange Galopps die Sandpisten entlang. Wir
kletterten Berge hoch und runter und als wir fragten, ob das eine der "normalen"
Routen sei, die mit Gästen gegangen wird, guckte uns Chris ganz entsetzt an und
meinte: "NO WAY!". Nach dem Ritt haben wir noch eine kurze Runde mit dem Auto
durch das Valley gedreht, nicht halb so beeindruckend wie beim RITT. Dann ging
es weiter nach Durango.
Das war am Geburtstag von Dan'l. Was hätte ich
darum gegeben, nun in Phoenix zu sein. Was war passiert, als wir uns nicht zum
Essen treffen konnten? Sein Handy war kaputt. Oh, die Tücke des Objekts. Nun
wollte ich mit ihm telefonieren, aber wenn man sich zu dritt ein Zimmer teilt,
da hat man kaum mal 'ne Chance, ungestört einen Anruf zu tätigen. Also schnappte
ich mir meine Telefonkarte und sauste rüber ins nächste Hotel, wo sie herrlich
bequeme Telefon-Boxen hatten und wo ich mich endlich (!!!) VÖLLIG UNGESTÖRT mit
Dan'l unterhalten konnte.
In Durango fielen wir in die nächste
"Touristenfalle"... das hieß, wir machten einen Tagesausflug mit der Durango -
Silverton Schmalspur- bahn. Eine herrliche Tour am Animas River entlang. Manchmal
waren die Felsen nur ein paar Zentimeter von den Fenstern entfernt. Wir hatten
gehofft, in Silverton einen vernünftigen Western Outfitter zu finden, aber es
war mehr so der allgemeine Touristenkram, der angeboten wurde. So nutzten wir
die Zeit bis zur Heimfahrt für ein Mittagessen in einem urigen Restaurant und
einen kleinen Ladenbummel. Wem 2x 3 Stunden Dampf- eisenbahn zu langweilig ist,
der kann eine Tour auch mit dem Bus fahren. In unserem Hotel war
inzwischen eine ganze Horde Harley Fahrer eingefallen und so kam ich noch zu ein
paar tollen Schnappschüssen.
Nun hatten wir eine ganz schöne Strecke vor
uns. Durango, ein Abstecher zu einer Miniranch in Hotchkiss, dann waren wir in
Steamboat Springs. Hier hatte ich, als kleine Überraschung, Übernachtung auf der
Ranch eines Freundes geplant. Dave hatte uns eingeladen und ein "fürstliches
Abendessen" versprochen. In Steamboat Springs ange- kommen suchte ich den Old Town
Pub, von wo ich Dave anrufen sollte. Ich sagte Tanja und Daniela, daß ich
telefonieren muß und daß sie mit rein kommen oder draußen warten können... wie
sie wollen. Sie kamen mit rein, ich rief an, Dave sagte, er holt uns ab, ich kam
aus der Telefonzelle... und nichts zu sehen von Tanja und Daniela. Ooops?
Draußen warteten sie. Und Daniela war STINKSAUER. Sie wollte AUF KEINEN FALL mit
auf die Ranch. OK, dann nimm' Dir ein Hotel und wir treffen uns morgen Mittag.
Sie machte ganz schön Zoff und ich wurde langsam auch sauer. Fragte Tanja, was
sie machen will. "Ranch, natürlich!". Und so quetschten sich Tanja und ich zu
Dave in den kleinen Pickup, während Daniela sich mit unserem Mietwagen auf
Hotelsuche begab.
Wir fuhren raus zur Ranch. Nicht weit von der Stadt
entfernt, in einem kleinen Tal hat Dave sich sein Haus gebaut. Als erstes zeigte
er uns seine Tiere... ein paar Pferde... seine Lady schon 34 Jahre alt und immer
noch "fit wie ein Turnschuh"... und dann Bruce... Bruce war der größte Ochse,
den ich je gesehen habe. Dave sagte, er würde erst mal checken, wie Bruce so
drauf ist. Ging hin... wurde immer kleiner... Bruce immer größer... dann war
Dave angekommen...WOW! Er rief, es wäre ok, wenn wir jetzt auch zu Bruce gehen.
Well, wenn er meint? So ganz geheuer war uns die Sache nicht, aber Bruce war
doch nett drauf.
Dann schwang sich Dave in die Küche und ich machte mich
an seinem Computer zu schaffen. 2 1/2 Wochen nicht online!!! Hatte schon die
ersten Entzugserscheinungen... Und dann gab es Abendessen... Hirschsteak... so
weich, daß man kein Messer brauchte... Dazu Chili, gebackene Maiskolben, Salat,
Brot. Ein wahres Festessen!
Wir wollten eigentlich noch zu den
Thermalbädern, waren dann aber zu faul. Und der kleine Teich auf Daves Ranch war
leider zu schlammig zum Baden. So ließen wir das mit dem Baden ganz sein und
schauten uns lieber noch ein paar Videos von der Schively Ranch an.
Am
Morgen wurde Dave schon ganz früh aus dem Bett geklingelt. Ob er beim Nachbarn
helfen kann, Heu laden. Klar. Und weg war er... Hmmm... Tanja pennte mal aus,
ich saß am Computer. Und als Dave dann nach ein paar Stunden wieder nach Hause
kam gab es Frühstück. Pancakes bis zum Abwinken. Dann mußten wir auch schon
wieder los, in die Stadt, Daniela treffen. Wieder am Old Town Pub waren wir alle
superpünktlich. Daniela sagte, sie hätte Hunger. Am Abend nichts mehr gegessen
und im Hotel gab es kein Frühstück. Wie aus der Pistole geschossen fingen Tanja
und ich mit strahlenden Gesichtern an, vom herrlichen Abendessen zu erzählen.
Und wir vergaßen auch nicht, die Pancakes zu erwähnen. Dave verstand zwar nicht
viel, aber er sagte: "Wow, ARE YOU MEAN!!!". Klar, selber Schuld! Aber wir
wollten die Sache nicht übertreiben, also blieben wir zum Mittagessen alle im
Pub. Dann fuhr Dave zur Ranch zurück und wir zogen weiter in Richtung Norden.
Unser nächstes Ziel hieß Laramie. Dort angekommen suchten wir uns nur
schnell eine Bleibe und fuhren dann raus zur Two Bars Seven Ranch, wo ich 1993
und 1994 auf Urlaub war. Wir legten noch einen Stop in Tie Siding am Antikstore
ein. Dort hatte ich 1993 zusammen mit den Wranglern John und Bob so manchen
lustigen Abend verbracht. Auf der Ranch angekommen empfing uns Lea, die Tochter
der Chefin Polly. Wir quatschten 'ne Weile über "die guten alten Zeiten", dann
durfte ich Tanja und Daniela die Ranch zeigen. Die Reitpferde waren leider schon
auf die Bergweide raus getrieben, aber ein paar Pferde waren im Stall. Es war
schön, da etliche bekannte Gesichter zu sehen.
Wir wurden eingeladen,
mit nach Fort Collins in eine Saloon zum Schwoof zu kommen, aber wir waren zu
müde. Und so fiel auch leider der von mir geplante Besuch im COWBOYS Club in
Laramie aus. Zurück ins Hotel, schlafen. Es wäre schöner gewesen, wenn wir für
die Tour den einen oder anderen zusätzlichen Tag gehabt hätten, aber da Daniela
nur diese 3 Wochen Zeit hatte mußten wir alles etwas "im Eildurchlauf" machen.
Die letzte Fahrt führte uns von Laramie nach Billings, Montana.
Unterwegs machten wir einen Stop am Little Bighorn Battlefield. In Billings
angekommen checkten wir in unser "Stammhotel" ein. Das ehemalige EconoLodge ist
jetzt das Big 5 Motel der Budget Host Inn Kette. Neue (sehr nette!!!) Besitzer,
noch das alte Personal. Wir hatten wieder sehr viel Spaß.
Den ersten
Abend konnten wir gleich noch für ein paar Besuche nutzen. Army Store, Bohemian
Plattenladen, Connollys Western Outfitter... Es war schön, wieder in der Stadt
zu sein und die alten Bekannten in den Läden zu treffen.
Sonnabend war
großer Shopping Tag. Bei Connollys wurde der Mega-Einkauf gestartet. Bei
Wrangler Jeans unter $20 und 10% Rabatt auf alles, weil wir nach Schively
wollten, kann man wirklich nur noch eins: kaufen, kaufen, kaufen... Alles, was
man innerhalb des nächsten Jahrs brauchen könnte. Bei Connollys lief uns auch
Steve über den Weg, der Schwiegersohn des Besitzers der Schively Ranch. Wenn ich
jemanden bewundere, dann Steve. Er kam als Gast auf die Ranch und wie das Leben
so spielt... Nun ist er mit Jennifer verheiratet, die zu der Zeit schon 5 Kinder
hatte. Kristen, die #6, ist nun auch schon bald 4 Jahre alt...
Als wir
dann am Nachmittag zum Flughafen fuhren kriegten wir Tanja kaum noch ins Auto
rein, so voll hatten wir den Ford Taurus mit unseren Klamotten und Einkäufen
gepackt. Zum Glück waren nicht sehr viele Gäste abzuholen, da gab es mit unseren
Gepäckmassen keinen Streß.
Wir Deutschen (außer uns noch 2 aus dem
Schwarzwald, Freunde von unserem Kumpel Mike) fuhren bei Whity im Pickup. Whity
ist ein alter Freund von Ranchbesitzer Joe Bassett, der gelegentlich auf der
Ranch mit hilft. Steve fuhr mit den amerikanischen Gästen noch zu einem Laden,
ein paar Einkäufe abholen. Unterwegs trafen wir uns wieder und dann ging es
endlich (!!!) raus zur Ranch.
ÜBERRASCHUNG!!! Während dieser Woche wohnten wir direkt auf
Schively. Bei allen meinen anderen Besuchen hatten wir im Cow Camp auf der Dry
Head Ranch gewohnt. Nun halt zum ersten Mal Schively selbst. Tanja, Daniela und
ich bezogen gemeinsam eine kleine Cabin. Gemütlich eingerichtet, aber rustikal.
Duschen und Badewannen gab's in den zwei Badezimmern im Haupthaus. Wo auch ein
großes Wohnzimmer den Gästen zur Verfügung stand.
Da fast alle schon
mehrfach auf Schively waren... ich glaube während dieser Woche war nur EIN
"Neuling" auf der Ranch... brauchte nichts großartig erklärt werden. Wir wußten
Bescheid, wie alles abläuft.
Eine Enttäuschung gab es, als ich nach
einigen "meiner" Pferde fragte. Dutch Boy, ein schöner Fuchsschecke, war
verkauft worden. Er war schon immer etwas mager gewesen und letzten Herbst waren
sie der Meinung, daß ein weiterer Winter in den Bergen nichts für ihn sei. So
wurde er an Leute verkauft, wo er im Winter einen Stall hat. Buckwheat, ein
Buckskin, hatte nicht so viel Glück. Er hatte im Winter einen Unfall und war
tot. Mein guter alter 4H war aber noch da. Ein Schiff von einem Quarter Horse
Wallach, ein Gemütstier, den ich unheimlich gern ritt. Nun gut... ein kleiner
Trost...
Der nächste Morgen brachte uns Nebel und Regen. Es war kaum
möglich, die Cabins am Ende der Wiese zu sehen und die Berge waren ganz
verschwunden. Steve stellte sich an den Korral und rief: "BOYS! BOYS! COME IN!"
Es war erstaunlich! Aus den Bergen kam die Pferdeherde angerast... Es wurde eng
im Korral, aber schließlich waren alle Pferde drin und erhielten ihr Futter.
Dann war warten angesagt. Schließlich beschlossen sie: wir reiten! Eine
Herde mußte umgetrieben werden. Wir bekamen unsere Pferde zugeteilt, ich hatte
Glück und erwischte meinen 4H. Es klarte etwas auf, wir ritten los. Aber als wir
die Herde zusammen hatten war wieder Nebel angesagt und so trieben wir Kühe,
ohne sie zu sehen. Wir ritten hinter der Herde und paßten nur auf, daß das MUH!
immer vor uns war.
Vom zweiten Tag an hatten wir aber mehr Glück mit dem
Wetter. Und so wurde es eine schöne Woche. Mit einem Horse Drive rüber zur Dry
Head Ranch am Donnerstag. Die 80 Reitwallache wurden in der nächsten Woche dort
gebraucht. Also ritten wir mit den freilaufenden Pferden durch die Berge, rüber
zur anderen Ranch.
Am Sonnabend hieß es für Daniela Abschied nehmen. Sie
fuhr mit den anderen Gästen zurück nach Billings und flog heim nach Berlin. Für
Tanja und mich begann die zweite Woche auf Schively. Wir bekamen Claudia aus
Mannheim "als Ersatz für Daniela" zugeteilt. Den größten Teil der Woche
verbrachten wir auf Dry Head, wo wir ein großes Zimmer im rustikalen Bunkhaus
bewohnten.
Da ich gern ohne Sattel reite schummelte ich mich nach den
Ritten auf mein ungesatteltes Pferd und ritt über den Ranchhof zum Gate, durch
das wir die Pferde auf die Bergweide schicken sollten. Dann durch's Tor und ein
Stück weiter... Immer hoffend, daß es keiner nachmacht und daß es keinen Ärger
gibt, da ohne Sattel reiten eigentlich aus versicherungstechnischen Gründen
nicht gestattet ist. Eines Tages hatten alle ihre Pferde schon draußen, ich war
mit meinem 4h auch grad' aus dem Tour raus, da sagte Steve, daß die Pferde noch
eine extra Futterration bekommen sollen. Also müßten sie zurück zum Korral. Er
rief nach mir und ich dachte: "Autsch, jetzt kriegste 'nen Anschiß.", aber Steve
fragte, ob ich die Herde zurück treiben würde. KEIN PROBLEM! Steve raschelte mit
dem Futtersack, aber das einzigste Pferd, das sofort umdrehen wollte, das war
mein 4H. Ich konnte ihn überzeugen, sich vorsichtig durch die Herde
"durchzubaggern", die langsam auf dem Weg in Richtung Berge war. Und dann waren
wir vor ihnen, konnten den Weg blocken und sie zurück zu Ranch schicken. 4H
flitzte hinterher und als wir alle Pferde auf dem Ranchhof versammelt hatten und
4H als letzter durchs Tor lief, da fielen Steve fast die Augen raus. OK, daß 4H
nicht gesattelt war, das hatte er gesehen. Aber daß 4H weder Zaumzeug noch
Halfter trug sondern lediglich über einen Strick, den ich ihm um den Hals gelegt
hatte, gelenkt wurde, DAS war ihm doch etwas komisch... Nicht grad' die beste
Ausrüstung, um Pferde zu treiben... Aber ich kenne 4H nun seit 7 Jahren und da
weiß man, wie weit man gehen kann...
Mit 4H hatten wir viel zu lachen. Eines Tages lag er im Korral. Alle
Pferde rannten um ihn rum, als das Einfangen begann. Nur 4H kümmerte es nicht.
Steve machte sich einen Gaudi und schlich sich an den dösenden 4H ran, ropte
ihn... während wir ihn anfeuerten, daß er das feurige Roß erwischt. 4H ließ sich
sogar noch extra bitten, aufzustehen. Was soll man machen, wenn man nun noch
müde ist???
Wir fragten, ob wir Claudia den Buffalo Jump zeigen dürfen.
Joe ließ uns ziehen... zum Ranchtor raus, 2km durch den Canyon. Warnte uns
allerdings vor den Bullen und den 3 Hengsten, die in der Koppel am Buffalo Jump
sind. Wir versprachen, keinen Blödsinn zu machen und zogen los. Am Fuße des
Buffalo Jumps war früher ein Indianerlager und die Büffel wurden sozusagen über
die Klippe direkt in die Vorratskammer gekippt. Noch heute findet man Unmengen
von Büffelknochen dort. Claudia war begeistert und wollte das Tal noch erkunden,
aber grad' als wir losreiten wollten, "kamen die Jungs um die Ecke
geschlendert"... die 3 Hengste. Neugierig wie Nachbars Katze trödelten sie
langsam auf uns zu und wir trödelten genau so "unauffällig" in Richtung Gate. Es
war zum Glück nicht weit. Als dann die Hengste angeflitzt kamen konnten wir
ihnen das Gate vor der Nase zu hauen und sie noch 'ne Weile in Ruhe beobachten.
Dann ritten wir zurück.
Ein paar Tage später fragte uns Steve, ob wir
einem anderen Gast den Buffalo Jump zeigen könnten. Immer auf einen Gaudi aus
zogen wir sofort los. Tanja, Claudia, Diedre und ich. Kaum in der Buffalo Jump
Koppel angekommen stutzte Claudias Pferd. Und wollte nicht so recht weiter. Was
war da? Bullen? Hengste? Nein! Aus dem Gebüsch kam ein Bär! Der war zum Glück
recht friedlich, sauste den Hang hoch und auf halber Höhe setzte er sich hin und
beobachtete uns. Diedre wollte sich die Chance auf einen echten Büffelknochen
nicht entgehen lassen und so ritt sie zur Klippe. Die war sozusagen auf halbem
Weg zwischen uns und dem Bären. Wir hatten gesagt, sie soll nur auf ihr Pferd
achten. Wir passen auf den Bären auf. Und sobald er sich auch nur rührt rufen
wir. Dann nixx wie weg. Direkt zum Gate. Aber Meister Petz störte uns nicht. Wir
beschlossen aber, nach dem Knochen sammeln doch lieber gleich zurück zu reiten.
Wollten nicht riskieren, zwischen Hengste und Bären zu geraten. Wieder zu hause
angekommen beschlossen wir, Steve etwas zu ärgern... Sagten, daß wir es toll
fanden, daß er uns auf die Buffalo Jump Koppel geschickt hat. Ohne uns was von
den Bullen zu erzählen. "Ooops" sagte Steve. Nun ja... und was ist mit den
Hengsten? "Hmmm". Wir mußten schon kichern, weil er nicht wußte, mit WEM wir uns
nun fast angelegt hatten. Da ließen wir ihn einen Blick in unsere Video Kamera
werfen. "O oh...!!!". DAMIT hatte er nicht gerechnet...
Da ich nicht die
ganzen 2 Wochen immer nur 4H reiten konnte gab mir Steve den Jerry als mein
Zweitpferd. Ein wunderbares Fotografier- und Film-Pferd. Wenn man ihn stoppte
war ihm egal, was alle anderen machten, man konnte in Ruhe Fotos machen oder
filmen und er rührte sich erst wieder, wenn das Kommando kam, daß er weiter
gehen soll. Und einen Trab... herrlich!!! 4H dagegen brachte einen immer wieder
auf den Boden der Realität... Der muß wohl in einem seiner Vorleben ein
Schaufelraddampfer gewesen sein...
Irgendwann hatten wir die Herden auf
Dry Head fertig umsortiert, und so ging es am Donnerstag wieder mit der
Pferdeherde zurück nach Schively. Freitag war unser letzter Ritt, dann hieß es
auch für uns Abschied nehmen.
Ein Dank an die Familie Bassett, an
Jennifer und Steve Cerroni, an Whity, an die dufte Küchencrew Martha und Colin.
Auf der Heimfahrt mußten wir noch so lachen. Jerry, ein Gast, fuhr unser
Auto nach Billings. Als ich 1995 mit Tanja auf Schively war, da war Jerry auch
da. Und auf der Tour nach Billings war er im Auto mit Tanja, Mike und mir.
Lauter Deutsche. Der arme Jerry verstand kein Wort. Und nun fuhr er das Auto, in
dem Tanja, Claudia und ich saßen. Pech, wieder die deutsche Crew... Aber wir
hatte ein Einsehen und redeten soviel wie möglich in englisch...
Wieder
in Billings angekommen schickten wir Claudia heim und wir (Tanja und ich)
bezogen noch mal für 2 Tage unser Hotel, erledigten die letzten Einkäufe,
faulenzten und am Montag ging es schließlich wieder zurück in die Heimat. Mit
einem crashmäßigen Tasche-umpacken, da ich sonst ein Heidengeld für Übergepäck
gezahlt hätte...
Tja, das wars... USA 1998. Dachte ich jedenfalls. Aber
dann sagte Dan'l den Weihnachtsbesuch in Deutschland ab, weil er einen Urlaub
bekam. Und so trat "Plan B" in Kraft... ich fuhr rüber nach Arizona. Für 3
Wochen. Weihnachten, Silvester, mein Geburtstag. Alles in Arizona. Und das wird
nicht der letzte Besuch dort sein...
Wer Fotos von dieser Tour sehen
möchte, der kann das auf den Seiten der
Williams Family
Ranch und auf meinen
Schively-Webseiten tun.
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